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Xiaomi: Stiftung Warentest entdeckt Betrugsversuch auf Redmi 15
Die Stiftung Warntest hat eine Betrugsmasche auf einem neuen Redmi 15 entdeckt und wertet das Smartphone daher deutlich ab.
INHALTSVERZEICHNIS
Xiaomi: Die Stiftung Warntest hat eine Betrugsmasche auf einem neuen Redmi 15 entdeckt und wertet das Smartphone daher deutlich ab. Demnach sendet der auf dem Gerät vorinstallierte Mi-Browser selbstständig eine Push-Mitteilung, die sich als Fake-News entpuppt und offenbar dazu entwickelt wurde, Menschen um ihr Geld zu bringen.
Konkret leitet die Push-Mitteilung auf eine gefälschte Internetseite der Tagesschau weiter, auf der von einem angeblich „todsicheres System“ die Rede ist, mit nur wenigen Hundert Euro schnell zum Millionär zu werden. Die renommierten Warentester werten dies nicht nur als Phishing-Angriff, sondern auch als potentiellen Anlagebetrug.
Stiftung Warentest entdeckt Betrugsversuch auf Redmi 15
In der Push-Mitteilung heißt es: „Das ist wichtig zu wissen – Die Zuschauer waren sehr überrascht“. Daneben prangte das Wappen der Bundesrepublik Deutschland, so dass es als offizielle Mitteilung von Regierungsstellen missdeutet werden konnte. Nach dem Öffnen der Mitteilung wurde automatisch eine Internetseite geöffnet, die dem Online-Auftritt der Tagesschau ähnelte.
Der entsprechende Artikel verwies auf ein angebliches Interview zwischen der ZDF-Fernsehmoderatorin Maybrit Illner und Bundeskanzler Friedrich Merz. In der Überschrift war die Rede von geheimen Regierungsplänen, die Deutschland erschüttern würden.
Xiaomi Smartphone leitet auf Phishing-Internetseite weiter
Die Stiftung Warentest fragte bei Xiaomi nach und erhielt folgende Auskunft: „Wir nehmen diesen Fall sehr ernst und haben eine interne Untersuchung eingeleitet, um die Ursache des Problems zu ermitteln“, hieß es von dem Hersteller. In dem Bericht der Warentester finden sich bislang keine Ergebnisse zu eben dieser Untersuchung.
Das IT-Portal Golem fragte bei Xiaomi nach, erhielt aber keine Antwort. Die Push-Mitteilungen des Mi-Browsers stammen laut Xiaomi von „einer Reihe von globalen Inhaltsanbietern“, mit denen das Unternehmen kooperiere. Diese Anbieter können „je nach Region oder Land variieren“, nähere Details nennt Xiaomi bisher nicht.
Werbeeinblendungen installierter Apps erneut in der Kritik
Xiaomi nutzt nach eigenen Angaben Kontrollmechanismen zur Prüfung der Inhalte, bevor diese an Kunden ausgespielt werden. Die Stiftung Warentest vermutet, dass diese Techniken versagt haben. Der Betrugsversuch wurde im Rahmen eines Tests des Redmi 15 bemerkt und führte im Testergebnis zu einer massiven Abstufung.
Der Bereich Menü und Bedienung wurde daher mit mangelhaft bewertet und diese Benotung gab es auch für die Handhabung. Xiaomi sorgt damit innerhalb von zwei Jahren bereits zum zweiten Mal mit Werbeeinblendungen vorinstallierter Apps für negative Schlagzeilen, die das Vertrauen der Nutzer in die Geräte schwer erschüttern können.
Quellenangabe: Golem
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