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Stiftung Warentest: eBook-Reader sind Büchern vorzuziehen
eBook-Reader sind laut einer Ökobilanz-Studie deutlich besser für das Klima als gedruckte Bücher oder Zeitschriften.
INHALTSVERZEICHNIS
Stiftung Warentest: eBook-Reader sind laut einer Ökobilanz-Studie deutlich besser für das Klima als gedruckte Bücher oder Zeitschriften. Die deutschen Warentester kommen bei einer Auswertung sogar zu dem überraschenden Ergebnis, dass sich der Umstieg auf digitale Lesegeräte bereits ab dem zweiten bis dritten Taschenbuch pro Jahr lohnt.
Die Stiftung Warentest stellte fest, dass eBook-Reader über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 1,07 Umweltschadenspunkte verursachen, ganz unabhängig davon, ob sie von Personen, die viel oder wenig lesen, genutzt werden. Zum Vergleich: Taschenbücher erreichen je nach Lesepensum zwischen 2,30 und 8,74 Schadenspunkte, gebundene Bücher sogar zwischen 3,80 und 14,77 Punkten.
Stiftung Warentest vergleicht eBook-Reader und Bücher
Das renommierte Institut hat für die Analyse den gesamten Lebenszyklus von Produktion über Transport und Nutzung bis zur Entsorgung berücksichtigt. In die Bewertung flossen daher 18 Wirkungskategorien ein, darunter Klimawandel, Ozonabbau, Feinstaub, Gewässerbelastung sowie Rohstoff- und Wasserverbrauch.
Der Unterschied bei dem CO2-Ausstoß macht den Unterschied besonders deutlich: Liest ein Person über einen Zeitraum von fünf Jahren gebundene Bücher werden für deren Herstellung etwa 64 Kilogramm Treibhausgase freigesetzt. Bei eBook auf einem Reader wären es in dem gleichen Zeitraum nur rund 6 Kilogramm, also circa ein Zehntel der Menge.
Neue eBook-Reader sind Büchern eindeutig vorzuziehen
Der ökologische Vorteil von eBook-Readern zeigt besonders dann Wirkung, wenn die Geräte über viele Jahre hinweg genutzt werden. Besonders Geräte mit einem offenen System sind in diesem Fall praktisch, da sie anders als bei geschlossenen Systemen, die häufig an einen bestimmten Shop gebunden sind, erlauben, Apps aus verschiedenen Quellen installieren. Dazu zählen unterschiedliche Buchshops oder auch Bibliotheks-Apps für die digitale Ausleihe.
Diese Flexibilität hat einen direkten Einfluss auf die Nachhaltigkeit: Wenn sich Lesegewohnheiten ändern oder ein bevorzugter Anbieter seinen Service anpasst, bleibt das Gerät dennoch funktional. Es gibt keinen Ökosystem-Zwang, der dazu führen könnte, dass ein Reader vorzeitig ausgemustert wird.
Umweltzeichen „Blauer Engel“ steht für Recycling-Papier
Die Studie der Stiftung Warentest zeigt somit eindeutig, dass sich der Umstieg auf E-Reader für alle diejenigen lohnt, die dem Klima ein wenig helfen wollen. Die Umweltbilanz wird dabei besser, je länger das entsprechende Gerät genutzt wird. Der vollständige Artikel der Warentester kann auf der offiziellen Internetseite des Instituts für einmalig 4,90 Euro freigeschaltet werden.
Die eigene Lese-Ökobilanz kann zudem auch durch andere Methoden verbessert werden. Taschenbücher belasten die Umwelt nur etwa halb so stark wie gebundene Hardcover. Auch das Ausleihen von Büchern in Bibliotheken, das Weitergabe von bereits gelesenen Büchern und die Auswahl von Büchern mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ aus Recycling-Papier sind gut für das Weltklima.
Quellenangabe: AppGamers
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