Neuigkeiten
Temu: Stiftung Warentest warnt vor Gift in Spielzeug und Kleidung
Die Stiftung Warentest hat Produkte der Online-Shops aus China getestet und stuft diese oftmals als „giftig und brandgefährlich“ ein.
INHALTSVERZEICHNIS
Temu: Die Stiftung Warentest hat Produkte der Online-Shops aus China getestet und stuft diese oftmals als „giftig und brandgefährlich“ ein. Die renommierten Tester haben insgesamt 162 Produkte unter die Lupe genommen, von denen zwei Drittel die Sicherheitsstandards der Europäischen Union nicht erfüllen. Mehr noch, in zahlreichen Fällen seien zudem gravierende Mängel festgestellt worden.
„Diese vermeintlichen Schnäppchen sind bisweilen giftig, brandgefährlich und erfüllen geltende EU-Sicherheitsstandards nicht, erklärt Florian Ostermann von der Stiftung Warentest. Rund ein Viertel der getesteten Produkte wurde als „potentiell gefährlich“ eingestuft.
Stiftung Warentest warnt vor Gift in Spielzeug und Kleidung
Die Spannbreite der Mängel ist dabei groß: Manchmal würde nur ein Siegel fehlen, bei anderen Produkten wurden aber auch giftige Schadstoffe gefunden. „Wir hatten zum Beispiel eine Halskette, wo der Anhänger fast vollständig aus Cadmium bestand“, so Ostermann. Cadmium ist ein giftiges Schwermetall, das krebserregend ist.
Die Stiftung Warentest warnt zudem explizit vor Temu Spielzeug für Kleinkinder: Viele der Produkte bestehen aus Kleinteilen, die sich leicht lösen und verschlucken lassen. Baby Stofftücher überschritten zudem oftmals die Grenzwerte für Formaldehyd: Der Stoff, der Textilien knitterfreier machen soll, könne bei zu hoher Konzentration Kontaktallergien verursachen.
Temu und Shein haben kaum Kontrolle über verkaufte Produkte
Zehn der 27 getesteten Ladegeräte wurden beim Laden heißer als es in der EU erlaubt ist. Das könne im schlimmsten Fall zu Bränden führen, so die Stiftung Warentest. Osterman weist außerdem darauf hin, dass ein Großteil der Verbraucher nicht wisse, dass Temu und Shein in der Regel keinen eigenen Warenbestand verkaufen, sondern nur als Vermittler zu kleineren und mittelgroßen Händlern auftreten.
Eine wirksame Kontrolle, ob mit den Produkten alles in Ordnung sei, finde offenbar nicht statt. Das „Marktplatz“-Prinzip wird auch von Online-Händlern wie Amazon praktiziert – dort könne es vereinzelt also auch zu solchen Problemen kommen. Amazon wurde aber in dem aktuellen Test nicht überprüft.
Chinesische Online-Händler nehmen Produkte aus dem Handel
Das Unternehmen Shein erklärte gegenüber dem WDR, man habe die beanstandeten Produkte sofort aus dem Handel genommen. Ansonsten zog Shein die Ergebnisse von Stiftung Warentest in Zweifel. Bei drei Artikeln sei ein „international anerkanntes Prüflabor“ zu anderen Ergebnissen gekommen als die deutschen Tester. Man „freue“ sich darauf, die unterschiedlichen Testergebnisse mit der Stiftung Warentest zu diskutieren.
Temu teilte ebenfalls auf WDR-Anfrage mit, dass die betreffenden Produkte umgehend entfernt und die jeweiligen Verkäufer benachrichtigt wurden. Ein Sprecher verwies auf ein „umfassendes Qualitätssicherungssystem“. Auch Temu arbeite unter anderem mit unabhängigen Prüforganisationen zusammen, damit die angebotenen Produkte erforderliche Standards erfüllen.
Quellenangabe: WDR
-
Neuigkeitenvor 2 Tagen
Social Media-Verbot: Ministerpräsident Günther sieht Weg „in den Abgrund“
-
Neuigkeitenvor 5 Tagen
Apple: Smart Home-Hub muss auf neue Siri warten
-
Neuigkeitenvor 6 Tagen
Anker: Soundcore Boom Go 3i bereits als Schnäppchen
-
Neuigkeitenvor 6 Tagen
Ikea Kallsup: Bluetooth-Lautsprecher für kleine 5 Euro
-
Neuigkeitenvor 7 Tagen
Apple: Neuer HomePod mini verzögert sich weiter
-
Neuigkeitenvor 1 Woche
Google: Play Store warnt ab sofort vor Stromfresser-Apps
-
Neuigkeitenvor 1 Woche
Instant-Payments: Kommen iGaming-Anbieter mit der EU-Regel zurecht?
-
Neuigkeitenvor 1 Woche
Neue Alterskontrolle im App Store: Mehr als nur ein gesperrter Download