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Snapchat: EU-Kommisson leitet Verfahren wegen Altersprüfung ein
Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen den Instant-Messaging-Dienst eingeleitet, da das Alter der Nutzer nicht überprüft wird.
INHALTSVERZEICHNIS
Snapchat: Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen den Instant-Messaging-Dienst eingeleitet, da das Alter der Nutzer nicht überprüft wird. Die Europäische Kommission geht somit dem Verdacht nach, dass Kinder und Jugendliche nicht ausreichend an der Nutzung der Plattform gehindert werden.
Wie das Branchenportal Golem unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hat sich derselbe Verdacht bereits bei vier Pornoseiten bestätigt. Den Betreiber der Plattformen drohen Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes, sollte sich der Verdacht auch in der endgültigen Entscheidung bestätigen.
EU-Kommisson leitet Verfahren wegen Altersprüfung ein
Die Europäische Kommission untersucht zurzeit den Umstand, dass die Plattformen zwar durchaus das Alter ihrer Nutzer abfragen, dieses aber nicht weiter prüfen. Bei dem Instant-Messaging-Dienst Snapchat, der ein Mindestalter von 13 Jahren vorsieht und erst ab einem Alter von 17 Jahren alle Inhalte uneingeschränkt zur Verfügung stellt, vermutet die EU-Kommission, dass die Angabe des Geburtsdatums nicht genügt, um Kinder daran zu hindern, den Chatdienst zu nutzen.
Zudem wird eine Gefahr in der Möglichkeit gesehen, dass sich Erwachsene einfach als Jugendliche ausgeben und diese wiederum dazu verleiten können, sexuelle Bilder und Videos zu verschicken oder für kriminelle Aktivitäten anzuwerben. Auch seien über Snapchat Informationen über Produkte mit Altersbeschränkungen mühelos zugänglich, wie Drogen, Alkohol und Vapes für Jugendliche.
Snapchat will transparent mit der Kommission kooperieren
Die EU-Kommission will daher bei Snapchat besonders auf die Standardeinstellungen für Jugendliche und die Möglichkeiten achten, illegale Inhalte zu melden. Von Snapchat heißt es dazu, dass man transparent mit der Kommission kooperieren wolle und seit Jahren daran arbeite, die Sicherheitsstandards zu verbessern.
Die Europäische Union will Anfang 2027 eine selbstentwickelte App zur Altersüberprüfung einführen, mit der Nutzer ihr Geburtsdatum nachweisen können, ohne persönliche Daten mit den Plattformen teilen zu müssen. Diese Funktion soll es außerdem auch in der für Januar 2027 geplanten digitalen Ausweis-App geben.
Quellenangabe: Golem
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