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WhatsApp: So verdient der Messenger das große Geld
Der Messenger erwirtschaftet bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, doch wie macht der Mutterkonzern Meta das überhaupt?
INHALTSVERZEICHNIS
WhatsApp: Der Messenger erwirtschaftet bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, doch wie macht Meta das überhaupt? Eine berechtigte Frage, verzichtet WhatsApp doch auf einen massiven Einsatz von Werbung innerhalb der App. Die Messenger-App hat zurzeit mehr als 3 Milliarden monatlich aktive Nutzer. In Deutschland sollen es rund 44 bis 60 Millionen Menschen sein, die WhatsApp regelmäßig verwenden. Das entspricht einem Anteil von über 90 Prozent bei allen Internetnutzern.
Jeden Tag werden weltweit mehr als 100 Milliarden Nachrichten über die Plattform verschickt und über 200 Millionen Unternehmen nutzen die Business-Lösungen des Dienstes für ihren Kundenservice. Das alles kostet Meta sehr viel Geld, zumal die App permanent weiter entwickelt wird. Zurzeit ist zum Beispiel die neue Funktion „Scam Alert“ in Arbeit, die automatisch vor betrügerischen Nachrichten warnen soll.
WhatsApp erzielt Jahresumsatz von bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar
Meta ist kein Wohlfahrtsverein, muss und soll daher mit seinen Diensten auch Geld verdienen. Großflächige Werbung kommt bei dem Messenger nicht zum Einsatz, also muss der US-Konzern anders refinanzieren. In den Anfangsjahren, einige werden sich erinnern, war WhatsApp sogar kostenpflichtig. Nutzer mussten damals eine geringe Gebühr entrichten, wollten sie mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben.
Dann erfolgte im Jahr 2014 die Übernahme durch Facebook für rund 19 Milliarden US-Dollar. Das ist reichlich Geld, zumal der Betrag noch heutiger Kaufkraft bei rund 26,80 Milliarden US-Dollar liegen würde. WhatsApp ist seit der Übernahme komplett kostenlos, Meta streckt allerdings bereits Fühler aus: Doch ein klein wenig Werbung im Status, ein Plus-Abonnement ohne echten Mehrwert, der US-Konzern testet, was von den Nutzern akzeptiert wird und was nicht.
Meta hat Marktkapitalisierung von rund 1,50 Billionen US-Dollar
Das hat einen guten Grund, plant Meta mit dem Messenger doch sehr langfristig. Das US-Online-Unternehmen hat aktuell eine Marktkapitalisierung von rund 1,50 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich, Apple liegt bei 4,46 Billionen US-Dollar. Meta veröffentlich keine genauen Umsatzzahlen zu WhatsApp. Bekannt ist allerdings, dass die Nutzung von dem Messenger doch nicht ganz ohne User-Daten abläuft.
Der US-Konzern weiß daher, wer wann mit wem in Kontakt ist und kann nachvollziehen, welche Unternehmenskanäle man abonniert hat. Analysen dieser Daten fließen in die Business-Tools von WhatsApp ein. Genau hier findet sich dann auch die wesentliche Einnahmequelle von WhatsApp: Unternehmen. Firmen jeder Größe verwenden den Messenger für ihre Kommunikation mit Kunden, was sich Meta gut bezahlen lässt.
Chinesischer Messenger WeChat als Vorbild für Universal-App
Unternehmen haben bei WhatsApp for Business Zugriff auf leistungsstarke Werkzeuge, die für Werbezwecke, Kundenkontakt oder die direkte Kommunikation genutzt werden können. Meta spielt mit WhatsApp aber auch auf Zeit und hat langfristige Pläne. Während man in Mitteleuropa derzeit davon nicht allzu viel mitbekommt, zeigt sich beispielsweise in Indien wohin die Reise gehen soll. Dort kann man nämlich direkt in WhatsApp seine Bustickets kaufen und Sitzplatzreservierungen vornehmen.
Das zeigt Parallelen zu dem chinesischen Messenger WeChat, der sich schnell zu einer Universal-App entwickelt hat, mit der so gut wie alles erledigt werden kann: Zahlungen vornehmen, Essen bestellen, Taxis rufen, Online-Games zu zocken und vieles mehr ist in China bereits in nur einer App möglich. Nimmt Meta dies als Vorbild? Vermutlich ja, wird dabei jede Menge EU-Auflagen erfüllen müssen. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass eine solche Mega-App derart viel Geld einfahren könnte, dass Meta einen Weg finden wird, diese auf dem Markt zu etablieren.
Quellenangabe: AppGamers
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