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Apple TV: Europäische Rundfunkanbieter fordern Regulierung
Eine Koalition der größten europäischen Rundfunkanbieter fordert von der Europäischen Union Maßnahmen gegen Smart-TV-Plattformen.
INHALTSVERZEICHNIS
Apple TV: Eine Koalition der größten europäischen Rundfunkanbieter fordert von der Europäischen Union Maßnahmen gegen Smart-TV-Plattformen. Demnach sollen Dienste wie Apple TV sowie virtuelle Assistenten wie Siri unter die strengen Regeln des Digital Markets Act (DMA). Die Association of Commercial Television and Video on Demand Services in Europe (ACT), zu deren Mitgliedern unter anderem Disney, NBCUniversal, Paramount+ und Sky zählen, argumentiert laut einem Bericht von Reuters, dass diese Plattformen als sogenannte „Gatekeeper“ eingestuft werden sollten.
Als sogenannte Gatekeeper gelten laut DMA Dienste, die in der Europäischen Union mehr als 45 Millionen aktive Nutzer und eine Marktbewertung von über 75 Milliarden Euro haben. Die ACT beruft sich bei ihrer Forderung auf Marktdaten, die zeigen sollen, dass der Marktanteil von Android TV zwischen 2019 und 2024 von 16 auf 23 Prozent gestiegen sei, während Amazon Fire OS von 5 auf 12 Prozent zugelegt haben soll. Samsungs Tizen hält einen Anteil von 24 Prozent, der Marktanteil von Apple TV wird nicht explizit genannt.
Europäische Rundfunkanbieter fordern Regulierung von Smart-TV-Plattformen
Die Association of Commercial Television and Video on Demand Services in Europe setzt sich zudem dafür ein, dass virtuelle Assistenten wie Siri und Alexa unter den DMA fallen. Der Umstand, dass digitale Assistenten bislang nicht als Gatekeeper klassifiziert wurden, sei eine Lücke in der Regulierung. KI-Assistenten seien dadurch in der Lage, quasi als Gatekeeper für Medieninhalte auf Smartphones, Smart-Lautsprechern und Infotainment-Systemen in Fahrzeugen zu fungieren, ohne dabei den Verpflichtungen des DMA zu unterliegen.
Apple, Google, Amazon und Samsung haben sich bislang nicht zu dem Thema geäußert. Die EU-Kommission hat bereits Apples App Store, iOS und Safari als DMA-Gatekeeper eingestuft. Eine separate Prüfung zu Apple Maps und Apple Ads gab es ebenfalls, diese kam allerdings zu dem Ergebnis, dass die Dienste die Schwelle aufgrund geringer Nutzung in Europa nicht erreichen.
Association of Commercial Television and Video on Demand Services (ACT)
Die europäischen Rundfunkanbieter fordern die Kommission auf, den DMA auch auf Grundlage „qualitativer Kriterien“ anzuwenden, selbst wenn Plattformen die üblichen quantitativen Schwellenwerte nicht erreichen. Der DMA sieht tatsächlich vor, dass Unternehmen als Gatekeeper eingestuft werden können, auch wenn sie die numerischen Kriterien nicht erfüllen, aber andere Faktoren wie Größe, Netzwerkeffekte oder strukturelle Marktmerkmale eine solche Einstufung rechtfertigen.
Die Europäische Kommission könnte hier allerdings vorsichtig agieren, da qualitative Kriterien nicht griffig und vor Gericht leicht anfechtbar sind. Apple wird eine solche Einstufung sicherlich anfechten, insbesondere angesichts des vergleichsweise geringen Marktanteils von Apple TV. Ob dies auch für Siri gilt, bleibt offen, da Siri eng mit dem iPhone verbunden ist, das bereits als Gatekeeper-Plattform eingestuft wurde. Die Kommission wird voraussichtlich bis Ende April 2026 eine vorläufige Bewertung vorlegen. Sollte die EU den Forderungen nachkommen, hätte dies weitreichende Folgen für die Regulierung von Smart-TV-Plattformen und virtuellen Assistenten in Europa.
Quellenangabe: AppGamers
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