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Temu: Deutsche kaufen trotz bekannter Risiken
Billige Online-Shops aus China stehen bei den Deutschen hoch im Kurs, obwohl diese von den vielen Risiken sehr wohl wissen.
Temu: Billige Online-Shops aus China stehen bei den Deutschen hoch im Kurs, obwohl diese von den vielen Risiken sehr wohl wissen. Eine repräsentative Umfrage des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) zeigt, warum das so ist. Laut einer Pressemitteilung wurde nach den Gründen gefragt, was Plattformen wie Temu und Shein so attraktiv macht.
Vier von fünf oder auch 76,8 Prozent der Befragten wollte sich nicht äußern. Die jüngere Generation allerdings zeigte sich offener: 60,7 Prozent der Unter-30-Jährigen kaufen dort wegen der niedrigen Preise, Rabatte oder besonderen Angebote ein.
Deutsche kaufen trotz bekannter Risiken bei Temu und Shein
An der Civey-Umfrage nahmen 1.000 Kunden von Temu und Shein in Deutschland teil, die vor Weihnachten im Internet eingekauft haben. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 17. und 21. Dezember 2025. Produkte von chinesischen Online-Plattformen können eine geringere Qualität haben und oftmals Sicherheitsmängel oder Schadstoffe aufweisen.
Das hält viele Deutsche allerdings nicht davon ab, nach wie vor bei den Händlern einzukaufen. Und auch die kommende Zwangsabgabe in Höhe von 3 Euro wird daran vermutlich wenig ändern. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen die Gründe:
24,4 Prozent können aufgrund ihrer finanziellen Mittel nicht auf die Plattformen verzichten. „Der Spaß an der Schnäppchenjagd tritt in den Hintergrund. Immer mehr Menschen sehen aktuell keine andere Wahl, als den Gürtel enger zu schnallen und im Zweifel über Qualität und Image der Plattformen sowie der angebotenen Waren hinwegzusehen“, stellt Daniela Bleimaier fest.
40,2 Prozent der Kunden glauben den kritischen Medienberichten nicht.
53,5 Prozent vertrauen „darauf, selbst beurteilen zu können, ob ein Produkt sicher ist“, heißt es in der Mitteilung.
33 Prozent nutzen bewusst das Rückgaberecht. Besonders günstige Produkte werden getestet und bei Mängeln zurückgegeben.
„Wenn wir wirklich wollen, dass sicher und nachhaltig eingekauft wird, muss sich die wirtschaftliche Lage verbessern“, erklärt Alien Mulyk, Geschäftsführerin Public Affairs Europa & International beim bevh. „Es muss für die Menschen in unserem Land wieder eine wirkliche Option werden, sicher, nachhaltig und gut einzukaufen, statt nur gefährlichen Billigprodukten hinterherzulaufen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Quellenangabe: Chip
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