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Apple: Patreon muss Abo-Abrechnung im App Store anpassen
Apple verlangt von dem US-amerikanischen Social-Payment-Service-Anbieter grundlegende Änderung des Geschäftsmodells.
INHALTSVERZEICHNIS
Apple: Für den US-amerikanischen Social-Payment-Service-Anbieter Patreon wird die Luft um App Store des iPhone-Herstellers dünner. Apple verlangt eine grundlegende Änderung des Geschäftsmodell.
Demnach sollen bis spätestens 1. November 2026 alle verbliebenen Urheber, von Patreon als „Creator“ bezeichnet, ihre Abonnements innerhalb der iOS-App über das In-App-Kaufsystem des US-Konzerns abrechnen. Wird dem nicht Folge geleistet, kann die Entfernung der Anwendung aus dem App Store drohen.
Patreon muss Abo-Abrechnung im App Store anpassen
Der Payment-Service-Anbieter betont, dass eine solche Maßnahme nur rund 4 Prozent der Creator betreffen würde, und zwar diejenigen, die nach wie vor ältere Abrechnungsmodelle wie monatliche Sammelabrechnungen oder Vergütung pro veröffentlichtem Beitrag nutzen.
Urheber, die bereits mit klassischen Abo-Modellen arbeiten, wären von der Änderung nicht betroffen. Für Patreon hat die Androhung dennoch spürbare finanzielle Folgen, da Apple bei In-App-Abonnements im ersten Jahr bis zu 30 Prozent der Einnahmen einbehält. Anschließend reduziert sich die Provision auf 15 Prozent.
Apple setzt Payment-Service-Anbieter Pistole auf Brust
Die Entwicklung kommt nicht sonderlich überraschend, da Patreon bereits mehrfach auf geänderte Regeln im App Store reagieren musste. Der Rechtsstreit zwischen Apple und Epic hatte auch hier Folgen, nutzte der Social-Payment-Service-Anbieter doch nach dem maßgeblichen US-Gerichtsurteil im Mai 2025 die neuen, angepassten App Store-Regeln und ermöglichte es Urhebern, Zahlungen über Links innerhalb der App abzuwickeln.
Gleichzeitig erklärte das Unternehmen, dass die zuvor gesetzte Frist im November 2025 nicht länger gelte, wodurch Inhalteanbieter zusätzlichen Spielraum für ihre weitere Planung erhielten. Dem schiebt Apple nun einen Riegel vor und verlangt die komplette Umstellung bis November 2026.
Bezahlvorgang auch außerhalb von App Store möglich
Nutzer der iOS-App in den USA können allerdings auf Grundlage dieser Entscheidung weiterhin Abonnements ohne direkte Beteiligung von Apple abschließen. Dazu können sie das In-App-Kaufsystem bei dem Bezahlvorgang umgehen, indem sie eine Weiterleitung auf die Internetseite von Patreon einbauen. Apple musste eine entsprechende Möglichkeit inzwischen zähneknirschend auch in der Europäischen Union zulassen.
In der Praxis wird diese Option bislang jedoch kaum genutzt, da Apple auch für Käufe, die aus einer iOS-App heraus im Web abgeschlossen werden, weiterhin Gebühren erhebt. Parallel dazu führt Apple zunehmend komplexere Gebührenmodelle ein, deren Ausgestaltung insbesondere in der EU weiterhin umstritten ist.
Patreon kritisiert Apples Vorgehen mit deutlichen Worten
In einem Blogpost findet Patreon für das aktuelle Vorgehen von Apple deutliche Worte. „Wir widersprechen dieser Entscheidung ausdrücklich. Urheber brauchen Beständigkeit und Klarheit, um gesunde, langfristige Geschäftsmodelle aufbauen zu können“, schreibt das Unternehmen mit Blick auf die erneute Kursänderung. Es handele sich bereits um die dritte grundlegende Richtlinienänderung innerhalb von 18 Monaten, was für viele Inhalteanbieter erhebliche Unsicherheit geschaffen habe.
Zugleich verweist Patreon darauf, Apple mehrfach konkrete Alternativen vorgeschlagen zu haben: „Im Laufe der Jahre haben wir Apple mehrere Werkzeuge und Funktionen vorgeschlagen, mit denen Urheber mit älteren Abrechnungsmodellen in ihrem eigenen Tempo hätten wechseln können – mit zusätzlicher Unterstützung während des Übergangs. Leider hat Apple diese Vorschläge wiederholt abgelehnt.“
Quellenangabe: Golem
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