Neuigkeiten
Stop Killing Games: EU-Kommission will Rechtslage nicht ändern
EU-Kommission will nach der erfolgreichen Initiative für Computerspiele keine Änderungen an bestehender Rechtslage vornehmen.
INHALTSVERZEICHNIS
Stop Killing Games: Die EU-Kommission will nach der erfolgreichen Initiative für Computerspiele keine Änderungen an der Rechtslage vornehmen. Das kommt nicht sonderlich überraschend. Die Aktivisten hoffen daher auf das EU-Parlament. Die Europäische Kommission hat als Ergebnis einzig in Aussicht gestellt, sich mit Verbrauchern und Publishern über mögliche Verbesserungen austauschen zu wollen.
Die Bürgerinitiative entstand aus dem Projekt Stop Killing Games, das der YouTuber Ross Scott ins Leben gerufen und mittlerweile zu einer Lobbygruppe aufgebaut hat. Die Aktivisten wollen erreichen, dass Spielehersteller ihre Spiele nicht einfach unbrauchbar machen dürfen, wenn sie zum Beispiel benötigte Server abschalten.
Stop Killing Games prallt bei EU-Kommission wie erwartet ab
Der französische Publisher Ubisoft hatte sein MMO-Rennspiel The Crew im April 2025 abgeschaltet und damit vielen Spielern vor den Kopf gestoßen. In Frankreich läuft in dieser Sache inzwischen ein von Verbraucherschützern angestrengtes Verfahren gegen das Unternehmen.
Scott rief damals als emotionale Reaktion Stop Killing Games ins Leben und konnte sich darüber freuen, dass europaweit knapp 1,3 Millionen Menschen für die Bürgerinitiative unterschrieben hatte. Die EU-Kommission musste sich daher mit dem Thema auseinandersetzen und will sich nun mit Branchenvertretern und Gamern über „Möglichkeiten zur Verbesserung der Industriestandards“ austauschen.
Abschaltung von Rennspiel The Crew als Start der Initiative
„Wie es in der Branche üblich ist, hoffe ich, dass die Industrie den Spielergemeinschaften Gehör schenkt und sich auf bessere Auslaufregelungen einigt“, erklärt Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen. „Wir werden die notwendigen Schritte unternehmen, damit ein Dialog mit Vertretern der Verbraucher stattfinden kann.“
Die Kommission könne „zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine rechtliche Verpflichtung vorschlagen“, heißt es in der Mitteilung unter Verweis auf die „bestehende Rechte an geistigem Eigentum“ der Publisher. Darüber hinaus seien Publisher durch die EU-Verbraucherrechte verpflichtet, klar über Nutzungsbedingungen zu informieren und eventuell Kosten zu erstatten.
Spielebranche wehrt sich bisher gegen eine Verpflichtung
„Anbieter von Videospielen müssen Verbraucher fair behandeln, auch wenn sie beschließen, ein Spiel einzustellen“, sagt der für Recht und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Michael McGrath. „Wenn sie die Bereitstellung eines Spiels früher als vertraglich vereinbart oder früher als von den Verbrauchern vernünftigerweise erwartet eingestellt, sollten die Spieler eine angemessene Rückerstattung erhalten.“
Die Spielebranche wehrt sich bisher gegen eine Verpflichtung, Server für ältere Spiele am Laufen zu halten. Die Publisher argumentieren, eine solche gesetzliche Pflicht würde die Spiele deutlich teurer machen. Zudem fürchten sie, auch für eventuell von Privatnutzern betriebene Server weiter haftbar gemacht werden zu können.
Bürgerinitiative hofft auf Unterstützung von EU-Parlament
„Diese Entscheidung kommt nicht unerwartet“, teilte die Initiative auf X mit. „Aber wir waren darauf vorbereitet. Deshalb treiben wir gemeinsam mit dem Europaparlament die Aufnahme von Stop Killing Games in den Digital Fairness Act voran. Wir können auch ohne die Kommission und ihre Nichtentscheidung weitermachen.“
Die Aktivisten hatten bei einer Anhörung des Europaparlaments im April 2026 bereits Gelegenheit, ihre Forderungen vorzutragen. Das Parlament beschäftigte sich dann im Mai mit dem Thema, wobei Vertreter verschiedener Fraktionen ihre Unterstützung signalisierten, Regeln für den Erhalt von Computerspielen in den geplanten Digital Fairness Act zu übernehmen. Dabei betonten sie allerdings auch, dass zugleich auch die Interessen der Rechteinhaber gewahrt bleiben müssen.
Quellenangabe: Heise
-
Neuigkeitenvor 1 Tag
Apple: iOS 27 unterstützt Querformat bei weiteren Apps
-
Neuigkeitenvor 1 Tag
Commodore Callback 8020: Kluges Dumbphone mit WhatsApp
-
Neuigkeitenvor 2 Tagen
Großbritannien: Social-Media-Verbot für Kinder bis 16 Jahre
-
Neuigkeitenvor 3 Tagen
YouTube Premium: Preiserhöhung um bis zu 33,3 Prozent angekündigt
-
Neuigkeitenvor 6 Tagen
Apple: watchOS 27 läuft nicht auf Watch 8, Ultra 1 und SE 2
-
Neuigkeitenvor 6 Tagen
WhatsApp WM Ball versenden: so geht das richtig!
-
Neuigkeitenvor 6 Tagen
Apple: Siri AI unterstützt diese iPhones, iPads und Macs
-
Neuigkeitenvor 6 Tagen
Apple: Digital Markets Act verhindert Siri AI in Deutschland