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Kinderschutz: Experten und bitkom sind sich in vielen Punkten einig
Am 24. Juni 2026 hat die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ Empfehlungen veröffentlicht.
INHALTSVERZEICHNIS
Kinderschutz: Am 24. Juni 2026 hat die Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ Handlungsempfehlungen vorgelegt, die sich mit dem Thema Jugendmedienschutz auseinandersetzen.
Unter anderem äußerte sich hierzu Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder, der die Empfehlungen der Kommission in vielen Punkten unterstützt.
Braucht ein verlässlicher Jugendmedienschutz Verbote?
Dr. Bernhard Rohleder hat hierauf eine klare Antwort. Er spricht sich gegen pauschale Verbote aus und fordert einen „differenzierten Blick auf Schutz, Befähigung und Teilhabe“. Daher sei es richtig, dass es der Kommission nicht darum geht, Social-Media-Dienste zu verbieten. Ein risikobasierter Ansatz sei der bessere Weg. Daher müsse darauf geachtet werden, welche Risiken im Zusammenhang mit den verschiedenen Angeboten bestehen und welche Art von Schutz es dementsprechend braucht.
Zudem sei es wichtig, sich dem Thema auch auf internationaler Ebene zu widmen, da viele Anbieter ihren Sitz im europäischen Ausland haben. Und hier greifen keine nationalen Vorgaben.
So kann moderner Jugendschutz unterstützt werden
Um sicherzustellen, dass Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt besser geschützt werden, braucht es auch laut Rohleder eine verpflichtende Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und Unterricht, der sich unter anderem mit KI Kompetenzen auseinandersetzt.
Bei Bedarf sollte externes Fachpersonal eingebunden werden, um den Bereich der Medienbildung noch weiter zu unterstützen. Auf diese Weise soll eine „altersgerechte, begleitete Praxis“ entstehen.
Diskussionen rund um das Thema „Smartphoneverbot“
Aktuell diskutieren viele Entscheidungsträger und Betroffene darüber, wie sinnvoll ein bundesweites Smartphoneverbot an Schulen bis Klasse 7 wäre. Laut bitkom wären solche Ansätze nicht zielführend, da genau dieses Verbot für ein Ausbremsen der digitalen Gestaltung sorgen könnte.
Stattdessen brächte es Hilfe in Bezug auf die rechtssichere Umsetzung der bestehenden Regeln. Die Meinung, die Rohleder vertritt, ist auch hier klar: Nur mit einem Verbot ist es nicht möglich, den Herausforderungen, die mit digitalen Medien verbunden sind, erfolgreich entgegenzutreten. Er spricht sich dafür aus, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu unterstützen, um auf diese Weise die Basis für einen „selbstbewussten Umgang mit digitalen Angeboten“ zu schaffen.
Quellenangabe: Bitkom
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