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Digitales Zahlen: Deutsche wünschen sich europäische Angebote
Etwa die Hälfte der Verbraucher sieht es kritisch, dass die Stellung nicht-europäischer Anbieter für digitale Zahlungen derart stark ist.
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Finanzen: Für viele Menschen sind digitale Zahlungsoptionen, zum Beispiel an der Ladenkasse, selbstverständlich geworden. Und dass man seinen Freunden, die eben gerade für alle im Restaurant bezahlt haben, das Geld „eben kurz rüberschickt“, gehört für einige ebenfalls dazu. Allerdings kommen viele Anbieter dieser Dienste aus Ländern außerhalb Europas.
Mehr als 50 Prozent würden es begrüßen, wenn Europa nachzieht
Etwa die Hälfte der Verbraucher sieht es kritisch, dass die Stellung nicht-europäischer Anbieter für digitale Zahlungen derart stark ist. Sie wünschen sich mehr Alternativen. Diese Angaben sind das Ergebnis einer Umfrage, die unter 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde.
Im Zusammenhang mit der Einschätzung der aktuellen Situation bestehen teilweise auch Unterschiede in Bezug auf das Alter.
Vor allem ältere Verbraucher sehen Handlungsbedarf
56 Prozent der Befragten ab 65 Jahren sorgen sich aufgrund der starken Stellung außereuropäischer Zahlungsdienste. Etwas mehr als 60 Prozent würden sich mehr europäische Angebote wünschen. In der Altersgruppe zwischen 16 und 29 Jahren sind nur 37 Prozent besorgt, 51 Prozent wünschen sich mehr europäische Optionen.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst erklärt in diesem Zusammenhang, der Zahlungsverkehr sei „kritische digitale Infrastruktur“. Angebote aus Europa könnten „die digitale Souveränität, den Wettbewerb und die Auswahl für Verbraucherinnen und Verbraucher“ stärken.
Einige Verbraucher würden für europäische Angebote Kompromisse eingehen
Im Rahmen der Umfrage gaben 37 Prozent an, dass sie auch Abstriche beim Leistungsumfang hinnehmen würden, wenn sie dafür einen Zahlungsdienst aus Europa nutzen könnten. Allerdings zeigt sich auch hier ein Altersunterschied. Mit 30 Prozent sind die 16- bis 29-Jährigen weniger kompromissbereit als die Über-65-Jährigen.
Wintergerst sieht in europäischen Zahlungsdiensten durchaus ein großes Potenzial. Dennoch hält er fest, dass es den „Europa-Bonus“ „nicht um jeden Preis“ gibt. So sei es nach wie vor wichtig, im Zusammenhang mit Leistung und Funktion auf einem weltweiten Top-Niveau zu überzeugen.
Quellenangabe: Bitkom
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