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Wie direkt „darf“ man eigentlich nach Trinkgeld fragen?
Mittlerweile gehört sie bei vielen gastronomischen Angeboten zum Standard: die Frage danach, ob der Kunde Trinkgeld geben möchte.
INHALTSVERZEICHNIS
Mittlerweile gehört sie bei vielen gastronomischen Angeboten zum Standard: die Frage danach, ob der Kunde Trinkgeld geben möchte. Und wenn ja: Wie viel? Verbraucherschützer warnen aktuell davor, die vorgeschlagenen Prozentzeichen stärker hervorzuheben und ein „Ich möchte kein Trinkgeld geben!“ optisch weniger auffällig wirken zu lassen.
Alles muss gleich „prominent“ aussehen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband weist aktuell darauf hin, dass alle Möglichkeiten, die der Zahlende de facto hat, auch ohne Umwege und gleich einfach erreicht werden können. Große Darstellungen von Prozent-Angaben in Kombination mit kleinen Alternativen, bei denen kein Trinkgeld gegeben wird, wären in diesem Fall ein No-Go. Nicht nur, weil man sie leichter übersehen kann, sondern auch, weil die Optik der Maske die Kunden beeinflussen kann.
Eine Forsa-Erhebung zeigt, was die Kunden erwarten
Die Deutsche Presse-Agentur berichtet von einer Umfrage, die zeigte, dass 76 Prozent der Teilnehmer möchten, dass einfach zwischen „0 EUR“, einem eigenen Betrag und den Vorschlägen ausgesucht werden kann. Und über die Hälfte fühlt sich sogar unter Druck gesetzt, wenn manche Auswahloptionen besonders auffällig daherkommen.
Laut Gastronomieverband Dehoga bieten die entsprechenden Möglichkeiten allerdings Kunden, die nicht bar zahlen möchten, überhaupt erst die Chance, Trinkgeld zu geben.
Digitale Trinkgeldabfragen sind auch in anderen Ländern ein Thema
… zum Beispiel in den USA. In einer Studie, die vom Restaurantdienstleister Popmenu durchgeführt wurde, zeigte sich, dass 59 Prozent der Meinung sind, sie „müssten“ Trinkgeld geben, wenn eine entsprechende Meldung auf dem Display erscheint. (Zum Vergleich: In einer Umfrage einige Monate zuvor waren es noch 66 Prozent.)
Und vielleicht liegt es auch am Gewohnheitseffekt, dass immer mehr Kunden (42 Prozent) dazu bereit sind, die entsprechenden Abfragen wegzuklicken. 74 Prozent sind sogar der Meinung, dass Gastro-Betriebe mittlerweile eine höhere niedrigste Stufe als früher nutzen.
Zu guter Letzt zeigt die Tatsache, dass sich etwa ein Drittel bei eingeblendeten Empfehlungen für einen individuellen Betrag entscheidet, dass es vielen Menschen eben immer noch wichtig ist, selbstständig zu wählen, und sich nicht in ein Raster zwischen „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“ einsortieren zu lassen. Im Idealfall sorgt dann am Ende auch einfach nur ein Mix aus gutem Service und leckerem Essen dafür, dass Trinkgeld auch ohne konkretes Nachfragen gegeben wird.
Quellenangabe: AppGamers
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