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Wird die Kartenzahlung in Geschäften und Restaurants zur Pflicht?
Nur Bargeld oder nur Karte? Vielleicht beides? Oder auch PayPal? Geschäfte und Restaurants können darüber bislang selbst entscheiden.
INHALTSVERZEICHNIS
Nur Bargeld oder nur Karte? Vielleicht auch beides? Oder auch PayPal? In Deutschland können Geschäfte und Restaurants (zumindest jetzt noch) selbst entscheiden, welche Zahlungsmöglichkeiten sie anbieten. Genau das könnte sich allerdings im kommenden Jahr ändern. Das Bundesfinanzministerium plant aktuell neue Vorgaben für das Bezahlen vor Ort. Und diese dürften vor allem von denjenigen begrüßt werden, die es gewohnt sind, eher weniger Bargeld dabei zu haben.
Mindestens eine digitale Zahlungsmöglichkeit soll zur Verfügung stehen
Geschäfte, Restaurants und Dienstleister sollen, einem Bericht auf golem.de zufolge, in Zukunft neben Bargeld mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten… zumindest, wenn es nach dem Vorschlag des Bundesfinanzministeriums geht. Lars Klingbeil hat Eckpunkte vorgelegt, die derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden. Die Regelung soll, sofern sie denn durchgesetzt wird, für den Einzelhandel, die Gastronomie und das Dienstleistungsgewerbe gelten.
Dabei sollen die Unternehmen grundsätzlich selbst entscheiden dürfen, welches digitale Verfahren sie anbieten. Mindestbeträge für digitale Zahlungen oder zusätzliche Gebühren für Kundinnen und Kunden sind nicht geplant.
Keine Sorge! Bargeld soll weiterhin präsent bleiben
Die geplante Regelung bedeutet nicht, dass Bargeld aus Geschäften und Restaurants verschwinden wird. Sie bietet Kunden lediglich mehr Flexibilität, da es nun möglich ist, selbst zu entscheiden, ob eine Rechnung bar oder digital beglichen wird.
Ob sich für die Gewerbetreibenden etwas verändert, ist vom aktuellen Status-quo vor Ort abhängig. Da Euro-Banknoten und -Münzen gesetzliches Zahlungsmittel sind, besteht bis jetzt keine generelle Verpflichtung für Unternehmen, zum Beispiel auch die Option „Kartenzahlung“ anzubieten. Gleichzeitig gibt es bereits Betriebe, die ausschließlich digitale Zahlungen akzeptieren. Für sie dürfte sich nichts ändern.
Neue Regeln sollen 2027 kommen,… aber nicht für alle
Frei nach dem Motto „Keine Regel ohne Ausnahme“ gilt, dass unter anderem nichtkommerzielle Organisationen von der Verpflichtung ausgeschlossen werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel Amateur-Sportvereine und gemeinnützige Verbände.
Die Bundesregierung greift mit dem Vorhaben eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD auf. Der Gesetzentwurf soll noch 2026 ins Kabinett eingebracht werden. Wie „begeistert“ die Deutschen von den neuen Regelungen sein werden, bleibt abzuwarten. Immerhin gilt die Nation als sehr „bargeld-affin“.
Quellenangabe: Golem
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