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Präventionstag zeigt: Jugendliche sehen Social-Media-Verbot kritisch
Der Präventionstag in Offenbach zeigt, dass viele Jugendliche einem generellen Verbot von Social Media kritisch gegenüber stehen.
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Social Media: „Sollten Kinder und Jugendliche soziale Medien erst ab einem bestimmten Alter nutzen dürfen?“ Fragen wie diese scheinen aktuell präsenter denn je zu sein. Und unter anderem diskutiert man auch in Deutschland über ein mögliches Verbot.
Aber wie stehen eigentlich diejenigen dazu, die es direkt betrifft? Wie beurteilen Jugendliche selbst die möglichen Einschränkungen? Bei einem Präventionstag in Offenbach zeigte sich, wie die Hessenschau berichtet, ein differenziertes Bild.
Social Media gehört für viele Jugendliche zum Alltag
Zahlreiche Jugendliche stehen einem generellen Verbot von Social Media kritisch gegenüber. Immerhin dienen Soziale Netzwerke für sie vor allem dazu, mit Freunden in Kontakt zu bleiben, Videos auszutauschen und am Alltag anderer teilzuhaben. Damit ist das Smartphone nicht nur Unterhaltungsmedium, sondern auch ein wichtiges Kommunikationsmittel.
Gleichzeitig gibt es durchaus viele junge Menschen, die auch die negativen Seiten ihres eigenen Nutzerverhaltens wahrnehmen. Eine Schülerin berichtete beispielsweise, dass sie selbst bei den Hausaufgaben TikTok nebenher laufen lassen würde und sich ohne die Geräusche im Hintergrund kaum konzentrieren könne.
Sucht oder nicht? Allein die Bildschirmzeit ist nicht aussagekräftig
Wer mehrere Stunden am Smartphone verbringt, ist nicht zwangsläufig abhängig. Suchtberaterin Kim Schön vom Offenbacher Suchthilfezentrum Wildhof sieht vor allem den Kontrollverlust als entscheidendes Warnsignal. Problematisch werde es beispielsweise, wenn Jugendliche (trotz eigener Vorsätze) nicht aufhören können, zu scrollen, wegen der nächtlichen Handynutzung morgens nicht zur Schule kommen oder andere soziale Kontakte vernachlässigen.
Apropos „sozial“: Smartphones spielen unter anderem auch für Aktivitäten außerhalb der digitalen Welt eine Rolle. Jugendliche nutzen sie etwa, um Treffen zu organisieren oder ihren Standort mit Freunden zu teilen. Alles hat dann eben doch auch eine gute Seite.
Regulierung statt vollständiges Social-Media-Verbot?!
Die Gespräche, auf die unter anderem auch die Hessenschau in ihrem aktuellen Bericht verweist, zeigen: Einige Jugendliche wünschen sich statt eines Verbots besondere Schutzmaßnahmen. Diese könnten zum Beispiel in Form von zeitlichen Beschränkungen für einzelne Apps oder speziellen, sichereren Versionen sozialer Netzwerke für Minderjährige umgesetzt werden.
Und auch Suchtberaterin Schön spricht sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot aus. Stattdessen sieht sie die Plattformbetreiber in der Verantwortung.
Quellenangabe: Hessenschau
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