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Microsoft: Xbox streicht 3.200 Stellen und stößt Studios ab
Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma hat nach vielen Gerüchten einen Umbau der Gaming-Sparte des US-Konzerns angekündigt.
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Microsoft: Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma hat nach wochenlangen Gerüchten einen Radikalumbau der Gaming-Sparte des US-Konzerns angekündigt. Sharma wandte sich bei dem Online-Dienst X an alle Beschäftigten und erklärte, dass bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres etwa 3.200 Stellen abgebaut werden. 1.600 Arbeitsplätze entfallen bereits, womit die Entlassungswelle rund 15 Prozent der gesamten Xbox-Belegschaft betrifft.
Die Maßnahmen wirken sich auch auf bekannte Spiele-Studios aus: Compulsion Games und Double Fine sollen sich von Xbox lösen und als unabhängige Studios unter der bisherigen Führung weitermachen. Beide dürfen ihre Marken und Spielekataloge behalten und erhalten nach Angaben des Unternehmens finanzielle Unterstützung für ihre nächsten Projekte.
Xbox streicht 3.200 Stellen und stößt Entwicklungsstudios ab
Ninja Theory und Undead Labs hingegen sollen an neue Eigentümer verkauft werden, welche die Entwicklung von Senua und State of Decay 3 finanzieren und ausbauen sollen. Für Arkane in Frankreich würden zudem „strategische Optionen“ geprüft, zunächst im Rahmen der dort vorgeschriebenen Konsultationen mit dem Betriebsrat. Sharma bezeichnet die Maßnahmen als „den bedeutendsten Umbau in der Geschichte von Xbox“.
Die Entscheidungen seien „schmerzhaft“ und spiegelten „nicht das Talent oder die Hingabe“ der betroffenen Mitarbeiter wider. Zugleich macht sie deutlich, dass sie den Schritt für unumgänglich hält. Die Xbox-Chefin gibt als Gründe wirtschaftliche Probleme an. Das Geschäft sei „heute nicht gesund“, die Gewinnmargen lägen unter denen vergleichbarer Plattform- und Publisher-Unternehmen.
Microsoft XBox stellt für 2027 Rückkehr zu Wachstum in Aussicht
Game Pass, die Multiplattform-Strategie und der Ausbau des Spieleportfolios hätten zwar „einen bedeutenden Mehrwert geschaffen“, seien aber „nicht in dem Tempo gewachsen, das wir erwartet hatten“. Gleichzeitig stehe die Branche vor „der schwersten Hardware-Krise ihrer Geschichte“. Deshalb müsse Xbox „neu aufgestellt werden“. Die Sparmaßnahmen betreffen zudem auch die Unternehmensstruktur: Managementebenen sollen reduziert, Entscheidungswege verkürzt und externe Ausgaben gesenkt werden.
Außerdem werde Mojang künftig ebenso direkt an Sharma berichten wie King. Beide Studios seien inzwischen selbst zu Plattformen geworden und gehörten zu den größten Xbox-Geschäften nach monatlich aktiven Spielern. Trotz der tiefgreifenden Einschnitte betont Sharma, dass „keines unserer öffentlich angekündigten First-Party-Spiele oder Projekte“ eingestellt werde. Ziel sei kein kleineres, sondern ein stärker fokussiertes Xbox. Das Unternehmen wolle bereits in diesem Jahr ähnlich viel investieren wie bisher, künftig jedoch „mit größerem Fokus, größerer Disziplin und größerer Klarheit“. Für das Jahr 2027 stellt Sharma ausdrücklich eine Rückkehr zu Wachstum in Aussicht.
Quellenangabe: Golem
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