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ICS: Archivprojekt für digitale Spiele steht vor dem Aus
Die Internationale Computerspielesammlung wird nach Millionenförderung und jahrelanger Vorarbeit überraschend nicht weiter verfolgt.
INHALTSVERZEICHNIS
ICS: Die Internationale Computerspielesammlung wird nach Millionenförderung und jahrelanger Vorarbeit überraschend nicht weiter verfolgt. Wie das IT-Magazin Golem unter Berufung auf Gameswirtschaft berichtet, steht eines der ambitioniertesten Archivprojekte für digitale Spiele weltweit somit vor dem Aus. Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, ein zentrales Archivs für Computer- und Videospiele in Deutschland zu schaffen.
Die Internationale Computerspielesammlung (ICS) entstand aus einer Initiative mehrerer Einrichtungen, darunter die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), das Computerspielemuseum Berlin, das Digarec-Zentrum für Computerspielforschung der Universität Potsdam und die Stiftung Digitale Spielekultur.
Archivprojekt für digitale Spiele steht offenbar vor dem Aus
Der Branchenverband Game unterstützte das Vorhaben ebenfalls, bestand das Ziel doch darin, Games als Kulturgut langfristig zu bewahren und sie für Forschung, Wissenschaft und Medien zugänglich zu machen.
Das Projekt startete bereits im Jahr 2019 mit einer ersten Online-Datenbank, die Informationen zu fast 40.000 Games enthielt und damit laut der Betreiber die weltweit größte Sammlung ihrer Art war. In einer zweiten Phase sollten rund 60.000 Titel samt Datenträgern, Verpackungen, Handbüchern, Begleitmaterialien und Hardware systematisch erfasst und an einem Ort zusammengeführt werden.
Internationaler Computerspielesammlung (ICS) fehlen Geldmittel
Wie Gameswirtschaft berichtet standen für den Aufbau der Sammlung insgesamt 1,5 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung. 2023 wurde zudem eine gemeinnützige GmbH gegründet, um die organisatorischen Strukturen für die ICS aufzubauen. Die bis Ende April 2026 laufende Projektförderung reichte offenbar aber nicht aus, um eine dauerhaft finanzierte Institution zu schaffen.
Als Grund für das vorläufige Ende wird daher dann auch vor allem die fehlende Anschlussfinanzierung angegeben. Für die Games-Branche ist das ein empfindlicher Rückschlag: Gerade, weil viele ältere Spiele wegen Rechtefragen, veralteter Hardware oder abgeschalteter Onlinedienste kaum noch zugänglich sind, gilt die Bewahrung digitaler Spiele als besonders schwierig.
Quellenangabe: Golem
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