Facebook: WhatsApp AGB Änderung erhält Gegenwind

Unzulässiges Teilen von Daten zwischen WhatsApp und Facebook soll verhindert werden.

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Facebook: Hamburger Datenschützer eröffnet Verfahren. Mit der Maßnahme soll das unzulässige Teilen von Daten zwischen WhatsApp und Facebook verhindert werden. Eine Entscheidung soll bis Mitte Mai 2021 vorliegen. Das weltweit größte soziale Netzwerk hatte im Januar 2021 eine WhatsApp AGB Änderung angekündigt.

Damit soll offiziell erreicht werden, dass WhatsApp Nutzerdaten mit dem Mutterkonzern und anderen Apps wie Instagram teilen kann. Der Schritt sorgte weltweit für heftige Kontroversen und zugleich dafür, dass andere Messenger-Apps wie Telegram, Threema und Signal einen massiven Zuwachs der Nutzerzahlen verzeichnen konnten.

Hamburger Datenschützer eröffnet Verfahren gegen Facebook

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat nun ein Verfahren gegen Facebook im Zusammenhang mit den neuen WhatsApp-Nutzungsbedingungen auf den Weg gebracht. Ziel sei es laut einem Bericht von FAZ, dass das weltgrößte Internet-Netzwerk keine Daten von WhatsApp-Nutzern mehr erheben und zu eigenen Zwecken verarbeiten dürfe, teilte die Behörde mit, die in Deutschland für Facebook zuständig ist.

Geplant sei, vor dem 15. Mai 2021 zu einer Entscheidung in dem Dringlichkeitsverfahren auf Grundlage der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gegen Facebook in Irland zu kommen, um die Rechte und Freiheiten deutscher Nutzer zu schützen.

Marktmacht dürfe nicht missbräuchlich ausgenutzt werden

„WhatsApp wird in Deutschland mittlerweile von fast 60 Millionen Menschen genutzt und ist die mit Abstand meistgenutzte Social-Media-Anwendung noch vor Facebook“, sagte Caspar. Diese Marktmacht dürfe aber nicht missbräuchlich ausgenutzt werden.

Laut Caspar besteht Grund zu der Annahme, dass die Bestimmungen zum Teilen der Daten zwischen dem Messenger WhatsApp und dem Mutterkonzern Facebook unzulässig durchgesetzt werden. Der US-amerikanische Konzern wird im Rahmen einer Anhörung Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Ein WhatsApp-Sprecher verwies auf jüngste Änderungen, die klarer machten, wie Daten gesammelt und genutzt werden.

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