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Bitkom-Studie: Mehrheit der deutschen Firmen nutzt KI
Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass erstmals mehr als die Hälfte der Unternehmen hierzulande künstliche Intelligenz einsetzt.
INHALTSVERZEICHNIS
KI: Künstliche Intelligenz setzt ihren Siegeszug in der deutschen Wirtschaft fort. Nun zeigt eine aktuelle Bitkom-Studie, dass erstmals mehr als die Hälfte der Unternehmen hierzulande entsprechende Technologien einsetzt.
Einige Verantwortliche können die aktuellen Entwicklungen allerdings offensichtlich nicht zu 100 Prozent genießen. Trotz positiver Erfahrungen herrscht weiterhin Unsicherheit. Unter anderem sehen auch viele die europäischen Vorgaben zunehmend kritisch.
Ein Blick auf die letzten beiden Jahre: Was hat sich in Bezug auf KI verändert?
Die Umfrage, in deren Zusammenhang 603 Unternehmen befragt wurden, zeigt: Inzwischen nutzen 57 Prozent der Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten KI. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 36 Prozent, 2024 waren es lediglich 20 Prozent. Weitere 38 Prozent planen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz… oder beschäftigen sich zumindest damit.
Einige derjenigen, die KI nutzen, zeigen sich begeistert. Zwei Drittel der Anwender berichten von einer verbesserten Wettbewerbsposition. Knapp die Hälfte hat es geschafft, interne Abläufe deutlich zu beschleunigen, und 45 Prozent verzeichnen einen messbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg.
Aber: Das Potenzial, das KI bietet, bleibt häufig noch ungenutzt
Trotz der Begeisterung, die viele Unternehmen mit KI verbinden, bleibt eine gewisse Spur von Realismus. So gibt kein befragter KI-Anwender an, die Möglichkeiten der Technologie bereits vollständig auszuschöpfen. Gleichzeitig betrachten 80 Prozent KI überwiegend als Chance für das eigene Unternehmen. Inwieweit diese beiden Statements zueinanderpassen, muss wahrscheinlich jeder selbst für sich definieren.
Etwas pessimistischer (oder realistischer?) äußert sich eine andere Personengruppe. 34 Prozent sorgen sich darum, dass KI die Existenz ihres Unternehmens gefährden könnte. Unter den bisherigen Anwendern gibt zudem jeder dritte Betrieb an, KI vor allem deshalb einzusetzen, weil er andernfalls fürchtet, den Anschluss zu verlieren. Spielt also vielleicht auch eine gewisse Art von „Gruppenzwang“ eine Rolle?
AI Act: Viele fürchten einen hohen Aufwand
Eigentlich war es klar: Wer sich binnen Sekunden Texte und Bilder erstellen lässt, empfindet es wahrscheinlich als zu aufwendig, sich nun auch noch mit dem AI Act auseinandersetzen zu müssen. 37 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie unter die Vorgabe fallen. Weitere 34 Prozent prüfen dies derzeit. Und in einem ist man sich fast einig: Von diesen Unternehmen erwarten 89 Prozent einen hohen Aufwand bei der Umsetzung.
Insgesamt sind 66 Prozent der befragten Betriebe der Ansicht, dass der AI Act deutschen Unternehmen mehr Nachteile als Vorteile bringt. Aber wie so oft gilt: Wer sparen möchte, muss eben auch investieren. Oder von vornherein auf menschgemachte Qualität und keinen Slop aus der Maschine setzen.
Quellenangabe: Bitkom
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