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Google: EU-Kommission erzwingt schlechtere Suchergebnisse
Der US-Konzern warnt vor der größten Verringerung der Servicequalität in der 29-jährigen Geschichte seiner Suchmaschine.
INHALTSVERZEICHNIS
Google: Der US-Konzern warnt gegenüber Reuters vor der größten Verringerung der Servicequalität in der 29-jährigen Geschichte seiner Suchmaschine. Die Suchergebnisse würden demnach schlechter werden, und der europäische Digital Markets Act (DMA) sei an allem schuld.
Die EU-Kommission hatte Google im Juli 2026 mit einer Geldstrafe in Höhe von 460 Millionen Euro belegt und als Grund angeführt, dass die Suchmaschine eigene Angebote in den Kategorien Shopping, Hotels, Verkehr und Sport bevorzugt anzeigen würde. Das Unternehmen bekam zudem eine Frist von 60 Tagen gesetzt, um entsprechende Änderungen vorzunehmen. Sollten diese nicht erfolgen, drohen weitere Strafzahlungen.
EU-Kommission verhängt Geldstrafe von 460 Millionen Euro
Die Änderungen werden nun offenbar für Nutzer in der EU verteilt. Bei entsprechenden Suchanfragen soll künftig zunächst ein spezialisiertes Vergleichsportal prominent erscheinen, darunter folgen zwei weitere Dienste mit weniger Informationen. Vermittler wie Booking.com oder Expedia könnten also deutliche Vorteile erhalten.
Direkte Angebote von Hotels, Fluggesellschaften, Restaurants und anderen Unternehmen hingegen werden weniger prominent angezeigt. Das Ergebnis-Karussell wird ebenfalls modifiziert, Echtzeitpreise und weitere bisher direkt sichtbare Details sollen dort teilweise verschwinden.
Ergebnis-Karussell wird ebenfalls umfangreich umgestaltet
Google erklärt, dass die neuen EU-Vorgaben primär Vermittlern zugutekommen und sowohl Nutzer als auch lokale Unternehmen benachteiligen. Der US-Konzern argumentiert zudem, dass frühere Anpassungen aufgrund des DMA dafür verantwortlich seien, dass kostenlose direkte Buchungszugriffe auf europäische Unternehmenswebseiten um rund 30 Prozent zurückgegangen seien.
Die neue Darstellung habe man nach eigenen Angaben bereits mit Millionen Nutzern in Europa getestet. Die Reaktionen seien überwiegend negativ ausgefallen. Anwender hätten häufiger Suchanfragen neu formulieren müssen, um die gewünschten Informationen zu finden.
Weniger Informationen und Umwege über Vergleichsportale
Die Streitigkeiten sind alles andere als neu: Google hatte den Digital Markets Act bereits 2025 mit deutlichen Worten kritisiert und vor negativen Konsequenzen für Unternehmen und Nutzer in der EU gewarnt. In einem früheren Test hatte der Konzern in Deutschland, Belgien und Estland zeitweise nahezu alle erweiterten Hotelinformationen entfernt und stattdessen einfache Weblinks angezeigt.
Google stellt den aktuellen Umbau entsprechend als notwendige Reaktion auf die europäischen Vorgaben dar. Die EU verfolgt mit dem DMA dagegen das Ziel, die Marktmacht großer Plattformbetreiber einzuschränken und konkurrierenden Diensten bessere Chancen einzuräumen. Für EU-Nutzer sollte der Streit zunächst weniger direkte Informationen und mehr Umwege über Vergleichsportale bedeuten.
Quellenangabe: AppGamers
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