Wirtschaft
Netflix: Warner Bros. lehnt weiteres Angebot von Paramount ab
In der Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery (WBD) scheint sich eine Entscheidung zu Ungunsten von Paramount Skydance anzubahnen.
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Netflix: In der Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery (WBD) scheint sich eine Entscheidung zu Ungunsten von Paramount Skydance anzubahnen. Das Board of Directors hat sich einstimmig gegen das überarbeitete Übernahmeangebot von Paramount ausgesprochen. Die Entscheidung wird damit begründet, dass auch die nachgebesserte Offerte nicht im besten Interesse des Unternehmens und der Aktionäre sei.
Das Kaufangebot von Netflix hingegen wird als deutlich überlegen eingestuft. Auch die Bereitschaft von Larry Ellison, persönlich mit 40,4 Milliarden US-Dollar zu bürgen, scheint das WBD-Board nicht überzeugt zu haben.
Warner Bros. lehnt weiteres Angebot von Paramount ab
Der Vorsitzende des Boards, Samuel A. Di Piazza Jr., erklärte, dass das Angebot von Paramount in vielen relevanten Bereichen hinter dem Deal von Netflix zurückbleibe. Ein maßgeblicher Kritikpunkt ist die Finanzierung: Paramount Skydance plane den größten Leveraged Buyout der Geschichte, müsste für die Transaktion aber rund 94,65 Milliarden US-Dollar Kapital aufbringen, was in zusätzlichen Schulden in Höhe von mehr als 50 Milliarden US-Dollar resultieren würde.]
Da Paramount selbst nur eine Marktkapitalisierung von 14 Milliarden Dollar aufweist und ein Kreditrating im „Junk“-Bereich hat, sehe das WBD-Board massive Risiken, dass die Finanzierung platzen könnte.
Netflix Marktkapitalisierung bei 400 Milliarden US-Dollar
Ein Wechsel zu Paramount käme Warner Bros. Discovery zudem teuer zu stehen, da eine vertraglich geregelte Auflösungsgebühr in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar an Netflix gezahlt werden müsste. Zusammen mit weiteren Kosten für geplatzte Schuldentausche und Zinsen beliefen sich die Gesamtkosten auf rund 4,7 Milliarden US-Dollar.
Dies würde den potenziellen Nettoerlös aus einer Regulierungs-Ausfallgebühr, die Paramount zahlen müsste, von 5,8 Milliarden US-Dollar auf 1,1 Milliarden US-Dollar zusammenschmelzen lassen. Im Gegensatz dazu steht Netflix mit einer Marktkapitalisierung von rund 400 Milliarden US-Dollar und einem soliden Investment-Grade-Rating deutlich stabiler da.
Quellenangabe: Caschys Blog
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