Ratgeber
Apple Arcade oder Google Play Pass: Welches Spiele-Abo ist besser?
Ob Apple Arcade oder Google Play Pass das bessere Spiele-Abo ist, hängt in erster Linie vom verwendeten Ökosystem ab.
INHALTSVERZEICHNIS
Mobile Gaming: Ob Apple Arcade oder Google Play Pass das bessere Spiele-Abo ist, hängt in erster Linie vom verwendeten Ökosystem ab. Während Apple Arcade auf Apple-Geräte zugeschnitten ist, ist der Play Pass vor allem auf Android-Geräten zu Hause. Die Spiele-Abos sind allerdings nicht ausschließlich auf Smartphones und Tablets beschränkt: Apple Arcade unterstützt je nach Titel auch Mac, Apple TV und Apple Vision Pro, während ausgewählte Play-Pass-Spiele auch auf Windows-PCs verfügbar sind.
Google Play Pass im Vergleich deutlich günstiger
Preislich hat Google Play Pass die Nase vorn. Monatlich werden für das Spiele-Abo 4,99 Euro fällig, während Apple Arcade mit 6,99 Euro zu Buche schlägt. Im Jahresabo ist der Play Pass mit 29,99 Euro noch günstiger, während Apple für Arcade 49,99 Euro pro Jahr verlangt.
Fairerweise ist anzumerken, dass Apple Arcade auch in Apple One enthalten ist. Der Tarif für Einzelpersonen kostet 19,95 Euro monatlich und kombiniert Arcade mit Apple Music, Apple TV und iCloud-Speicher. Google hat kein vergleichbares Bundle, das mehrere Abos verbinden würde.
Apple Arcade punktet mit exklusiven Titeln
Bei der reinen Anzahl der verfügbaren Inhalte liegt Google Play Pass vor Apple Arcade. Mit mehr als 1.000 Titeln sind auf Android-Geräten deutlich mehr Apps abrufbar als bei Apple Arcade, das über 200 Spiele zur Verfügung stellt. Im Google Play Pass sind jedoch Apps zu finden, die keine Spiele sind.
Was für Apple Arcade spricht, sind exklusiv im Abo eingebundene Spiele. Sonic Dream Team, Angry Birds Bounce und Worms Across Worlds sind Ableger bekannter Marken, die bislang nicht auf anderen Plattformen erschienen sind. 2026 hält Apple weiter daran fest, Spiele exklusiv an Arcade zu koppeln.
Ein Beispiel ist das im Februar erschienene Retrocade, das Arcade-Klassikern wie Asteroids, Frogger und Space Invaders neues Leben einhaucht. Bestenlisten und Erfolge laden ein, den Highscore zu übertreffen. Im März 2026 erschien mit Oceanhorn 3: Legend of the Shadow Sea zudem ein neues Kapitel der bekannten Action-Adventure-Reihe exklusiv auf Apple Arcade. Im Laufe der Jahre wurden mehr als 80 Spiele exklusiv bei Apple Arcade veröffentlicht.
Dessen ungeachtet beinhaltet Google Play Pass qualitativ hochwertige Spiele. Zum Beispiel drei Rätselabenteuer der Professor-Layton-Reihe, die Level-5 herausgebracht hat. Final Fantasy VII ist als mobiler Port über den Play Pass spielbar. Auch für Rogue-likes ist gesorgt: Bei Dead Cells gilt es, ein Gewölbe zu erkunden und sich in 2D-Optik durch Monsterhorden zu kämpfen.
Children of Morta legt den Fokus ungewöhnlich stark auf seine Geschichte. Stardew Valley ist eine Farmsimulation, bei der ein Bauernhof aufzubauen ist. Bei Dredge besteht der Spielablauf darin, tagsüber Fische zu fangen und sich nachts zu ängstigen. Im Play Pass lässt sich Dredge mit DLC-Inhalten herunterladen, für die normalerweise ein Aufpreis zu zahlen wäre.
Wichtig zu erwähnen: Apple Arcade umfasst ebenfalls Dead Cells, Stardew Valley und Dredge. Neben exklusiven Titeln bietet Apples Spiele-Abo auch zahlreiche Spiele von Drittanbietern.
Nach ein paar Jahren verlassen Spiele das Abo-Portfolio. Layton’s Mystery Journey war etwa bis zum 17. Juli 2024 via Apple Arcade herunterzuladen. Online ist eine Liste aller Spiele einzusehen, die über Apple Arcade jemals verfügbar waren.
Keine Werbung und keine In-App-Käufe
Beiden Abonnements ist gemein, dass Mikrotransaktionen entfallen. Die in den Abos enthaltenen Versionen kommen ohne zusätzliche In-App-Käufe aus. Inhalte, die bei regulären Versionen teilweise separat angeboten werden, können je nach Titel bereits enthalten sein.
Bei einigen Apple-Arcade-Titeln weist ein Pluszeichen im Namen darauf hin, dass es sich um eine für Apple Arcade angebotene Version eines bereits im App Store verfügbaren Spiels handelt. Wie alle Spiele bei Apple Arcade kommen auch diese Versionen ohne Werbung und zusätzliche In-App-Käufe aus.
Andere Bereiche des mobilen Entertainments setzen ebenfalls auf einen kostenlosen Einstieg. So lassen sich bei erstklassigen Casino-Plattformen online beispielsweise Slots zunächst mit Spielgeld ausprobieren, ohne dafür ein monatliches Abonnement abzuschließen. Bei Echtgeldangeboten kommen dagegen andere Geschäftsmodelle zum Einsatz, die unter anderem Einzahlungen und Bonusangebote umfassen können.
Bei Apple Arcade und Google Play Pass bleibt das Kostenmodell übersichtlicher: Mit der monatlichen beziehungsweise jährlichen Abogebühr erhalten Nutzer Zugriff auf die enthaltenen Spiele, ohne während des Spielens ständig zu zusätzlichen Käufen aufgefordert zu werden.
DLC-Inhalte sind in den mobilen Spiele-Abos häufiger enthalten als etwa beim Xbox Game Pass, der normalerweise nur das Hauptspiel freigibt. Für Dead Cells sowie Dredge sind beispielsweise mehrere DLC-Inhalte erschienen. Dass diese im Abo inklusive sind, ist nicht selbstverständlich.
Auf unterschiedlichen Geräten nutzbar
Apple Arcade und Google Play Pass lassen sich auf verschiedenen Geräten nutzen. PowerWash Simulator, Vampire Survivors und Hunderte weiterer Spiele sind mit dem iPhone und iPad kompatibel. Manche Spiele sind auch mit Mac, Apple TV oder dem Vision-Headset zugänglich. Beim Play Pass wird nicht zwingend ein Android-Gerät vorausgesetzt. Auf Windows-PCs sind über 500 Titel aus dem Google-Abo verfügbar. Ähnlich wie bei Apple Arcade erfordern einige Apps jedoch ein mobiles Endgerät.
Abo per Familienfreigabe teilen
Sowohl Apple Arcade als auch Google Play Pass erlauben, Familienmitglieder einer Gruppe hinzuzufügen, um das Abo gemeinsam zu nutzen. Apple Arcade lässt sich ohne Aufpreis mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern teilen. Auch Google Play Pass lässt sich innerhalb einer Google-Familiengruppe teilen. Die Abos können dabei von den Familienmitgliedern unabhängig voneinander genutzt werden. Jedes Familienmitglied benötigt ein eigenes Apple- oder Google-Konto, auch die Speicherstände werden separat angelegt.
Kostenlos für einen Monat oder länger ausprobieren
Apple Arcade bietet Neukunden einen kostenlosen Probemonat. Beim Kauf eines qualifizierten neuen Apple-Geräts sind drei Monate enthalten. Google bietet für Play Pass ebenfalls immer wieder kostenlose Testzeiträume und Aktionen an, deren Dauer variieren kann. Bei unregelmäßiger Nutzung ist das Jahresabo trotz Ersparnis nicht zwingend günstiger. Wer das Abo nur für ein bestimmtes Spiel abschließt, sollte über den Einzelkauf nachdenken.
Wer hat gewonnen: Apple Arcade oder Google Play Pass?
Grundsätzlich sind beide Spiele-Abos zu empfehlen. Apple Arcade hat eine kuratierte Bibliothek, die regelmäßig um hochwertige Spiele erweitert wird. Zudem hat Arcade exklusive Titel, die bislang nicht auf anderen Plattformen erhältlich sind. Google Play Pass hat den umfangreicheren Katalog, ist aufgrund der großen Zahl an Spielen und Apps allerdings weniger stark kuratiert und schwieriger zu überblicken. Dafür liegt der Play Pass preislich vorn.
Quellenangabe: AppGamers
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