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Wenn Scrollen süchtig macht: EU will eingreifen
Nicht nur viele Teenager wissen, wie schwer es fällt, das Scrollen auf Social Media zu unterbrechen – die EU will das ändern.
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Jugendschutz: Nicht nur viele Teenager wissen, wie schwer es fällt, das Scrollen auf Social Media zu unterbrechen. Der Algorithmus zeigt immer wieder neue Bilder und Clips an, und einer scheint spannender als der vorherige zu sein. Und genau dieses „Phänomen“ ruft nun die Europäische Kommission auf den Plan.
Am letzten Freitag veröffentlichte sie eine Untersuchung inkl. der dazugehörigen vorläufigen Ergebnisse, aus denen hervorgeht, dass die Feeds so, wie sie gestaltet sind, gegen das Gesetz über digitale Dienste verstoßen könnten.
Warum fällt es so schwer, das Scrollen zu stoppen?
Die Kommission hat sich unter anderem mit der Frage, wie das Design von Instagram und Co. süchtig machen könnte, auseinandergesetzt. Hierbei ging es nicht nur um das Scrollen an sich, sondern auch um weitere Funktionen, wie zum Beispiel Autoplay-Mechanismen oder Push-Benachrichtigungen. Wenn dieser und weiterer Content so konzipiert wurde, dass er zu den eigenen Vorlieben passt, verleitet dies natürlich umso mehr dazu, am Ball zu bleiben.
Die Kommission kritisiert Meta insofern, als dass der Konzern nicht auf die Risiken einer langen Verweildauer hinweisen würde. Stattdessen würden die Nutzer immer wieder darin bestärkt, weiterzuscrollen.
Gegenmaßnahmen helfen nicht immer
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Zeitmanagement-Tools, die Meta mittlerweile eingeführt hat, seien leicht zu umgehen, und damit wenig wirksam.
Außerdem sei auch in Bezug auf die Jugendschutzeinstellungen noch viel Luft nach oben… vor allem deswegen, weil Eltern, die diese nutzen möchten, ein gewisses Grundverständnis von Technik haben müssten. Und dieses ist eben nicht immer vorhanden. Hinzu kommt, dass es selbst mit ausreichendem Know-how wichtig ist, Zeit in die Konfiguration der Tools zu investieren.
EU-Kommission fordert weitreichende Änderungen
Die EU-Kommission möchte umfassende Änderungen für Facebook und Instagram durchsetzen.
Sie fordert unter anderem die Einführung von Pausen, eine Deaktivierung von Features, die immer wieder zum Weiterscrollen verleiten, und eine Überarbeitung der Empfehlungssysteme.
Und Meta? Hier ist man offensichtlich anderer Meinung. Zudem habe man in der Vergangenheit bereits viel unternommen, um junge Nutzer zu schützen. Dieser Aspekt würde im Rahmen der jüngsten Kritik nicht berücksichtigt. Juristisch gilt, dass sich Meta nun verteidigen darf. Wenn dies nicht gelingt und sich die Vorwürfe bestätigen, droht eine hohe Geldbuße.
Quellenangabe: AppGefahren
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