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Weekline: Eleganter Wochenplaner für iOS verbessert Planung
Der deutsche Indie-Programmier Christopher Asche aus Gunzenhausen hat einen durchdachten Wochenplaner für iPhones entwickelt.
INHALTSVERZEICHNIS
Weekline: Der deutsche Indie-Programmier Christopher Asche aus Gunzenhausen hat einen durchdachten Wochenplaner für iPhones entwickelt. Weekline versteht sich dabei nicht als typische Verwaltung von ToDo-Listen, sondern als ein Planungs-Tool, das Aufgaben mit einer Gewichtung versieht. Asche hat sich damit einer Herausforderung angenommen, die wohl ein jeder kennt: Der Tag hat nur 24 Stunden und in diesen müssen eine Vielzahl von Dingen erledigt werden – und die sind oftmals halt unterschiedlich wichtig.
Behördengänge oder Arzttermine sollten unbedingt erledigt werden und auch für den obligatorischen Blumenstrauß zum Valentinstag gibt es keine Entschuldigung, sollte dieser vergessen oder zu spät überreicht werden. Der Anruf bei Schwiegermutter hingegen könnte für einige nun doch nicht ganz so relevant sein. Aufgaben haben also eine Gewichtung, Nutzer haben gewisse Prioritäten, und reguläre Kalender- oder Aufgaben-App bilden dies zumeist nur unzureichend ab. Weekline nimmt sich dem Thema an und bietet dazu unter anderem eine Linie im Tagesplan, die realistisch signalisiert, was noch reinpasst oder wann es langsam arg eng wird.
Weekline ist ein eleganter Wochenplaner für Apple iOS
Christopher Asche bedient sich einer kompakten Wochenansicht von Montag bis Sonntag. Nutzer können Aufgaben schnell und einfach Drag-and-Drop verschieben oder neu anordnen. Die Tageskapazität ist stets begrenzt, daher zeigt die iOS-App eine unrealistische Planung an, sobald die Summe der Aufgaben aus dem Rahmen fällt. Weekline geht auch bei unerledigten Aufgaben neue Wege und befördert diese nicht automatisch auf den nächsten Wochenstart. Damit hebt sich die App angenehm von ähnlichen Lösungen ab.
Offene Aufgaben werden vielmehr in den sogenannten „Week Edge“ verschoben, ein separater Bereich, und Nutzer können dann ganz bewusst entscheiden, ob sie die Aufgaben neu einplanen, mitnehmen oder verwerfen möchten. Diese bewusste Planung kann dafür sorgen, dass unerledigte Dinge nicht auf ewig im Kalender schmoren. Die Weekline-App unterstützt mehrere Home Screen-Widgets für Aufgaben, Kapazitäten und überladene Tage. Die kluge Software kennt acht Sprachen, speichert alle Daten lokal, und will von Benutzerkonto, Tracking oder Werbung nichts wissen.
Die Zeit ist begrenzt, die Linie zeigt, was wirklich noch passt
AppGamers hat sich mit dem Indie-Entwickler Christopher Asche über seine App unterhalten und zu einigen Fragen die unten stehenden Fragen erhalten.
Wie ist Weekline entstanden?
Ich habe selbst viele To-do-Apps ausprobiert. Das Erfassen von Aufgaben funktioniert bei den meisten hervorragend. Innerhalb kürzester Zeit hat man eine beeindruckend lange Liste – nur leider noch keine realistische Woche.
Mir hat immer der Blick darauf gefehlt, wie viel ich mir für einen einzelnen Tag eigentlich gerade vornehme. Fünf kleine Dinge können vollkommen in Ordnung sein. Fünf große Aufgaben eben nicht. In einer normalen Liste sieht beides zunächst fast gleich aus.
Aus diesem Gedanken entstand die erste Version von Weekline: Aufgaben bekommen ein einfaches Gewicht, Tage eine sichtbare Kapazität. Keine komplizierte Berechnung, sondern ein schneller Blick darauf, was tatsächlich noch passt.
Die ersten Tester waren ganz klassisch meine Familie. Das war anfangs natürlich praktisch, weil der Weg für Rückfragen und ehrliche Kritik ziemlich kurz war. Inzwischen ist Weekline dort aber wirklich fest im Einsatz – nicht mehr, weil es eben meine App ist, sondern weil sie im Alltag hilft.
Und auch bei mir selbst ist sie längst mehr als nur das Projekt, an dem ich entwickle. Ich plane meine eigene Woche damit und merke dabei regelmäßig, wo etwas noch nicht gut genug funktioniert oder unnötig kompliziert ist. Das ist wahrscheinlich der ehrlichste Produkttest, den ich haben kann.
Was macht Weekline bewusst anders?
Weekline soll keine große Produktivitätsplattform und kein Projektmanagement-Tool werden.
Es gibt keine Projekte mit unzähligen Ebenen, keine Teams, keine Dashboards (bis auf eine kleine Grafik am Wochenübergang So->Mo) und keine komplizierte Einrichtung. Man öffnet die App, sieht seine Woche und kann anfangen zu planen.
Dazu gehören auch ein paar bewusste Entscheidungen: kein Account, keine Anmeldung und kein Abonnement. Die persönlichen Aufgaben werden nicht analysiert oder für Werbung verwendet. Weekline soll sich wie ein privates Werkzeug anfühlen und nicht wie ein weiterer Dienst, bei dem man sich erst registrieren und ein System einrichten muss.
Neue Funktionen sollen dazukommen, aber sie müssen zum Kern passen. Weekline darf wachsen, ohne aber dabei seine Einfachheit zu verlieren.
Was kann die ToDo-App bereits heute?
Im Mittelpunkt steht die komplette Woche. Aufgaben lassen sich den einzelnen Tagen zuordnen, gewichten und per Drag-and-drop verschieben.
Die Kapazitätslinie zeigt dabei direkt, wann ein Tag voll wird. Am Ende der Woche hilft der sogenannte Week Edge außerdem dabei, bewusst zu entscheiden, was mit offenen Aufgaben passiert, statt sie einfach unbemerkt immer weiter mitzuschleppen.
Weekline ist bewusst visuell und direkt. Im besten Fall braucht es keine lange Einführung: Man sieht die Woche, sieht die Linie und versteht ziemlich schnell, wo man sich gerade zu viel vorgenommen hat.
Week Rollover / Wochenübergang
Der Wechsel in eine neue Woche ist in Weekline kein stiller Reset. Eine kurze Rückschau zeigt, wie viel geplant und erledigt wurde, was offen geblieben ist und an welchen Tagen die Planung über der eigenen Kapazität lag – nicht als Bewertung, sondern als ehrlicher Blick auf die vergangene Woche.
Week Edge
Offene Aufgaben werden dabei nicht einfach unbemerkt in die nächste Woche geschoben. Am Week Edge kann man sie noch einmal bewusst durchgehen und entscheiden, was neu eingeplant wird und was vielleicht doch nicht mehr wichtig genug ist.
Wie geht es mit Weekline weiter?
Der Import aus Apple Erinnerungen wurde vor wenigen Tagen umgesetzt: Schnell per Siri Aufgaben hinzufügen, direkt in Weekline importieren, das funktioniert wirklich toll.
Für September ist außerdem die Synchronisierung über iCloud geplant, eine viel größere Sache als zunächst angenommen. Man könnte meinen das wäre „Standard“ im Apple-Ökosystem, ist aber doch relativ komplex. Damit wird die Grundlage dafür geschaffen, Weekline anschließend auch auf das iPad zu bringen. Eine mögliche Mac-Version wird ebenfalls geprüft, ist aktuell aber noch kein festes Versprechen.
Daneben schaue ich mir immer wieder an, ob Kalenderkontext künftig helfen kann, die tatsächliche Auslastung eines Tages noch besser einzuschätzen. Ein Tag mit vielen Terminen hat schließlich eine andere freie Kapazität als ein komplett leerer Tag.
Auch weitere Kapazitätsmodelle werden evaluiert. Das jetzige System soll bewusst leicht verständlich bleiben, könnte aber später flexibler auf unterschiedliche Arbeitsweisen oder Tagesabläufe reagieren.
Es gibt also noch viele Ideen. Bei jeder davon gilt aber dieselbe Frage: Hilft sie dabei, eine realistische Woche zu planen, ohne Weekline unnötig kompliziert zu machen?
Persönlicher Hintergrund
Weekline ist ein unabhängiges Projekt, das ich selbst entwickle und gestalte. Dadurch kann ich viele Entscheidungen sehr direkt treffen und schnell auf Rückmeldungen reagieren.
Gleichzeitig ist genau das manchmal die Herausforderung: Als Entwickler sieht man überall Möglichkeiten für neue Funktionen, man wäre ja fast schon versucht noch viel mehr zu implementieren. Bei Weekline gehört deshalb auch das bewusste Weglassen zur Produktentwicklung.
Der Kern soll erhalten bleiben: Aufgaben haben ein Gewicht. Tage haben eine Kapazität. Die Linie zeigt, was wirklich noch passt.
Weekline wird als Testversion kostenlos im App Store von Apple angeboten. Interessierte Nutzer können die App derart in Ruhe kennenlernen und dazu bis zu 30 Aufgaben anlegen. Die dauerhafte Freischaltung kostet dann einmalig 3,99 Euro. Asche verzichtet bewusst auf Abonnements oder zusätzliche In-App-Käufe, womit der Preis definitiv in Ordnung geht. Die alternative ToDo-App aus Deutschland kann zurzeit ausschließlich auf Apple iPhones installiert werden. Dazu sind einzig iOS 17.0 aufwärts und knapp 17 MB freier Speicherplatz nötig.
Als Fazit hinterlässt Weekline bereits in der vorliegenden Version einen ungemein ausgereiften Eindruck und nimmt sich einem Thema an, das viele Nutzer täglich vor Herausforderungen stellt: Wie nur die vielen Aufgaben allesamt in einen Tag unterbringen? Weekline ist somit eine von diesen überraschenden iPhone-Apps, von denen keiner wusste, dass er sie braucht, und sich alle freuen, dass es sie endlich gibt. Weitere Informationen zu dem Wochenplaner können auf der offiziellen Internetseite von Asche nachgelesen werden.
Quellenangabe: AppGamers
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