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Android-Geräte sollen in Venezuela vor Erdbeben gewarnt haben
Dass Android-Geräte in der Lage sind, Erdbeben zu erkennen und entsprechend zu warnen, ist nicht neu – und hat sich jetzt ausgezahlt.
Google: Dass Android-Geräte dazu in der Lage sind, Erdbeben zu erkennen und entsprechend zu warnen, ist nicht neu. Nun wurde ein Bericht in der New York Times veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass genau das auch in Venezuela bei mehr als 11 Millionen Nutzern geklappt haben soll.
Ob hierdurch letztendlich Leben gerettet wurden, lässt sich natürlich nicht zu 100 Prozent sagen, 11,4 Millionen Menschen erhielten eine Warnung auf ihr Smartphone.
Diese soll vor und während des Erdbebens versendet worden sein. Diese Angaben zieht die New York Times direkt von Google. Die Sensoren, die in den verschiedenen Geräten verbaut wurden, sollen die Erschütterungen, die das Erdbeben verursacht hat, schon drei Sekunden nach deren Entstehen erkannt haben.
Sechs Sekunden danach seien die Meldungen zuerst an das Gebiet geschickt worden, in dem das Erdbeben am stärksten war. Darauf folgte ein größeres Areal.
Das Warnsystem von Android ist nicht neu
Google hat sein Android Warnsystem schon vor etwa sechs Jahren vorgestellt. Und interessanterweise brauchte es schon damals keinen kompletten Umbau der Geräte. Das System basiert stattdessen auf Sensoren, die ohnehin in den Geräten eingebaut sind. Werden diese Erschütterungen, die durch ein Erdbeben verursacht werden können, erkannt, schickt das Smartphone eine Nachricht mit den entsprechenden Informationen an die Server.
Kommen dann genug dieser Nachrichten zusammen, werden Warnungen an die Geräte geschickt, die gerade im betroffenen Gebiet sind. Die Distanz zum Epizentrum spielt hier eine wichtige Rolle. Dies zeigt sich darin, dass gerade die Menschen, die sich etwas weiter weg befinden, im Idealfall noch ausreichend Zeit haben, um sich zu schützen.
Zum Hintergrund
Venezuela wurde am letzten Mittwoch von zwei Erdbeben erschüttert. Diese erreichten Werte von 7,2 und 7,5 auf der Richterskala. Im Laufe der Zeit stieg die Anzahl der Todesopfer immer weiter an.
Mehr als 45.000 Menschen gelten als vermisst. Zudem brauchen viele Bewohner dringend humanitäre Hilfe und haben Schutz in Notunterkünften gefunden. Auch die Kritik an der Politik wird immer lauter. Viele Betroffene fühlen sich alleingelassen.
Quellenangabe: Heise
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