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Freifahren: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) reagieren auf Schwarzfahrer-App
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich zu der Schwarzfahrer-App geäußert, mit der Berliner Ticketkontrollen umgehend können.
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Freifahren: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich zu der Schwarzfahrer-App geäußert, mit der Berliner Ticketkontrollen umgehend können. Warnen und gewarnt werden, die Anwendung von Indie-Entwickler Johan Trieloff soll mehr als 55.000 regelmäßige Nutzer verfügen. Diese sollen täglich bis zu 1.000 Warnungen vor Ticketkontrolleuren eingeben. Personen ohne Ticket, also Schwarzfahrer, können diese Linie dann meiden.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) halten die App und ihre Nutzer allerdings für unsolidarisch: „Wer gezielt dazu beiträgt, das Fahren ohne gültigen Fahrausweis zu erleichtern, unterstützt aus Sicht der BVG ein unsolidarisches Verhalten, das zu Lasten unserer vielen ehrlichen Fahrgäste geht und einen hohen wirtschaftlichen Schaden verursacht“, erklärte das Unternehmen.
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) reagieren auf Schwarzfahrer-App
Wie Entwickler Trieloff gegenüber der Taz erklärte, sei die Idee zu der Softwarelösung entstanden, nachdem er von den Tausenden Menschen gelesen habe, die jedes Jahr in einem deutschen Gefängnis säßen, weil sie ohne Ticket im Nahverkehr gefahren seien. „Das sind meist Menschen, die unter sehr prekären Umständen leben und in deren Leben viel schief gelaufen ist.“ Eigentlich sollte der Staat diesen Menschen helfen. „Stattdessen errichtet er ein Kontrollregime im Nahverkehr, mit dem sie aktiv gejagt werden.“
In Deutschland ist das Fahren ohne Fahrschein ein Straftatbestand, der zur Inhaftierung führen kann, wenn Schwarzfahrer regelmäßig ohne Ticket erwischt werden oder das sogenannte erhöhte Beförderungsentgelt nicht begleichen konnten.
Freifahren soll bereits mehr als 55.000 regelmäßige Nutzer haben
Das erhöhte Beförderungsentgelt beträgt zumeist 60 Euro und wird nicht grundlos erhoben: Die BVG beziffert den jährlichen wirtschaftlichen Schaden durch Fahrten ohne Fahrausweis auf 20 bis 25 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens gibt es keine Hinweise darauf, dass weniger Menschen ohne Ticket erwischt werden, weil sie durch die App gewarnt worden seien.
Der ganze Hype um die Anwendung könnte sich daher zeitnah wieder in Luft auflösen. Bis es soweit ist, versucht es Trieloff mit einem Spagat: Wer das Angebot öffnet, muss versichern, selbst einen gültigen Fahrschein zu besitzen und das Angebot nicht während der Fahrt zu nutzen. Das ist natürlich Unfug, zumal der Dienst auch als „Blitzer-App für Öffis“ beworben wird.
Quellenangabe: AppGamers
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