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Einweg-E-Zigaretten: Kunterbunt und schlecht für die Umwelt
Vapes kommen in bunten Farben daher und locken mit kreativen Geschmacksrichtungen sowie recht günstigen Preisen.
INHALTSVERZEICHNIS
Einweg-E-Zigaretten: Vapes kommen in bunten Farben daher und locken mit kreativen Geschmacksrichtungen und günstigen Preisen im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten. E-Zigaretten können allerdings ebenfalls der Gesundheit schaden und belasten zudem bei Produktion und Entsorgung massiv die Umwelt. Die Europäische Union plant daher ein Verbot, das noch im laufenden Jahr in Kraft treten soll.
Das hat einen guten Grund, handelt es sich bei den Einweg-E-Zigaretten doch im typischen Wegwerfartikel, die zudem mit elektronischen Bestandteilen und einer Batterie ausgestattet sind. Für die Natur kann der kurzlebige Genuss daher schwerwiegende Folgen haben.
Einweg-E-Zigaretten sollen noch 2026 europaweit verboten werden
E-Zigaretten werden mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben, diese sind allerdings fest verbaut und können somit nicht ausgewechselt werden. Das in den Batterien verbaute Lithium-Kobaltoxid ist eine begrenzte Rohstoffressource und steht, weil es unter problematischen Bedingungen (verschmutztes Grundwasser) gewonnen wird, immer wieder in der Kritik.
Aus Umweltsicht macht es wenig Sinn, eben diesen knappen Rohstoff in einem Einweg-Lifestyle-Produkt zu verwenden. Kritiker geben außerdem zu denken, dass es auch langlebige Verdampfer zum Nachfüllen und Wiederaufladen gibt und der Rohstoff anderswo deutlich besser eingesetzt werden könnte, zum Beispiel in den Akkus von Elektrofahrrädern.
Einweg-E-Zigaretten werden in der Regel nicht fachgerecht entsorgt
Einweg-E-Zigaretten werden in der Regel nicht richtig entsorgt. Aufgrund ihrer elektronischen Bausteile gehören sie nicht in den Hausmüll, sondern in den Elektroschrott. Im regulären Restmüll belasten sie diesen unnötig mit Schadstoffen und die verbauten wertvollen Ressourcen gehen unwiederbringlich verloren. Das fachgerechte Recycling des begehrten Lithium-Kobaltoxid wäre aufgrund der hohen Nachfrage außerdem besonders wichtig.
Werden die Einweg-Vapes achtlos weggeworfen, ist das Problem noch wesentlich größer. Giftige Stoffe wie Lithium, Nikotin und Aromen gelangen dann in die Umwelt und schaden dort Pflanzen und Tieren. Das Grundwasser ist ebenfalls gefährdet. Sind die Hüllen der Vapes aus Kunststoff, verbleibt dieser als Mikroplastik im natürlichen Kreislauf.
In Belgien und Frankreich sind Einweg-E-Zigaretten bereits verboten
Eine geplante EU-Verordnung sieht daher vor, dass die Wegwerf-Vapes bis Ende 2026 in der gesamten Europäischen Union vom Markt genommen werden müssen. In Belgien und Frankreich sind die Einweg-E-Zigaretten schon heute verboten. In Großbritannien gilt der Verkaufsstopp seit 1. Juni 2025.
In Deutschland hat das Bundesumweltministerium im Mai 2024 eine Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) ausgearbeitet, sodass Verbraucher die elektronischen Einweg-Zigaretten an allen Verkaufsstellen zurückgeben können sollen. Doch der Bundesrat hat sich Ende November 2024 für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten auch in Deutschland ausgesprochen. Die Bundesländer haben mehrheitlich für eine entsprechende Änderung der Novelle des Gesetzes gestimmt.
Quellenangabe: Verbraucherzentrale Hamburg
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