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Lieferdienste: Die Deutschen stürmen die Online-Supermärkte
Die Deutschen bestellen zunehmend Produkte des täglichen Bedarf im Internet und lassen sich diese bequem nach Hause liefern.
INHALTSVERZEICHNIS
Lieferdienste: Die Deutschen bestellen zunehmend Produkte des täglichen Bedarf im Internet und lassen sich diese nach Hause liefern. Picnic, quasi ein Supermarkt auf Rädern, ist dabei nur einer der zahlreichen Anbieter. „Momentan bieten wir knapp über 12.000 Produkte. Darunter Schreibwaren, Deko-Artikel, Drogerie, verschiedene Lebensmittel“, erklärte Merve Tas, die den Standort in Düren leitet, gegenüber Tagesschau.
Die Kunden seien zumeist Familien, die keine wertvolle Zeit im Supermarkt vor Ort verschwenden möchte oder ältere Menschen, die sich nicht mehr dazu in der Lage fühlen, alleine einkaufen zu gehen.
Die Deutschen stürmen die Online-Supermärkte
Das Bestellen von Lebensmitteln im Internet wird im Allgemeinen seit Jahre immer beliebter. Das Handelsforschungsinstitut IFH Köln will ermittelt haben, dass das Bestellvolumen 2025 um mehr als 10 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr zunahm.
Die Branche würde damit mehr als doppelt so schnell wachsen wie der gesamte deutsche Onlinehandel. Das starke Wachstum erklärt sich auch dadurch, dass Online-Umsätze und der Online-Marktanteil bislang vergleichsweise gering sind. Während Elektronik und Mode als gesättigte Onlinemärkte gelten, steckt der digitale Lebensmittelhandel noch in den Anfängen.
Lieferdienste für Lebensmittel ein Wachstumsmarkt
„Der Lebensmittelhandel ist im E-Commerce eine klassische Nachzüglerbranche. Der Onlineanteil liegt mit knapp drei Prozent deutlich niedriger als in allen anderen Kategorien; im Nonfood-Bereich liegt er durchschnittlich bei knapp 20 Prozent.
Zwar wächst der Onlinehandel mit Lebensmitteln dynamischer als in vielen anderen Kategorien, allerdings von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau aus“, erklärt IFH-Geschäftsführer, Kai Hudetz. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) sieht ebenfalls Bewegung in einem bislang stabilen Markt.
Knuspr und Picnic verfügen über Kapital und Ausdauer
„Deutschland hat ein sehr leistungsfähiges Netz von Lebensmittelmärkten. Es ist schwer, die Menschen da herauszubekommen“, sagt Verbandssprecher Frank Düssler. Lebensmittel seien die letzte Bastion des stationären Handels, die noch wachse. „Die Online-Konkurrenz ist auf dem Weg, auch diese Branche ins Internet zu verlagern.“
Erste Anlaufversuche in punkto Online-Supermarkt wie Amazon Fresh seien gescheitert. Das kann an einem Mangel an Ausdauer gelegen haben, über die neue Anbieter wie Knuspr und Picnic verfügen. Der Nettoumsatz mit Lebensmitteln lag 2025 erstmals deutlich über sechs Milliarden Euro.
Online-Supermarkt Picnic verdrängt bereits Rewe
Laut dem Marktforscher NIQ liegt Rewe 2025 vor dem reinen Online-Supermarkt Picnic auf dem ersten Platz. In den Zahlen der Supermarktkette sind allerdings auch Umsätze aus Click & Collect enthalten. Kunden bestellen online und holen die Ware in der Filiale ab. Berücksichtigt man ausschließlich Lieferungen nach Hause, ist Picnic inzwischen Spitzenreiter.
Das Unternehmen, an dem Edeka beteiligt ist, konnte 2025 nach eigenen Angaben um mehr als 30 Prozent zulegen. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 605 Millionen Euro. Beliefert werden mehr als eine Million Kundinnen und Kunden in mehr als 250 Städten.
Weitere Anbieter wie Flaschenpost, Flink und Knuspr
Zu den weiteren großen Anbietern auf dem Markt zählen außerdem Flaschenpost, Flink und Knuspr, das in Partnerschaft mit Amazon liefert. Hauptargumente für den digitalen Einkauf sind Bequemlichkeit, Zeitersparnis und die Lieferung bis vor die Wohnungstür. „Onlinehandel ist inzwischen für nahezu alle Bevölkerungsgruppen Normalität.
Im Lebensmittelbereich wird die Bereitschaft, online einzukaufen zumeist über das Angebot bestimmt. Kein Lebensmittellieferdienst ist in allen Regionen verfügbar, viele sind stark regional fokussiert. Anbieter fokussieren sich häufig auf Großstädte, daher ist dort auch der Onlineanteil höher“, sagt IFH-Geschäftsführer, Kai Hudetz.
Mindestbestellwert und Liefergebühren beachten
Picnic hat einen Mindestbestellwert von 45 Euro und liefert dann kostenlos. Bei Rewe gibt es einen Tag mit kostenfreier Lieferung pro Woche. An den übrigen Tagen kostet die Zustellung bis zu 4,90 Euro, ab einem Bestellwert von 120 Euro ist sie kostenlos. Lieferzeiten werden in Abhängigkeit von der Nachfrage meist für die kommenden Tage angeboten, bei Rewe teilweise noch für denselben Tag. Beide Anbieter betonen, dass die Preise denen im Supermarkt entsprechen.
Die WDR-Servicezeit hat das im vergangenen Jahr getestet: Die Tester stellten einen Warenkorb zusammen und kauften im normalen Supermarkt Artikel für insgesamt 32,17 Euro. Dieselben Produkte kosteten online bestellt bei Picnic und auch bei Rewe 32,27 Euro – also nur zehn Cent mehr. Bei Flaschenpost war der Einkauf etwas teurer. Hinzu kommen bei allen Anbietern Liefergebühren von bis zu sechs Euro, abhängig vom Mindestbestellwert.
Quellenangabe: Tagesschau
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