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Twitter: Elon Musk will gesperrte Nutzer freischalten
Elon Musk will Gnade walten lassen und gesperrten Nutzern wieder Zugriff erlauben.
Twitter: Elon Musk will Gnade walten lassen und gesperrten Nutzern wieder den Zugriff auf den Kurznachrichtendienst erlauben. Vorausgegangen war eine Befragung der Nutzer zu einer „Generalamnestie“. Laut einem Bericht von Tagesschau soll die Freischaltung bereits in der kommenden Woche erfolgen. Es gibt allerdings Ausnahmen: Konten von Nutzern, die gegen Gesetze verstoßen oder für „unerhörtes Spam“ verantwortlich sind, sollen weiterhin außen vor bleiben.
Der neue Firmenbesitzer hatte unlängst eine Abstimmung in die Wege geleitet, ob es für gesperrte Konten eine „Generalamnestie“ geben soll, wenn diese nicht gegen Gesetze verstoßen oder Spam-Nachrichten verbreitet haben.
Das Ergebnis war eindeutig: Rund 3,1 Millionen Nutzer nahmen an der Umfrage teil, 72,4 Prozent stimmten für eine Entsperrung und 27,6 Prozent dagegen. Der Kurznachrichtendienst soll aktuell mehr als 230 Millionen täglich aktive Anwender haben. Musk postete später auf Twitter: „Das Volk hat gesprochen. Nächste Woche beginnt die Amnestie.“
Experten für Sicherheit im Internet gehen als Folge von einer Zunahme von Belästigung, Hassreden und Falschinformationen in dem Netzwerk aus. Umfragen wie die von Musk gestartete haben kaum repräsentative Aussage, da sie leicht von Bots beeinflusst werden können. Ob Bots bei der Abstimmung zum Einsatz kamen ist unklar.
Musk hatte Ende Oktober 2022 angekündigt, vor der Wiederaktivierung von Konten einen Rat zum Umgang mit kontroversen Inhalten bilden zu wollen. Letzte Woche ließ er dann jedoch ohne Gremium den Account des früheren US-Präsidenten Donald Trump freischalten. Vorausgegangen war ebenfalls eine Nutzerumfrage.
Trump war im Januar 2021 von der Plattform verbannt worden, nachdem er Sympathie für seine Anhänger bekundet hatte, die den Sitz des US-Parlaments gestürmt hatten. Elon Musk hatte den Kurznachrichtendienst Ende Oktober 2022 für rund 44 Milliarden US-Dollar gekauft. Zahlreichen Mitarbeitern wurde seitdem gekündigt und große Werbekunden üben sich in Zurückhaltung. Werbeeinnahmen machten zuletzt rund 90 Prozent der Erlöse aus.
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