Ratgeber: Die Zukunft der weltweiten Online-Spiele-Branche

Boris Raczynski I Ratgeber I 27. Oktober 2022 I 06:00 Uhr

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Ratgeber: Man sagt, Handwerk habe einen goldenen Boden. Das mag stimmen, doch auch der Spiele-Branche steht nach ohnehin schon sehr erfolgreichen Jahren eine überaus rosige Zukunft bevor. 2021 stieg der Umsatz mit Games und Spiele-Hardware in Deutschland um 17 Prozent auf rund 9,8 Milliarden Euro. Für diesen enormen Zuwachs sind längst nicht nur Online Casinos verantwortlich, die zuletzt ebenfalls großen Zulauf erfahren haben, weil sie unter anderem mit attraktiven Boni, bei denen etwa Book of Dead Freispiele ohne Einzahlung oder andere Vergünstigungen winken, auf Kundenfang gegangen sind. Nein, die gesamte Spielebranche konnte von dem anhaltenden Gaming-Trend profitieren.

Natürlich hat sich die Art und Weise, wie Gamer spielen, über die Jahre fortwährend verändert. Anfangs haben Spieler ihre Abenteuer stets allein bestritten, später trafen sie sich auf LAN-Partys und haben dabei nicht nur Netzwerkkabel, sondern auch Stromzähler zum Glühen gebracht. Heute werden Desktop PCs und Konsolen nicht länger zu Freunden getragen, sondern spielen einfach online mit- und gegeneinander und das zu großen Teilen sogar mobil. Was für eine Entwicklung. Was soll da noch kommen? Es soll dessen ungeachtet im Folgenden ein Blick auf die Zukunft gewagt werden.

Das Web 3.0 wartet auf die Gamer

Aussagen über die Zukunft des Online Gamings können nur getroffen werden, wenn die Zukunft des Internets berücksichtigt wird. Auch das World Wide Web steht kurz davor, in eine neue Generation überzugehen. Die Rede ist vom Web 3.0, das auf der Blockchain basiert. Gegenüber dem Web 2.0 soll die neue Version eine Dezentralisierung von Daten und Inhalten bedeuten, da diese heute in der Hand weniger großer Unternehmen sind. Auch Kryptowährungen und NFTs spielen im Web 3.0 eine größere Rolle.

Wie wirkt sich das Web 3.0 auf das Online Gaming aus?

Die Blockchain-Technologie ermöglicht es den Usern, Daten direkt ohne eine dritte Partei auszutauschen und auch Zahlungen in beide Richtungen abzuwickeln. Die Netzwerke für das Online Gaming werden durch die neue Technologie wesentlich dezentraler. Spieler erhalten durch die dezentralisierten Daten eine deutlich schnellere Response-Zeit und profitieren zudem von einer höheren Sicherheit der Daten.

Streaming von Games ist ein großer Zweig der Gaming-Industrie, Millionen Follower sehen bekannten Streamern bei ihren Let’s Plays zu. Durch die Autonomisierung der Daten währen die Streamer und Spielehersteller nicht mehr von den großen Plattformen wie YouTube oder Twitch abhängig und könnten direkter am Erfolg der eigenen Produkte partizipieren.

Spielehersteller könnten ihre Games nun auch direkt hosten und mittels NFT-Technologie kleine Zahlungen von den Spielern für die angebotenen Inhalte bekommen, wodurch die Spieleentwickler unmittelbarer profitieren und keine große Vertriebsgesellschaft mehr benötigen würden.

Spannend wird es im Bezug auf die Blockchain-Technologie, die es ermöglicht, per NFTs eindeutige Besitzverhältnisse und Werte von virtuell erstellten Gütern zu schaffen, auch für den einfachen Spieler. Das wird besonders für auf Besitz basierende Spiele interessant, bei denen die Gamer innerhalb der Spielwelt untereinander Gegenstände jedweder Art oder Währungen austauschen. Hier könnten sich mit den Web 3.0 Technologien für jedermann völlig neue Einkommensmöglichkeiten über das Gaming bieten.

Welche Änderungen wird es noch geben?

Das Gaming von morgen ist schon heute am Horizont sichtbar, sicher ist, dass sich eine Menge verändern wird. Neue Dienste tun sich auf und es scheint so, dass in absehbarer Zukunft PCs und Konsolen beim Gaming ausgedient haben könnten. Cloud Gaming scheint das Gebot der Stunde.

Was ist Cloud Gaming?

Cloud Gaming verspricht ein hochqualitatives Gaming-Erlebnis auf Geräten jeder Art, bei dem die Hardware online verfügbar ist. Somit werden durch Cloud Games komplexe Spiele mit aufwendiger Grafik quasi gestreamt, ohne dass Speicherplatz auf dem eigenen Gerät entbehrt werden muss. Man kann das Funktionsprinzip am besten vergleichen, wenn man auf die Musik schaut, bei der das Streaming per Spotify das physische Sammeln von Tonträgern und das Abspielen über bestimmte Geräte obsolet macht.

Der Musikvergleich mit Spotify erweist sich als nicht schlecht, denn auch beim Gaming kommen schon heute Flatrate-Spielzugänge mehr und mehr in Mode. Playstation Plus von Sony bietet den Nutzern bereits Spiele-Flatrates, bei denen mit einer monatlichen Zahlung hunderte Games genutzt werden können. Googles Dienst Stadia bietet diese Flatrate bereits als Cloud-Dienst. Somit kann zum monatlichen Grundpreis auf diversen Geräten auch ohne Download, Installation und Updates gespielt werden.

Natürlich hängt der Spielspaß über die Cloud noch mehr als bisher von der Qualität der Internetverbindung ab, aber die neue 5G-Technologie löst dieses Problem, da eine enorme Erhöhung des Datenvolumens im Vergleich zur Vorgängertechnologie möglich ist.

VR und AR gelten schon lange als die Zukunft des Gamings

Virtual Reality gilt schon ewig als die Zukunft des immersiven Spiels, hat sich bisher aber noch immer nicht in der Breite durchgesetzt. Durch die beschriebenen neuen Technologien könnte es nun endlich so weit sein, dass die enormen Datenmengen, die benötigt werden, überall genutzt werden können. Es gibt bereits jede Menge Hardware, die das komplette Eintauchen in eine virtuelle Realität ermöglicht.

Auch die Technologie AR (Augmented Reality), bei der virtuelle Inhalte per Brille oder ein anderes Gerät mit Kamera über die reale Welt gelegt werden, bietet diverse Möglichkeiten für das Gaming der Zukunft. Das Spiel Pokemon Go hat bereits gezeigt, dass diese Technologie durchaus für einen Hype sorgen kann. ✠


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