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Perplexity: Verzicht auf KI-Werbung soll Vertrauen stärken
Das US-amerikanische Unternehmen für künstliche Intelligenz will künftig auf die Anzeige von Werbung in seinem Dienst verzichten.
INHALTSVERZEICHNIS
Perplexity: Das US-amerikanische Unternehmen für künstliche Intelligenz will künftig auf die Anzeige von Werbung in seinem Dienst verzichten. Der Grund dafür findet sich in der Befürchtung der Verantwortlichen, dass Anzeigen das Vertrauen der Nutzer in die Glaubwürdigkeit der Antworten des Assistenten untergraben könnten. Die großen Konkurrenten der KI-Firma setzen seit geraumer Zeit verstärkt auf Werbeanzeigen als zusätzliche Einnahmequelle, Perplexity hingegen will sich gegen den Branchentrend positionieren und stattdessen auf Bezahlmodelle setzen.
Die Entscheidung kommt einer Kehrtwende gleich, war doch Perplexity zunächst einer der Vorreiter bei der KI-Werbung: Das Unternehmen führte 2024 erstmals Anzeigen ein, nachdem Tests mit gesponserten Antworten durchgeführt worden waren, die unter oder neben den regulären Antworten des Chatbots erschienen.
Perplexity will mit Verzicht auf KI-Werbung Vertrauen stärken
Das Künstliche Intelligenz-Unternehmen wollte mit den bezahlten Platzierungen neue Einnahmequellen erschließen, ohne die Funktionsweise des Assistenten grundlegend zu verändern. Dieser Ansatz wurde jedoch bereits 2025 wieder eingestellt. Wie die Financial Times aktuell berichtet, sollen die Werbeformate auch zumindest vorerst nicht wieder zurückkehren. Auslöser für den Kurswechsel ist die Sorge um die Glaubwürdigkeit der KI-Antworten.
„Ein Nutzer muss davon überzeugt sein, dass dies die bestmögliche Antwort ist, damit er das Produkt weiterhin nutzt und bereit ist, dafür zu bezahlen“, erklärte ein Mitglied der Unternehmensführung gegenüber der Financial Times. Die Einblendung von Werbung würde das Risiko bergen, dass Nutzer die Antworten der KI stärker hinterfragen würden. Dies gelte ganz besonders an, wenn unklar ist, ob eine Antwort wegen ihrer Qualität oder aufgrund einer Bezahlung prominenter platziert wurde.
KI-Unternehmen wissen nicht, wie sie Geld verdienen können
Der Strategiewechsel von Perplexity sorgt zurzeit für allerhand Schlagzeilen, erfolgt er doch in einer Zeit, in der andere bekannte Anbieter genau den gegenteiligen Weg einschlagen. OpenAI hat Anfang des Monats angekündigt, Nutzern mit kostenlosen Konten oder günstigen ChatGPT-Go-Abos künftig Werbung anzeigen zu wollen. Das Unternehmen betont dabei, dass die Anzeigen keinen Einfluss auf die generierten Inhalte hätten und dass Werbekunden keinen Zugriff auf Gesprächsdaten erhalten.
Anthropic, das Unternehmen hinter dem KI-Modell Claude, kritisiert diesen Schritt jedoch offen und erklärt, Werbung sei nicht mit dem Anspruch vereinbar, einen hilfreichen Assistenten für Arbeit und tiefes Nachdenken anbieten zu wollen. Nutzer sollten nicht darüber nachdenken müssen, ob eine KI ihnen hilft oder „die Unterhaltung subtil in eine monetarisierbare Richtung lenkt“. Perplexity setzt in diesem Spannungsfeld mit der jüngsten Entscheidung also demonstrativ auf ein Geschäftsmodell, das Vertrauen und Zahlungsbereitschaft der Nutzer höher gewichtet als kurzfristige Werbeerlöse. Perplexity kann im Internet oder in der mobilen iOS-App genutzt werden.
Quellenangabe: AppGamers
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