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Lootboxen: Verbraucherschützer warnen erneut vor Suchtspielen
Schatzkisten und andere Glückspielansätze in Spielen für Mobilgeräte sorgen unverändert für Kritik bei Verbraucherschützern.
INHALTSVERZEICHNIS
Lootboxen: Schatzkisten und andere Glückspielansätze in Spielen für Mobilgeräte sorgen unverändert für Kritik bei Verbraucherschützern. Das ist alles andere als neu, die Anbieter der Games reagieren nur halt nicht auf die Warnungen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat daher 81 individuelle Erfahrungsberichte ausgewertet, über die er zwischen Ende März und Ende Juli 2026 Kenntnis erhalten hat.
Die Rückmeldungen zeichnen ein höchst problematisches Bild: Spieler berichten von einem hohem Kaufdruck, schwer durchschaubaren In-Game-Währungen und Mechanismen, die zum wiederholten Geldausgeben verleiten sollen.
Verbraucherschützer warnen erneut vor Suchtspielen
Lootboxen scheinen dabei das größte Problem zu sein. Deren Mechanismen gleichen denen von Glücksspiel: Die Gamer zahlen per In-App-Kauf mit einem Geld für virtuelle Schatzkisten und erhalten für Geld zufällige Gegenstände wie Figuren, Waffen oder Kostüme. Lootboxen geben damit keine Garantie auf den Erhalt eines besonders wertvollen Objektes.
Das Prinzip ist in mobilen Spielen extrem weit verbreitet und sorgt permanent für Kritik. Eine Dokumentation vom ARD hatte bereits Anfang 2024 insbesondere die Parallelen zwischen den Zufallsmechanismen und Glücksspiel herausgestellt. Die Politik hat allerdings bislang nicht reagiert.
Lootboxen sind nichts anderes als Glücksspiel für Kinder
Der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärt zu den aktuellen Auswertungen ausdrücklich, dass 81 Rückmeldungen nicht repräsentativ sind. Die Teilnehmer schilderte jedoch eindringlich, dass begehrte Gegenstände trotz mehrfacher Käufe ausblieben. Die Entwickler und Publisher solcher Spiele bedienen sich zudem des Kniffs, dass die Angebote derart aufgebaut sind, dass nach einem Kauf Restbeträge verbleiben, die zu weiteren Ausgaben anregen.
Auch künstliche Verknappung wird (natürlich) als Instrument genutzt, um Spieler zu noch mehr Käufen anzuregen. Verbraucherschützer hatten bereits Anfang 2025 strengere Vorgaben gegen die sogenannten Dark Patterns gefordert. Gebracht hat das alles bis nichts, daher verlangt der Verbraucherzentrale Bundesverband nun, dass die Europäische Kommission entsprechende Regeln im geplanten Digital Fairness Act verankert. Manipulative Designs sollen grundsätzlich untersagt und suchtfördernde Elemente standardmäßig deaktiviert werden.
Quellenangabe: AppGamers
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