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Handy-Blitzer: Handynutzung am Steuer kann teuer werden
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert einen bundesweiten Einsatz der Überwachung von Autofahrern durch Kameras.
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Handy-Blitzer: Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert einen bundesweiten Einsatz der Überwachung von Autofahrern durch Kameras. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hatte sich bereits für umfangreiche Maßnahmen gegen die Nutzung von Smartphones am Steuer ausgesprochen und erhält nun durch den Verband Unterstützung.
Der Verband will zudem eine massive Verschärfung der Bußgelder: Statt bislang 100 Euro sollen künftig mindestens 500 Euro fällig werden. DVR-Präsident Manfred Wirsch sieht in der automatisierten Überwachung eine weitaus höhere Wahrscheinlichkeit, Autofahrer mit dem Handy am Ohr auch zu erwischen. Der DVR bündelt die Interessen von mehr als 200 Organisationen, die sich mit Verkehrssicherheit beschäftigen.
Handy-Blitzer sollen bundesweit zum Einsatz kommen
An der Technik dürfte das nicht scheitern: Die Polizei Rheinland-Pfalz hat bereits im Jahr 2022 einen entsprechenden Modellversuch durchgeführt, bei dem die aus den Niederlanden stammende MONOcam zum Einsatz kam. Die Technik kann unter anderem an Autobahnbrücken montiert werden und fotografiert dann schräg von oben durch die Windschutzscheiben vorbeifahrender Fahrzeuge und prüft, ob im Fahrerbereich ein Mobiltelefon zusammen mit einer verdächtigen Haltung der Hand erkennbar ist.
Treffen beide Merkmale zu, wird eine Aufnahme angefertigt, die anschließend noch mal von der Polizei kontrolliert wird. Die Entscheidung darüber, ob auch wirklich ein Verstoß vorliegt, wird also nicht ausschließlich von der Technik gefällt.
Handy am Steuer soll bald mindestens 500 Euro kosten
Laut Bundesverkehrsminister Bilger sei der Feldversuch positiv verlaufen. Der Minister weist außerdem darauf hin, dass sich jährlich mehr als 1.000 Unfälle im Straßenverkehr ereignen würden, die auf die Nutzung von elektronischen Geräten am Steuer zurückzuführen sind. Die Tendenz sei steigend, daher will er die entsprechenden rechtlichen Grundlagen für einen bundesweiten Einsatz der Kameras zur Verkehrsüberwachung im Straßenverkehrsgesetz schaffen.
Der Verkehrssicherheitsrat geht mit seiner Forderung über zusätzliche Kontrollen hinaus. Die bisherige Geldbuße von 100 Euro soll auf mindestens 500 Euro steigen. Wirsch orientiert sich dabei an den Sanktionen für Verstöße gegen die 0,5-Promille-Grenze. Mit Stand November 2026 kostet die unerlaubte Handynutzung am Steuer 100 Euro und einen Punkt in Flensburg. Bei Gefährdung oder einem Unfall steigen die Beträge auf 150 beziehungsweise 200 Euro. Hinzu kommen zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
Quellenangabe: AppGamers
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