Eltern töten Facebook-Freund

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Die Eltern einer zwölfjährigen Tochter töteten einen vermeintlichen Facebook-Freund ihres Kindes. Sie hielten ihn für einen Kinderschänder und brachten den 29-jährigen lernbehinderten Christian L. gemeinsam mit einem Bekannten um.

Das Landgericht Aachen hat das Ehepaar und einen befreundeten Mittäter nun wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Damit die Tochter unkontrolliert auf Facebook kommunizieren konnte, gaben sie fälschlicherweise ihr Alter mit 22 Jahren an.

Eine Freundin spielte den Lockvogel

Ein unbekannter Facebook-Freund nahm Kontakt zur zwölfjährigen Tochter auf. Er forderte sie unter anderem auf, ihm Nacktfotos zu schicken. Die Eltern vermuteten einen Kinderschänder und stellten Strafanzeige gegen Unbekannt. Die Ermittlungen blieben erfolglos. Eine Bekannte des Paares machte dem ahnungslosen Christian L. sexuelle Avancen und lockte ihn auf einen einsamen Spazierweg.

Das Ehepaar und ein Bekannter lauerten ihm auf, durchstöberten sein Handy nach Fotos der Tochter. Und obwohl kein einziges Foto zu finden war, stach der Vater mehrfach mit einem Bajonettmesser auf sein Opfer ein. Sie ließen ihn sterbend zurück.

Besonders schwere Schuld für den Vater

Die Bekannte, die als Lockvogel diente wurde zu zweieinhalb Jahren wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung verurteilt. Für das Ehepaar und dem Mittäter sprach das Gericht eine lebenslange Haft aus. Dass das Mädchen erst zwölf Jahre alt war, konnte Christian L. aus dem Facebook-Profil nicht erkennen.

Ihre Eltern selbst hatten ihr Alter mit 22 Jahren angegeben, damit sie ungehindert auf Facebook kommunizieren konnte. Einen Freispruch gab es in diesem Fall. Für einen weiteren Mitangeklagten, der während der Tat auf die Kinder des Paares aufgepasst hat.

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