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Duolingo: Werbung in Dynamic Island sorgt für Kritik
Der Sprachlerndienst blendet Werbung in Apple Dynamic Island an und verstößt damit klar gegen die Entwicklerrichtlinien.
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Duolingo: Der Sprachlerndienst blendet Werbung in Apple Dynamic Island an und verstößt damit gegen die Entwicklerrichtlinien. Das könnte Konsequenzen nach sich ziehen. Dynamic Island ist ein kleiner Bereich des Displays, der um das TrueDepth-Kameramodul angeordnet zur Anzeige sogenannter Live-Aktivitäten dient. Das können unter anderem sportliche Aktivitäten oder die Darstellung des Ablaufs einer Flugreise an.
Der Bereich wurde mit dem iPhone 14 Pro und 14 Pro Max eingeführt und kommt mit einer klaren Ansage von Apple: Reklame hat dort nichts zu suchen. Das erklärt der iPhone-Hersteller bereits seit September 2022 in seinen Entwicklerrichtlinien, Duolingo scheint sich daran aber nicht zu stören. Wie das IT-Magazin Heise unter Berufung auf zahlreiche Nutzerberichte bei Reddit berichtet, lockte dort mit einem Sonderangebot.
Duolingo nutzt Dynamic Island für Werbung
Die Werbung zeigte ein „Super offer“ mitsamt Countdown, also ein kostenreduziertes Angebot, das zudem auch nur für kurze Zeit verfügbar sei. Der Sprachlerndienst scheint sich somit bei dem chinesischen Online-Marktplatz Temu abgeschaut zu haben, wie man Kunden perfekt um den Finger wickelt.
Apple hat allerdings klare Vorgaben: „Verwende keine Live-Aktivität, um Werbung oder [Informationen zu] Verkaufsaktionen anzuzeigen. Live-Aktivitäten sollen Nutzer über laufende Ereignisse und Aufgaben informieren, daher ist es wichtig, ausschließlich Informationen darzustellen, die mit diesen Ereignissen und Aufgaben zusammenhängen.“
iOS-Benachrichtigungen ebenfalls kritisch
Warum Duolingo die Richtlinien umgangen hat, ist unklar. Das Unternehmen ist allerdings dafür bekannt, immer mal wieder Tests mit einem kleinen Teil der Nutzer durchzuführen. Eine KI-Initiative des Anbieters sorgte vor geraumer Zeit ebenfalls für Schlagzeilen und sorgte dafür, dass einige der betroffenen Anwender dem Dienst den Rücken zukehrten.
Der Vorfall könnte nicht nur für Duolingo unangenehme Konsequenzen haben, auch Apple wird vermutlich über die ausufernde Werbung in iOS-Benachrichtigungen nachdenken müssen. Auch an diesen stören sich immer mehr Nutzer, zumal diese die Werbung nicht abschalten können. Der iPhone-Hersteller könnte also bei App-Anbietern künftig härter durchgreifen oder die Richtlinien verschärfen.
Quellenangabe: Heise
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