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Apple: FaceTime-Fehler sorgt für Verstimmung

Apple steht vermutlich reichlich neuer Ärger ins Haus.

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Apple steht vermutlich neuer Ärger ins Haus. Ein Fehler in der Video-App FaceTime macht diese zu einem Spionagewerkzeug. Peinlich für das US-Unternehmen, das sich unter CEO Tim Cook gerne als Moralapostel in Sachen Datenschutz positioniert. Sicherheit ist in den letzten Jahren zu einem maßgeblichen Verkaufsargument für Hardware des Herstellers geworden.

Cook wird nicht müde zu betonen, dass Kunden seinem Unternehmen vertrauen können. Datenskandale wie bei Facebook, würden bei dem iPhone-Hersteller nicht vorkommen. Das mag zutreffen – umso schwere wiegt die Datenpanne der FaceTime-Software.

Apple FaceTime wird zur Spionage-Wanze

Der Bug steckt in der Funktion des Gruppenanrufes. Wie Zeit.de berichtet, kann die App in bestimmten Fällen zur Wanze werden und eine Audio-Verbindung aufbauen, noch bevor die angerufene Person das Gespräch angenommen hat. Schlimmer noch: Ruft der Nutzer einen Gesprächspartner an und will dann mit einer dritten Person eine Konferenz aufbauen, wählt dazu jedoch die bereits angerufene Nummer aus, beginnt die Telefonkonferenz ohne Zustimmung der Beteiligten.

Die Gruppen-Chat-Funktion wurde von dem Hersteller erst im Oktober 2018 per Update seines Betriebssystems iOS aktiviert. Ob der Fehler seitdem vorhanden ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Apple hat die Funktion inzwischen deaktiviert und will den Fehler in den kommenden Tagen behoben haben.

Zeit, das hohe Ross mal zu verlassen

Ein Sprichwort besagt, dass dort wo gearbeitet wird, auch Fehler passieren. Der Bug der FaceTime-Software ist heikel, aber auch kein Weltuntergang. Anderen Herstellern passiert so etwas am laufenden Band. Facebook zum Beispiel kommt aus den zahlreichen Datenskandalen gar nicht mehr heraus, die aktuellen Quartalszahlen des Netzwerks belegen aber eindeutig, dass den Nutzern Skandale herzlich egal sind.

Apple jedoch legte sich bei dem sensiblen Thema Datenschutz immer wieder mächtig weit aus dem Fenster. Der aktuelle Fehler zeigt, dass ein Plus an Bodenhaftung dem US-Unternehmen sicherlich gut tun würde. Aktuell schlagen die Wogen hoch und erste Apple-Nutzer ziehen vor Gericht. Sie wittern die Chance auf einige Millionen „Schadensersatz“. Verständlich und erbärmlich zugleich. In einigen Wochen wird ohnehin kein Hahn mehr nach der Sache krähen.

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