Ratgeber
Limits bei Cloud Gaming: Wird mobiles Spielen bald teurer?
Nachdem GeForce Now 2025 ein 100-Stunden-Limit eingeführt hat, führt auch Microsoft bei Xbox Cloud Gaming monatliche Zeitlimits ein.
INHALTSVERZEICHNIS
- 100-Stunden-Limit bei GeForce Now
- Xbox Cloud Gaming deckelt Anzahl der Stunden
- Nvidia und Microsoft: Nur wenige Prozent der User betroffen
- Nicht alle Anbieter limitieren Cloud Gaming
- Was mobiles Cloud Gaming besonders macht
- Alternative: Spiele-Abos statt Einzelkauf
- Fazit: Wird mobiles Cloud Gaming teurer?
Ratgeber: Nachdem GeForce Now 2025 ein 100-Stunden-Limit eingeführt hat, führt auch Microsoft bei Xbox Cloud Gaming monatliche Zeitlimits ein. Weitere Stunden sollen über den Xbox Store erhältlich sein. Wird Mobile Gaming damit für Vielspieler unbezahlbar?
100-Stunden-Limit bei GeForce Now
Bei den regulären kostenpflichtigen GeForce-Now-Tarifen ist die Premium-Spielzeit monatlich auf 100 Stunden begrenzt. Nvidia kündigte die Änderung Ende 2024 an und führte sie 2025 für neue Mitglieder ein. Bis zu 15 ungenutzte Stunden werden in den nächsten Monat übertragen. So kann die verfügbare Premium-Spielzeit auf höchstens 115 Stunden steigen. Je nach abgeschlossenem Abo lassen sich zusätzliche 15-Stunden-Pakete erwerben.
Mobil ist GeForce Now auf Android-Geräten über eine native App nutzbar, die im Play Store zum Download bereitsteht. Auf dem iPhone und iPad wird GeForce Now über den Browser genutzt. Im App Store ist unter iOS keine native App von GeForce Now zu finden.
Xbox Cloud Gaming deckelt Anzahl der Stunden
Beim Xbox Cloud Gaming wird die Spielzeit ab November 2026 eingeschränkt und das deutlich strenger als bei Nvidia. Game Pass Essential stoppt Cloud Gaming bereits nach 5 Stunden pro Monat. Mit Game Pass Premium verdoppelt sich die Spieldauer auf 10 Stunden, bei Ultimate ist nach 15 Stunden Schluss. Microsoft will über den Store weitere Stunden zugänglich machen, die Preise sind noch nicht bekannt.
Obwohl eine Xbox App in den Stores verfügbar ist, wird Cloud Gaming auf Android und iOS über den Browser aufgerufen. Tipp: Unter Android und iOS kann eine Verknüpfung zu Xbox Play erstellt und auf dem Startbildschirm abgelegt werden. Auf Android-Geräten muss im Menü des Chrome-Browsers „Installieren und Verknüpfung erstellen“ angetippt werden. Unter iOS ist das Teilen-Feature zu verwenden. So lässt sich die Website mit einem Fingertipp aufrufen.
Progressive Web Apps sind auch außerhalb des Cloud Gamings verbreitet. So setzen beispielsweise österreichische Online Casinoseiten auf PWAs, die auf ähnliche Weise auf dem Startbildschirm abgelegt werden können. Der Zugriff erfolgt weiterhin über den Browser, während je nach Umsetzung zusätzliche Funktionen wie Push-Benachrichtigungen unterstützt werden.
Nvidia und Microsoft: Nur wenige Prozent der User betroffen
Laut Nvidia und Microsoft ist nur ein kleiner Teil der Nutzer von den jeweiligen Stundenlimits betroffen. Microsoft nimmt an, dass lediglich 4 Prozent der Abonnenten mit dem Limit kollidieren werden. Obwohl Nvidia seinen Nutzern wesentlich mehr Stunden zugesteht, sollen nur 6 Prozent betroffen sein.
Jedoch sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Bei Xbox ist zu beachten, dass Cloud Gaming im Game Pass eingebunden ist. Fünf Stunden Spielzeit können beispielsweise bereits an einem einzigen Wochenende erreicht werden.
Nicht alle Anbieter limitieren Cloud Gaming
Amazon Luna und Boosteroid sind bekannte Cloud-Gaming-Anbieter, die derzeit kein vergleichbares monatliches Stundenlimit nennen. Was oft vergessen wird: Luna Standard ist in der Prime-Mitgliedschaft enthalten. Über Luna Standard lassen sich verschiedene PC- und Konsolenspiele mobil streamen. Wie beim Xbox Cloud Gaming werden der Bibliothek monatlich neue Spiele hinzugefügt.
Was mobiles Cloud Gaming besonders macht
Nicht wenige Gamer nutzen Cloud Gaming mit Smartphones. Zum einen hängt dies mit der Spielauswahl zusammen. Über Cloud-Gaming-Dienste lassen sich grafisch anspruchsvolle PC- und Konsolenspiele auf dem Smartphone streamen. Je nach Dienst und Spiel können Speicherstände zwischen verschiedenen Plattformen und der Cloud synchronisiert werden. Zum anderen wird das Gerät beim Cloud Gaming weniger durch rechenintensive Spiele belastet.
Anspruchsvolle lokal ausgeführte Spiele beanspruchen Prozessor und Grafikchip stark und können zu höheren Gerätetemperaturen führen. Cloud Gaming ist eher mit Video-Streaming vergleichbar. Da die Berechnung in der Cloud erfolgt, können auch weniger leistungsfähige Smartphones für Cloud Gaming ausreichen. Auch der benötigte lokale Speicherplatz fällt gering aus, da die gestreamten Spiele nicht auf dem Smartphone installiert werden müssen.
GeForce Now und andere Anbieter unterstützen je nach Tarif und Spiel Raytracing, das auf vielen Smartphones lokal nicht oder nur eingeschränkt möglich wäre. Wer zum Beispiel einen Xbox- oder PlayStation-Controller besitzt, kann diesen via Bluetooth mit dem Handy verbinden. So erfolgen Eingaben präzise wie am Fernseher oder PC. Mittlerweile existieren spezielle Controller für Smartphones, die das Gerät in eine Handheld-Konsole verwandeln. Für Vielspieler können solche Smartphone-Controller sinnvoll sein.
Alternative: Spiele-Abos statt Einzelkauf
Wem weder das 100-Stunden-Limit bei GeForce Now noch die 15 Stunden beim Xbox Cloud Gaming zusagen, kann alternativ ein mobiles Spiele-Abo abschließen. Apple Arcade und Google Play Pass bieten jeweils eine große Auswahl an Mobile Games. Je nach Dienst gehören dazu bekannte Titel wie Stardew Valley, Dredge oder Final Fantasy VII. Bei Apple Arcade lassen sich zahlreiche Spiele entdecken, die ohne Werbung und In-App-Käufe angeboten werden. Dazu gehören etwa das Musikspiel Taiko no Tatsujin Pop Tap Beat, bei dem der Bildschirm wie eine Trommel anzutippen ist, sowie Temple Run: Legenden, bei dem über 500 Level rennend und springend zu bewältigen sind.
Auch ein Netflix-Abo umfasst zahlreiche Spiele. Über die mobile Netflix App können mobile Ports von Arranger, Oxenfree und Red Dead Redemption heruntergeladen werden. Netflix hat einige Titel wie Tomb of the Mask sogar mit Erfolgen versehen.
Einige Spiele werden in Versionen angeboten, die zusätzliche Inhalte umfassen. Dies ist etwa bei Dredge oder Dead Cells: Netflix Edition zu beobachten. DLCs sind beim Xbox Game Pass oder bei PlayStation Plus nicht grundsätzlich im jeweiligen Abo enthalten und müssen je nach Spiel separat erworben werden. Die entsprechenden Abo-Versionen werden ohne Werbung oder In-App-Käufe angeboten. Dadurch lassen sich Mobile Games angenehmer spielen, ohne von Werbeclips unterbrochen zu werden.
Fazit: Wird mobiles Cloud Gaming teurer?
Für Gelegenheitsspieler dürften die neuen Stundenlimits kaum ins Gewicht fallen. Vielspieler müssen dagegen insbesondere beim Xbox Cloud Gaming mit zusätzlichen Kosten rechnen, wenn die enthaltene Spielzeit nicht ausreicht. Alternativen ohne vergleichbares Stundenlimit sowie mobile Spiele-Abos bleiben jedoch bestehen.
Quellenangabe: AppGamers
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