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Online-Handel: EU kritisiert Temu
Die EU-Kommission erhebt aktuell Vorwürfe gegen Temu. Das Online-Shoppingportal aus China würde Ermittlungen behindern.
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Online-Handel: Die EU-Kommission erhebt aktuell Vorwürfe gegen Temu. Das Online-Shoppingportal aus China würde Ermittlungen behindern.
Zum Hintergrund: Schon Ende letzten Jahres wollte man untersuchen, ob die Plattform eventuell unrechtmäßig von Seiten des Staates unterstützt wurde. Um genau das herauszufinden, sollten Temus Eigentümerin PDD und deren Tochtergesellschaft Whaleco überprüft werden. In diesem Zusammenhang habe man verschiedene Geschäftsbücher und Dokumente nicht vorgelegt. Und dementsprechend sei die Prüfung unvollständig.
Temu weist die Vorwürfe zurück
Bei Temu kann man die Aufregung (offensichtlich) nicht verstehen. Man habe alle Anfragen erfüllt und kooperiert. Gleichzeitig weist die Plattform alle Vorwürfe zurück, ausländische Subventionen bekommen zu haben, die sich dann wiederum auf den Binnenmarkt ausgewirkt hätten. Die Cashflows, die es braucht, um die Aktivitäten der Plattform in der EU zu realisieren, kämen aus der eigenen Geschäftstätigkeit. Auf ausländische Subventionen sei man nicht angewiesen.
Es drohen hohe Strafen
Laut Temu sollen die Vorwürfe nun analysiert und beantwortet werden. Man vertraue darauf, dass die Behörden Temus Position prüfen.
Sollte sich zeigen, dass die Vorwürfe der EU Bestand haben, droht Temu eine Strafe von bis zu einem Prozent seines Gesamtumsatzes. Eine Prozentzahl, die sich klein anhören mag, in der Summe allerdings dennoch wehtun könnte.
Die EU und Temu: Eine lange Geschichte
Es ist nicht das erste Mal, dass Temu und die EU-Kommission aneinander geraten. Schon im Mai letzten Jahres musste die Plattform eine Strafe in Höhe von 200 Millionen zahlen. Damals warf man dem Unternehmen vor, illegale Produkte auf dem Online Marktplatz vertrieben zu haben. Dem Erfolg schadete es offenbar nicht. Schon damals konnte sich Temu über eine Kundenanzahl (allein in Europa) im hohen dreistelligen Bereich freuen.
Und auch gerade in Deutschland scheint das Interesse an den teilweise schrillen Klamotten mit Motiven aus bekannten Filmen und Co. besonders hoch zu sein. Deutsche Kunden stellen immerhin einen großen Teil der Abnehmer dar.
Quellenangabe: Golem
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