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Mobile Games bald als eSport?

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eSport ist mittlerweile auch hierzulande ein großes Thema, Spiele wie Counter Strike: GO oder League of Legends fühlen ganze Hallen. Im Bereich der Mobile Games konnten sich professionelle Spieler bisher allerdings noch nicht etablieren – da die Branche jedoch immer professioneller wird und stetig mehr in ihre Projekte investiert, könnte sich dies schon bald ändern. Laut Spielefirmen-Berater und Gaming-Journalist Oliver Redelfs auf Gründerszene steht die Sparte der Mobile Games vor einem wichtigen Umbruch.

eSport künftig auch mit mobile Games

Während die Branche derzeit vor allem von günstigen und kurzweiligen Spielen dominiert wird, so gibt es derzeit immer häufiger hochwertigere Free2Play-Titel. Sie entstehen vor allem aufgrund des großen Konkurrenzdrucks auf dem Markt, sodass Entwickler bewusst mehr investieren. Nicht nur der Casual Markt wird diese Auswirkungen spüren, auch die „Core-Gamer“ werden dank der deutlich gestiegenen Produktqualität zu einer neuen Zielgruppe. Für Spielefirmen macht es an dieser Stelle Sinn, mit ihren F2P-Titeln auch auf die klassischen Spielekonsolen zuzugehen.

„Es wird spannend sein zu sehen, welchem Anbieter als erstes die Entwicklung einer Kombination aus eSport und Mobile Game gelingt. Hier besteht ein gigantisches Potenzial. Wer als erster eine geniale App in dem Bereich herausbringt, wird sicherlich Milliardär.“

Eine spannende Nische diesbezüglich ist der eSport. Hierzulande wird er immer beliebter, wenngleich er keineswegs in Konkurrenz zu anderen Volkssportarten steht. Anders als in Asien, wo ganze Sportarenen von Spielefans gefüllt werden und eSportler wie „echte“ Sportler verehrt werden, muss sich der Trend in Europa erst noch vollends durchsetzen. Allein in den letzten Jahren hat sich diesbezüglich allerdings schon sehr viel verändert, das zeigte unlängst auch die ESL One Cologne 2015.

Das Event fand in der Lanxess-Arena in Köln statt und veranstaltete mit insgesamt 16 Teams die jährliche Weltmeisterschaft im Taktik-Shooter „Counter Srike“. Die Begeisterung rund um den Computersport ist mittlerweile so groß, dass etliche professionelle Spieler bereits von ihrer Leidenschaft leben können. Das Preisgeld der Meisterschaft lag bei insgesamt 250.000 Dollar– allein der erste Platz erhielt immerhin 100.000 Dollar. Mit klassischen LAN-Parties im Keller haben diese Events demnach schon lange nichts mehr gemeinsam.

eSport – Multiplayer-Games der Zukunft

Im Grunde handelt es sich immer dann um ein eSport-Game, wenn dieses über einen Mehrspielermodus verfügt. Es muss also nicht zwangsläufig am Computer stattfinden, sondern kann auch an der heimischen Xbox, Playstation oder Wii gespielt werden. Gespielt werden Einzel- oder Mannschaftsturniere. Kommt nun noch der Gedanke des sportlichen Wettstreits hinzu und überzeugt der Titel mit einem guten Gameplay, so kann er durchaus eSport-tauglich sein.

Auch an die Spieler werden an dieser Stelle gewisse Anforderungen gestellt, denn um entspanntes „Zocken“ geht es hier nicht mehr. Vielmehr müssen die Spieler mit ihren Fähigkeiten überzeugen und beispielsweise über eine ausgeprägte Wahrnehmung, Spielübersicht oder schnelle Reflexe verfügen. Professionelle Teams üben zu diesem Zweck viele Stunden am Tag, sodass es sich beim eSport in der Regel keineswegs mehr nur um ein Hobby handelt.

Beispiele für mobile eSport-Games

In Zeiten, in denen eine Vielzahl interessanter Titel zur Auswahl steht und die Technologie von Konsolen, Handhelds und Computern sich in rasendem Tempo weiterentwickelt, wird auch das mobile Spieleerlebnis stetig in den Fokus gerückt. Plattformen wie Twitch machen es möglich, dass Mobile Games problemlos mit Zuschauern geteilt werden können und der Weg für den Wettkampf geebnet wird. Im mobilen Bereich sind es unter anderem folgende mobile Titel, die sich für Spielefans lohnen und bei der Masse punkten können:

Fates Forever

Es hat seine Gründe, dass MOBAS in erster Linie für den Computer konzipiert werden. Die komplexe Steuerung, eine hohe Anzahl an Charakteren und viel Action machen eine Umsetzung für das mobile Endgerät schwierig. Bekannte MOBAs wie Dota 2, Smite oder League of League wird es daher vermutlich nicht so schnell auf anderen Geräten geben. Es geht aber auch durchaus anders, wie beispielsweise „Fates Forever“ von Hammer & Chisels zeigt. Der Titel bringt die Kernelemente des Genres gekonnt auf Smartphone und Tablet und nutzt dafür oftmals die Gestensteuerung. Wie bei redbull.com nachzulesen ist, behält Spieleentwickler Jason Citron den eSport dabei durchaus langfristig im Auge.

Hearthstone

Hearthstone hat bereits große Erfolge erzielt, es handelt sich dabei um ein Kartenspiel des bekannten WoW-Entwicklers Blizzard. Schon jetzt ist es in der eSport-Szene vertreten und bietet taktisches, tiefgründiges Gameplay und  ein rundenbasiertes Spielsystem. Auf kleineren Bildschirmen lässt es sich ideal spielen, sodass es neben einer PC-Version auch eine Variante für das iPad, das iPhone und Android-Geräte gibt. Weltweit treten die Spieler zur Hearthstone World Championship an und sammeln auch dieses Jahr wieder Punkte in genehmigten Turnieren.

World of Tanks Blitz

World of Tanks konnte bereits über 85 Millionen Spieler weltweit in seinen Bann ziehen, dies allerdings nur auf dem PC. Zwar gibt es auch eine App des Spiels, diese unterscheidet sich aber vom Hauptspiel und verfügt über geringeren Umfang. Für mobile Spiele ist es bisher aber dennoch ein großer Erfolg und wird unter anderem vielfach mittels Apple TV auf dem Fernseher verfolgt. Über das Smartphone kann aktuell bereits an 7vs7-Spielen teilgenommen werden. Rob Carroll, Produzent der App, verkündete jüngst, dass das Unternehme mit World of Tanks Blitz sicherlich früher oder später in die eSport-Richtung gehen werde.

Super Smash Brothers

Mit Super Smash Brothers besitzt Nintendo ein Franchise, das bisher immer überzeugen konnte und bei vielen Spielern sogar einer der Hauptgründe ist, um sich immer wieder die neuesten Nintendo-Konsolen nach Hause zu holen. Offizielle Turniere finden für die aktuelle Version auf der Wii U bereits statt, aber auch auf dem 3DS macht das Spiel eine gute Figur. Dank eingebauter Wi-Fi-Funktion sind Kämpfe mit Freunden jederzeit möglich und dank knapp 43 Millionen verkaufter Handhelds dürfte die Suche nach einem Trainingspartner kein Problem darstellen. Streng genommen handelt es sich bei dem Nintendo-Handheld zwar nicht um eine reguläre App, dennoch ist die Entwicklung auch hier durchaus interessant für die Branche.

The Ember Conflict

Echtzeitstrategiespiele wie Starcraft 2 sind echte Dauerbrenner und vor allem für Taktiker interessant. Auf dem Handy würde ein derart komplexes Spielprinzip allerdings nur schwer funktionieren. Einen etwas anderen Ansatz hat daher das Strategiespiel The Ember Conflict: hier wird nicht auf Bildschirmknöpfe gedrückt, sondern auf eine andere Funktionsweise gesetzt. Denn stattdessen werden Linien auf dem Bildschirm gezogen, damit den riesigen Armeen Ziele zugewiesen werden können. Das Spiel selbst ermöglicht Eins-gegen-Eins- und Zwei-gegen-Zwei-Kämpfe und bietet damit ideale Voraussetzungen für einen möglichen Erfolg für den groß angelegten Wettbewerb zwischen Spielern.

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