Spiele mit extremem Datenhunger?

Wie viel Datenvolumen verbrauchen Spiele, Apps und Co?

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„Ihr Datenvolumen ist aufgebraucht“ – das ist die wohl schlimmste Nachricht des Monats für alle Smartphone-Besitzer. Wie konnte das denn wieder passieren, fragt sich manch einer. Es muss nicht unbedingt immer exzessives Surfen oder Streamen am Datenverbrauch schuld sein. Auch einige Apps knabbern im Hintergrund gerne an dem Datenvolumen.

Wir Deutsche haben wenig Datenvolumen zur Verfügung. Im Vergleich zu Finnland zum Beispiel 50 Mal weniger. Im Durchschnitt bekommt man in Deutschland für 35 Euro ein mageres GB Datenvolumen. In Finnland sind es 50 GB. Im EU-Durchschnitt 5 GB. Wir hinken unseren europäischen Nachbarn also gehörig hinterher, wenn es ums Thema Datenvolumen geht. Nur den Ungarn geht es noch schlechter.

Sie bekommen für 35 Euro nur 500 MB. Umso wichtiger ist es also, mit dem Datenvolumen vernünftig hauszuhalten. „Dass die Preise in Deutschland so starr sind, liegt  auch daran, dass es nur noch drei Anbieter gibt, die eigene Mobilfunknetze betreiben: Teléfonica, Telekom und Vodafone.“, erklärt AllnetFlatVergleich. Die Anbieter der anderen Marken mieten diese Netze lediglich. Am Preis ändert das wenig.

Viele Apps scheren sich nicht um deutsche Verhältnisse

Dass in Deutschland das Datenvolumen ein teures Vergnügen ist, interessiert die meisten Apps nicht. Sie laden im Hintergrund herunter, was das Zeug hält. Die gute Nachricht: Die meisten kann man ausbremsen. Zunächst solltet Ihr herausfinden, welche Apps es eigentlich sind, die sich munter an Eurem Volumen bedienen. Unter iOS findet Ihr die Angaben unter „Einstellungen“>“Mobiles Netz“. Hier können die einzelnen Apps sogar komplett von der Datenautobahn geworfen werden. Bei Samsung-Geräten ist die Übersicht unter „Einstellungen“>“Datennutzung“ zu finden. Bei HTC navigiert Ihr zu „Drahtlos und Netzwerke“.

Wie viel Datenvolumen verbraucht ein Online-Game?

Wer online zockt, verbraucht jede Menge an Datenvolumen. Nur beim Bewegen der Spielfigur wird ein neuer Befehl durchs Netz geschickt, der Volumen frisst. Für ein Spiel kommen so zwischen 20 und 80 MB zustande. Rechnet man das allerdings auf einen Monat hoch, kommt man (bei einer Stunde Spielzeit täglich) auf bis zu 24 GB. Und darin sind noch nicht die Daten enthalten, die beispielsweise durch Teamspeak entstehen.

Nicht außer Acht lassen darf man auch die Update-Funktionen der jeweiligen Games. Denn oft ist eine spezielle Software nötig, um das Spiel überhaupt nutzen zu können. Diese Software zieht regelmäßig Updates aus dem Netz, um die Spiele auf dem neuesten Stand zu halten. In der Regel passiert das vor dem Neustart eines Spiels. Besser ist es, in den Einstellungen zu regeln, dass Updates ausschließlich im WLAN getätigt werden dürfen.

Streams und Videos sind am hungrigsten

Wahre Datenfresser sind Streaming-Angebote. Allen voran die Live-Streams. Eine Minute Fußball bei Sky kostet Euch rund 35 MB pro Minute, wenn der Stream in SD geschaut wird. In HD ist es das Doppelte. YouTube-Videos schlagen immerhin mit 5 MB zubuche, wenn sie in Standardqualität geschaut werden. Will man das Ganze in HD genießen, jagen 19 MB pro Minute durchs Netz. Wenn ein Vertrag also nur 500 MB Inklusiv-Volumen hat, bekommt man dafür gerade einmal magere 15 Minuten Bundesliga in SD. User, die diese Angebote also nutzen wollen, brauchen einen Vertrag mit entsprechend hohem Datenvolumen. Besser noch: Streaming-Angebote ausschließlich im WLAN-Netz benutzen.

Video-Apps müssen richtig eingestellt werden

The Walking Dead

Video-Apps tun was sie sollen: Sie liefern Videos. Hier kann man also wenig sparen. Allerdings ist eine brauchbare Möglichkeit, Datenvolumen zu sparen, die Qualität der Videos. Wer also in den Einstellungen der App von HD auf SD umstellt, spart schon mal das eine oder andere MB. In den Messengern von Facebook und Twitter werden Videos automatisch abgespielt, sobald man darüber scrollt. Auch das kostet Datenvolumen, und auch das kann man abstellen.

Lieber im WLAN nutzen oder offline hören

Eine Minute Musik kostet bei Apple Music, Spotify und Co. rund 1,5 MB an Datenvolumen. Wer in hoher Qualität hören will, muss mit 2,5 MB pro Minute rechnen. Bei 500 MB Gesamtvolumen also rund 7 Stunden Musik in normaler Qualität und nur dreieinhalb Stunden in hoher Qualität. Besser ist es, die Offline-Funktion der Anbieter zu nutzen. Diese ermöglichen es nämlich, im heimischen WLAN die Lieblingsmusik temporär auf dem Handy zu speichern, sodass sie ohne Onlineverbindung gehört werden kann. Wenn man die Musik satthat, löscht man sie wieder und lädt neue Lieder herunter.

Vorsicht bei den beliebten Sprachdiensten

Skype, WhatsApp, Facetime – sie alle bieten die Funktion der Sprachdienste an. Man kann also gewissermaßen über diese Dienste Anrufe tätigen. Rund 1 MB pro Minute wird fällig, wenn man die Kamera dabei auslässt. Ist sie aktiviert, dürfte das Datenvolumen binnen kürzester Zeit aufgebraucht sein.

Dropbox, OneDrive oder iCloud versuchen, Dateien oder Fotos im Online-Speicher abzulegen. Je nachdem wie man es eingestellt hat, tun sie das heimlich, still und leise im Hintergrund. Bei allen kann man das aber unterbinden, und zum Beispiel nur dann erlauben, wenn das Handy sich im WLAN befindet.

Ein Datenfresser ist auch die Timeline bei Facebook. Die ist voller Bilder, an denen man nichtsahnend vorbeiscrollt. Bis zu 5 MB können da schnell zusammenkommen.

Fazit: Wer muss also genau hinschauen?

Grundsätzlich liegt es an der Nutzung, wie viele Daten man verbraucht. Wenn irgendwann zur Monatsmitte die „Ihr Datenvolumen ist aufgebraucht“-SMS kommt, ist man ein Kandidat, der entweder über ein größeres Datenvolumen oder über besonnenes Vorgehen bei der Nutzung nachdenken sollte. Weniger als 1 GB Datenvolumen pro Monat erfordert ein genaues Hinsehen bei den Apps. Sie sollten so eingestellt werden, dass sie möglichst wenig Daten verbrauchen.

Tipp: Wenn Ihr das Handy eigentlich nur zum Surfen nutzt, also weniger für Telefonie und SMS, dann schaut Euch nach einem speziellen Daten-Tarif um. Viele Anbieter bieten diese Tarife günstiger an. Denn wer weniger telefoniert, aber dafür häufiger im Netz unterwegs ist, zahlt häufig weniger.

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