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Social Media: Hendrik Streeck setzt sich für Altersgrenze ein
Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung sieht eine „Verhaltenssucht“ bei Kindern und Jugendlichen.
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Social Media: Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, setzt sich „strikt abgestufte Altersvorgaben für soziale Medien“ ein, um den hohen digitalen Medienkonsum Minderjähriger zu begrenzen.
Streeck sieht eine „Verhaltenssucht“ bei Kindern und Jugendlichen und erklärte in diesem Zusammenhang gegenüber der Rheinischen Post: „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kinder und Jugendliche, die in hohem Maße nicht altersgerechte Inhalte konsumieren, anfälliger für riskantes Suchtverhalten und problematischen Drogenkonsum werden“
Hendrik Streeck setzt sich für Altersgrenze ein
Der Suchtbeauftragte erklärte den Begriff „Verhaltenssucht“ anhand Zahlen: „Wir sprechen im Schnitt von vier Stunden in sozialen Netzwerken, zwei Stunden mit Computerspielen und zwei Stunden mit Streamingdiensten pro Tag“, so Streeck. Das seien „bedenklich hohe Werte, gemessen an der Freizeit von Kindern und wie diese idealerweise für soziale, motorische und sensorische Fähigkeiten genutzt werden könnten.“
Die Zahlen würden allerdings nur den Durchschnitt wiedergeben. „Es gibt also auch Kinder, die noch länger am Handy sitzen und man fragt sich, wann schlafen sie eigentlich?“, sagte der ehemalige Virologe der Corona-Pandemie.
Social Media verantwortungsvoll nutzen
Die viel diskutierten Handyverbote für Schüler sieht der Sucht- und Drogenbeauftragte allerdings kritisch. Eine solche Frage könne nicht mit einem grundsätzlichen Ja oder Nein beantwortet werden und ein Verbot würde das Problem ebenfalls nicht lösen. „Denn wir wollen ja, dass junge Menschen mit Medien aufwachsen und die Technologien nutzen. Sie sind schließlich aus dem Alltag im digitalen Zeitalter nicht mehr wegzudenken“, gab Streeck zu bedenken. „Aber die Dosis macht das Gift.“
Bei der Eindämmung der Nutzung sieht er zuerst die Kinder und Jugendlichen selbst und insbesondere ihre Eltern gefragt. „Wenn man sich anschaut, dass 42 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen einen Tiktok-Account haben, läuft da etwas aus dem Ruder“, stellte der CDU-Politiker fest.
Quellenangabe: Tagesschau
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