Neuigkeiten
Sileme: Notfall-App erobert die App Store-Charts
Die Notfall-App aus China erobert unter dem Motto „Bist du gestorben?“ die App Store-Charts. Warum ist das so? Wer braucht die App?
INHALTSVERZEICHNIS
Sileme: Die Notfall-App aus China erobert unter dem Motto „Bist du gestorben?“ die App Store-Charts. Warum ist das so? Wer braucht die App? Die mobile App Sileme fordert alle 48 Stunden ein Lebenszeichen. Erfolgt dieses nicht, werden vordefinierte Kontakte automatisch informiert.
Die Notfall-App folgt somit einem einfach Ansatz, und stürmt mit diesem laut Gizmodo die weltweiten App Stores. In China liegt die kostenpflichtige Apps auf Platz 1 der mistgeladenen kommerziellen Apps. In den USA rangiert die App auf Platz 2 der bezahlten Anwendungen und in Australien auf Platz 4. Auch in den App Stores anderer Länder spielt die App ganz vorne mit. Warum ist das so?
Sileme Notfall-App erobert die App Store-Charts
Der Name Sileme ist laut Golem ein phonetisches Wortspiel, das wie der chinesische Lieferdienstriese Ele.me („Bist du hungrig?“) klingt, übersetzt allerdings „Bist du gestorben?“ bedeutet. Das chinesische Entwicklerteam Moonscape Technologies verfolgt bei der Notfall-App einen radikal minimalistischen Ansatz und verzichtet konsequent auf Funktionen wie GPS-Ortung oder den Zugriff auf Bewegungssensoren.
Der Funktionsumfang beschränkt sich auf einen digitalen Totmannschalter, der in einem festen Intervall von 48 Stunden eine Reaktion der Nutzer einfordert. Der Schalter muss einzig innerhalb des Zeitfensters betätigt werden und die App legt sich wieder schlafen. Versäumen diesen Check-in, löst das System automatisch eine Benachrichtigung an vorher definierte Notfallkontakte aus. Der Alarm erfolgt zurzeit primär via E-Mail, die Entwickler haben aber bereits eine Erweiterung um eine SMS-Funktion in Aussicht gestellt.
Datensparsamkeit und Verzicht auf Standortdaten
Moonscape Technologies entwickelte die App nach eigenen Angaben als Reaktion auf die zunehmende soziale Vereinsamung in urbanen Räumen. Zielgruppe sei vor allem Alleinstehende, die sich sicher sein wollen, dass im Falle eines Unfalls oder eines plötzlichen medizinischen Notfalls zeitnah Hilfe verständigt wird. Die Anwendung wird vermutlich oftmals von Personen auf den Geräten ihrer alten Eltern installiert, um im Fall der Fälle schnell vor Ort sein zu können.
Markbeobachter werten den Umstand, dass die App nun auch auf westlichen Märkten überaus hohe Downloads erzielt als Zeichen, dass es ein globales Bedürfnis nach unaufdringlichen Sicherheitslösungen gebe. Der bewusste Verzicht auf Standortdaten hebt Sileme von konkurrierenden Sicherheits-Apps ab, die oft weitreichende Berechtigungen fordern. Die App sammelt lediglich die für den E-Mail-Versand notwendigen Informationen, was dem Wunsch vieler Nutzer nach Datensparsamkeit entgegenkommt. Das renommierte IT-Magazin Golem bezeichnet die Notfall-App als Phänomen, „das die Grenzen zwischen nützlichem Werkzeug und morbider Gesellschaftskritik verwischt.“
Quellenangabe: Golem
-
Neuigkeitenvor 12 Stunden
Apple: KI-basierte Siri powered by Google Gemini
-
Neuigkeitenvor 14 Stunden
Apple: 36 Airlines unterstützen AirTag-Gepäck-Ortung
-
Neuigkeitenvor 16 Stunden
Starlink: Lufthansa setzt künftig auf Elon Musk
-
Neuigkeitenvor 1 Tag
Apple: Food-Logging macht Garmin Konkurrenz
-
Neuigkeitenvor 1 Tag
Blitzer-Apps: Bundesländer fordern ein totales Verbot
-
Neuigkeitenvor 2 Tagen
Apple: iOS 26.3 Beta 2 für Entwickler freigegeben
-
Neuigkeitenvor 2 Tagen
Apple: Services-Sparte erklimmt neue Rekordwerte
-
Neuigkeitenvor 2 Tagen
Apple Watch: AliveCor verliert erneut vor US-Gericht