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Samsung Health: KI-Training zustimmen oder Kontozugriff verlieren
Gesundheitsdaten für Entwicklung und Training von KI-Modellen freigeben oder Zugriff auf Samsung-Konto verlieren.
INHALTSVERZEICHNIS
Samsung Health: Gesundheitsdaten für Entwicklung und Training von KI-Modellen freigeben oder Zugriff auf Samsung-Konto verlieren – das Branchenportal How-to Geek berichtet von einer neuen Benachrichtigung mit dem Titel „Consent to the Use of Health Data for AI Training and Modelling“, die bei dem Öffnen der Samsung-Health-App erscheint.
Nutzer werden derart offenbar dazu gedrängt, ihre Gesundheitsdaten für das Training von KI-Modellen zur Verfügung zu stellen. Vor der erzwungenen Zustimmung sollen höchst vertrauliche Datentypen wie Informationen zu sportlichen Aktivitäten, medizinische Aufzeichnungen, Medikamenteneinnahmen und Menstruationszyklen sein.
Samsung Health will Zustimmung zur KI-Weiterverarbeitung erzwingen
Die derart gesammelten Daten sollen dazu verwendet werden, die KI-Modelle des Herstellers zu verbessern. Samsung behält sich dabei ausdrücklich vor, in bestimmten Fällen eine Überprüfung der Daten durch Menschen durchzuführen. Die App verfügt in den Einstellungen über einen Schalter, mit dem Nutzer die Verwendung der Daten unterbinden können. Das Deaktivieren der Freigabe hat allerdings direkte Konsequenzen für den Funktionsumfang.
Ein eingeblendeter Warnhinweis stellt klar, dass bei einem Widerspruch die Synchronisation der Gesundheitsdaten mit dem Samsung-Konto nicht mehr möglich ist. Die Daten werden in diesem Fall gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Ob Samsung die Inhalte direkt mit bestimmten Nutzerkonten verknüpft oder diese anonymisiert und aggregiert verarbeitet, geht aus der Benachrichtigung nicht hervor.
Modelle der kommenden Galaxy Watch 9 von KI-Zwang betroffen
Samsung erklärt die Maßnahme mit dem Vorhaben, präzisere Ratschläge unterbreiten zu können. Der Konzern bietet bereits Funktionen für ein KI-gestütztes Coaching an. Im Juni kündigte das Unternehmen zudem ein Update für die App an, bei dem Algorithmen vertiefte Erkenntnisse in mehreren Kategorien liefern sollen. Dazu zählen die Empfehlung von Trainingsplänen, die Analyse von Schlafdaten auf potenzielle Probleme sowie die Auswertung von Ernährungsentscheidungen.
Für diese Berechnungen benötigt die Software große Datenmengen, um die Genauigkeit und Relevanz der Auswertungen zu erhöhen. Die geplanten Neuerungen sollen in die neue Galaxy Watch 9 einfließen. Die Vorstellung dieser Wearables erfolgt voraussichtlich am 22. Juli im Rahmen des Samsung-Unpacked-Events. Ältere Geräte erhalten die aktualisierten Funktionen vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt.
Quellenangabe: Golem
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