Sind das die drei Top-Game-Apps 2019?

Die Top-Games des Jahres setzen auf das Freemium-Modell.

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Mobile-Gaming ist spitze. Mittlerweile sind 85 Prozent aller Gamer in Deutschland (auch) Smartphone-Gamer. Das ist ein im August 2019 veröffentlichtes Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Das Smartphone positioniert sich damit als Gaming-Plattform klar vor den Spielekonsolen und PCs.

s bleibt die Frage, welche App-Games im bisherigen Verlauf des Jahres 2019 spitze waren. Und ob sich vielleicht bereits jetzt Trends im App-Gaming für 2020 erkennen lassen? Zwei kurze Antworten vorab: Ja, solche Trends sind erkennbar. Allerdings bleibt eine sehr wichtige Frage dabei unbeantwortet. Und es gibt drei sehr erfolgreiche App-Games, die man zum Top-Game 2019 küren könnte. Aber sind sie es auch: DIE Top-Games?

Coin Master – umstritten, aber erfolgreich

Zu den beliebtesten Games des Jahres 2019 gehört ohne Zweifel Coin Master. Im Mai stieg das Game neu in die monatliche Top-20 „Spiele-Apps nach Downloads“ (iOS und Android) ein, die der Verband der deutschen Games-Branche auf game.de herausgibt. Bereits im Juni erreichte Coin Master hier Platz EINS. Im Juli rutschte das Game zwar auf den vierten Rang ab, aber im August kletterte es erneut ganz nach oben, bevor sein Stern endgültig sank.

Coin Master ist eine Mixtur aus virtuellem Automaten- und Strategiespiel und entführt den Spieler in eine Wikingerwelt. Hier muss man Coins sammeln und baut damit Wikingerdörfer aus. Um Coins zu erhalten, kann man das Glücksrad drehen, andere Spieler angreifen oder an virtuellen Events teilnehmen. Das App-Game des israelischen Unternehmens Moon Active existiert bereits seit 2015. Richtig erfolgreich wurde das App-Game in Deutschland aber erst 2019.

Eine Ursache für den Erfolg war die Werbekampagne, die Coin Master auf Instagram, YouTube und Facebook geschaltet hat. Für sie gewann das Unternehmen Prominente wie Pietro Lombardi, Daniela Katzenberger und Bibi von BibisBeautyPalace. Das game hat allerdings nicht nur Freunde. Medien wie der WDR kritisieren die App heftig und auch die Landesmedienanstalt NRW hat sich der Sache angenommen, um zumindest die Werbung für die App zu überprüfen.

Fakt ist: Das Spiel hat Erfolg. Laut OMR.com wurde die App alleine im Juni 2019 etwa 1,9 Millionen Mal heruntergeladen. Aber muss Kritik bei Erfolg automatisch verstummen? Vielleicht überlässt man Automatenspiele doch lieber Onlinecasinos, die sie auf verantwortungsvolle Weise erwachsenen Spielern anbieten? Coin Master von Moon Active gibt es für iPhones (Betriebssystem mindestens iOS 9.0) und Android-Smartphones. Die benötigte Android-Version hängt hier vom jeweiligen Gerät ab.

Mario-Kart-Tour: ein Top-Start in den App-Charts

Keine Frage: Super Mario gehört zu den beliebtesten Games in Deutschland. In der Studie Games 2018 von Splendid Research bezeichneten etwa sechs Prozent aller Teilnehmer Super Mario als ihr Lieblingsspiel aller Zeiten. Das brachte Super Mario Rang 2 hinter der FIFA-Reihe und vor den SIMS. Den kleinen Klempner gibt es bereits seit 1981. Anfangs war er jedoch Zimmermann, war Held des legendären Spiels Donkey Kong und wurde Jumpman genannt. Der Namenswechsel zu Mario folgte bald. Und mit Beginn der Mario-Spiele wurde aus dem Zimmermann der Klempner und der hat bis heute nichts von seinem Charisma verloren. Beweise dafür gibt es auch 2019.

„Noch beliebter als WhatsApp: Mario Kart steigt auf Platz 1 der App-Charts ein“: So betitelte das Magazin CHIP einen Artikel über die App-Version der beliebten Reihe Mario-Kart. Die App führt den Spieler zu Rennstrecken auf der ganzen Welt. Man fährt gegen die von Künstlicher Intelligenz gesteuerte Konkurrenz, kann unterwegs Items sammeln und sich so Vorteile verschaffen.

In den ersten 24 Stunden nach dem Release sei das Spiel 20 Millionen Mal heruntergeladen worden, hieß es am 30. September im WDR-Blog. Ein voller Erfolg. Kritik gibt es aber auch bei diesem App-Gamer und wieder geht es um Finanzielles. Das Game gibt Gamern nämlich reichlich Gelegenheit, bei In-App-Käufen richtiges Geld auszugeben. Sich stattdessen Features freizuspielen, ist dagegen relativ langwierig. Die Android-App von Mario Kart Tour lässt sic h ab der Android-Version 4.4 spielen. Die iPhone-App funktioniert ab iOS 10.0.

Color Bump 3D: Führe die Kugel durch die Spielewelt

Was Coin Master in den letzten Monaten gewesen ist, war Color Bump 3D Anfang des Jahres 2019: ein Sieger. Color Bump 3D von Good Job Games führte die Game.de Top-20 der Spiele-Apps mit den meisten Downloads in den ersten drei Monaten2019 an. Erst im April rutschte das Game auf Platz 7 ab. Die Rangliste der Analytics-Plattform Sensor Tower sah Color Bump 3D im ersten Quartal 2019 ebenfalls auf Platz 1 bei den Downloads und das bezog sich sogar auf alle Apps und nicht nur auf Games.

Insgesamt wurde Color Bump 3D im ersten Quartal 2019 knapp vier Millionen Mal installiert, schrieb Chip.de im Mai 2019. Das Game ließ damit nicht nur andere Game-Apps hinter sich, sondern beispielweise auch WhatsApp und Instagram. Als Spieler lenkt man bei Color Bump 3D einen Ball durch die Spielewelt. Man kann einige Elemente zur Seite stoßen und muss sich vor anderen in Acht nehmen. Es gibt zahllose Levels, die natürlich immer schwieriger werden. Spielen kann man das App-Game mit iPhones, auf denen mindestens iOS 9.0 installiert ist. Für das Spiel auf Android-Smartphones ist mindestens Android 5.0 erforderlich.

Und was kann man 2020 erwarten?

Ob die drei hier präsentierten App-Games die Top-Games des Jahres 2019 sind, ist sicherlich nicht zuletzt eine individuelle Entscheidung. So mancher Gamer wird ganz anders entscheiden. Allerdings gibt es eindrucksvolle Zahlen als Argumente für Coin Master, Mario Kart Tour und Color Bump 3D. Am Ende bleibt die Frage nach den Trends. Eine auf Business2community.com veröffentlichte dci Infografik nennt als Trends für 2020 Gaming über diverse Plattformen hinweg, Augmented-Reality-Gaming, mehr Hyper-Casual-Games (mit einfacher Spielidee für kurze Spielzeiten), Cloud-Gaming, wettkampforientierte Multiplayer sowie Games, die auf der Blockchain basieren.

Manche dieser Entwicklungen haben das Potenzial, den Erfolg von Mobile Gaming erneut zu steigern und die Art des Mobile Gaming zu verändern. So führte beispielsweise der Aufstieg von Hyper-Casual- und Cross-Platform-Gaming dazu, „dass bereits 74 Prozent aller Verbraucherausgaben im App-Store von Spielen generiert werden“. Das schrieb die Info-Plattform für digitales Leben Lead-Digital.de auf Basis der vom Analyse-Dienstleister App Annie herausgegebenen Studie „State of Mobile Games“.

Ob aber jeder prognostizierte Trend tatsächlich zündet, bleibt abzuwarten. Die Akzeptanz von Cloud-Gaming scheint jedenfalls 2019 noch gering gewesen zu sein. Dafür sprechen die im Juni 2019 veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage, die Ipsos MORI in mehreren Ländern durchgeführt hat. Auftraggeber war Gamesindustry.biz.

Laut der Studie interessieren sich ungefähr 15 Prozent der Videospiel-Konsumenten in den berücksichtigten europäischen Ländern für Cloud-Gaming. In Deutschland lag der Anteil der Interessierten sogar nur bei zehn Prozent. Vielleicht wird das 2020 völlig anders sein? Es ist möglich. Sicher ist es nicht. „Trend oder Hype?“ heißt die Frage. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein erwarteter Trend ein Hype bleibt. 2020 weiß man mehr.

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