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Kinder am Display: Das Alter als entscheidender Faktor
Eine Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen einer höheren Bildschirmzeit im Alter von bis sechs Jahren und schlechteren Schulnoten.
INHALTSVERZEICHNIS
Kinderschutz: Im Rahmen einer Langzeituntersuchung, die im World Journal of Pediatrics veröffentlicht wurde, wurde nun aufgezeigt, dass das Alter ein ganz entscheidender Faktor ist, wenn es darum geht, die Folgen von langen Bildschirmzeiten bei Kindern abzuschätzen. Bei besagter Untersuchung werden vor allem Unterschiede im Zusammenhang mit einer Nutzung im Alter von einem Jahr und erneut mit sechs Jahren deutlich.
Besonders auffällig: die Werte von Kinder im Alter zwischen einem und sechs Jahren
Die Untersuchung wurde mit etwa 500 Kindern in Singapur über mehrere Jahre hinweg durchgeführt. Aufgabe der Eltern war es, die Bildschirmzeit ihrer Kinder im Alter von einem, eineinhalb, zwei, drei, sechs und acht Jahren anzugeben. Mit neun Jahren wurden dann Tests in Bezug auf die schulischen Leistungen und mit zehneinhalb Jahren Tests in Bezug auf das Kurzzeitgedächtnis durchgeführt.
Dabei zeigte sich ein Zusammenhang zwischen einer höheren Bildschirmzeit im Alter von einem, eineinhalb und sechs Jahren und schlechteren schulischen Ergebnissen. Kinder, die im Alter von einem und sechs Jahren viel Zeit am Bildschirm verbracht hatten, hatten später auch ein schlechteres Kurzzeitgedächtnis.
Verdrängt die Bildschirmzeit andere Lerngelegenheiten?
Die Autoren der Untersuchung sind der Meinung, dass es durchaus möglich ist, dass Kinder, die in den entsprechenden Altersphasen oft vor dem Bildschirm sitzen, andere Lerngelegenheiten verpassen.
Für fundierte Erkenntnisse bräuchte es allerdings weitere Untersuchungen. Immerhin zeigt die Veröffentlichung nur Zusammenhänge und lässt sich auf eine einzige Ursache schließen. Zudem wurde nicht untersucht, welche Inhalte die Kinder konsumieren.
Auch die Bildschirmzeit während der gesamten Kindheit hat Auswirkungen
Auch Kinder, die nicht nur in den genannten Altersspannen, sondern während ihrer gesamten Kindheit viel Bildschirmzeit sammeln, sind in der Schule oft schwächer. Die Auswirkungen auf das Kurzzeitgedächtnis scheinen allerdings geringer zu sein.
Dementsprechend deutet vieles darauf hin, dass etliche Faktoren eine Rolle spielen und dass es vielleicht sogar falsch sein könnte, mit pauschalen Empfehlungen zu arbeiten.
Quellenangabe: AppGamers
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