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Künstliche Intelligenz: Hamburgs Sozialgerichte werden mit KI-Klagen geflutet
Laut einem Bericht des NDR deutet aktuell vieles darauf hin, dass zahlreiche Klageschriften wohl mithilfe von KI erstellt wurden.
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… und zwar nicht von Menschen, die sich über KI aufregen, sondern von denjenigen, die sie nutzen, um selbst zu klagen. Laut einem Bericht des NDR deutet aktuell vieles darauf hin, dass zahlreiche Klageschriften mithilfe von KI erstellt wurden. Und genau das sorgt für viel Aufwand und sorgt dafür, dass die Gerichte viel zu tun haben. Unter anderem auch deswegen, weil sich nun offenbar Menschen, die ansonsten nicht geklagt hätten, dazu berufen fühlen. Ein paar Prompts und fertig ist ein Schriftstück, das sich (wenn überhaupt) vielleicht auch einfach nur gut anhört.
Seitenweise Klagen, aber wenig Inhalt
In besagtem Bericht des NDR wird aufgezeigt, dass KI es Klägern ermöglicht, ihre Klagen weitaus umfangreicher als eigentlich nötig einzureichen. Klar: Künstliche Intelligenz ist so gut wie nie um ein Wort verlegen. Und genau das kann bei denjenigen, die sich vielleicht noch nie mit dem Thema Sozialrecht auseinandergesetzt haben, Eindruck schinden.
Kein Wunder, dass auf einmal auch diejenigen klagen, die ohne KI nicht den Weg über den Anwalt gesucht hätten.
Was sagen die Zahlen? Wie viele Klagen sind es wirklich?
In nur einem Jahr soll die Anzahl der eingegangenen Verfahren beim Sozialgericht in Hamburg um etwa 1.900 gestiegen sein. Und das besagte Sozialgericht ist der Meinung, dass ein Teil des Anstiegs an KI und der mit ihr verbundenen Möglichkeiten liegt.
Vor allem Eilverfahren sollen mittlerweile „beliebter“ geworden sein. Was den Klägern in die Karten spielen dürfte, ist die Tatsache, dass es bei Sozialgerichten keinen Anwaltszwang und keine Gerichtskosten gibt.
Wenn die KI (wie so oft) halluziniert…
Es hat seinen Grund, dass Juristen ein Studium hinter sich bringen müssen, um ihren Mandanten weiterhelfen zu können. Wenn diese allerdings denken, alles mit KI selbst erledigen zu können, geht dies oft nach hinten los. Die Klagen enthalten in vielen Fällen Fehler. Besonders „interessant“ wird das Ganze, wenn in den Texten auf Urteile und Gesetze zurückgegriffen wird, die überhaupt nicht existieren.
Kein Wunder, dass das Klageverfahren unter diesen Voraussetzungen oft länger dauert. Abgesehen davon, rät die KI in vielen Fällen zu Klagen, die eigentlich wenig erfolgversprechend sind. Wie immer gilt also: Bitte mitdenken und nicht alles glauben. Auch dann nicht, wenn „Chatty“ noch so überzeugt davon ist.
Quellenangabe: NDR
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