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EU-Digitalranking: Deutschland belegt Platz 17
Vor Kurzem wurde der Bitkom-DESI-Index veröffentlicht. Dieser zeigt, dass Deutschland die Digitalisierung langsam ausbaut.
INHALTSVERZEICHNIS
EU-Digitalranking: Vor Kurzem wurde der Bitkom-DESI-Index veröffentlicht. Dieser zeigt unter anderem, dass Deutschland seine Digitalisierung zwar ausbaut, aber nicht so schnell wie andere Länder vorankommt. Bezogen auf die fünf großen EU-Länder schafft es die Bundesrepublik auf Platz 2. Spanien sichert sich Platz 1.
Viele kleinere EU-Länder digitalisieren schneller
Der Bitkom-DESI-Index zeigt einmal mehr, dass in Deutschland in Bezug auf das Thema Digitalisierung weiterhin noch Luft nach oben besteht. Im Vorjahr brachte es die Bundesrepublik mit 50,1 Punkten noch auf Platz 14. Nun steht sie mit 51,1 Punkten auf der 17. 2022 reichte es noch für Rang 13.
Welche Faktoren sind ausschlaggebend?
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst erklärt, man müsse im digitalen Wettbewerb „nicht nur besser, sondern auch schneller werden“, wenn man nach vorne wolle. Politik in Bund und Ländern, Wirtschaft und u.a. seien jetzt gefordert, da ein 17. Platz nicht der Anspruch sein könne.
Im Gesamtranking hat es Dänemark (76,4 Punkte) auf den 1. Platz geschafft. Darauf folgen Finnland (72,9 Punkte), die Niederlande (72,7 Punkte), Malta (70,3 Punkte) und Luxemburg (69,3 Punkte). Gleichzeitig gibt Wintergerst zu bedenken, dass man einen „großen, föderalen Flächenstaat wie Deutschland“ nur bedingt mit Luxemburg, Estland oder Dänemark vergleichen könne.
Ein Blick auf die einzelnen Rankings
Das aktuelle EU-Digitalranking bezieht sich auf unterschiedliche Bereiche. Die Länder wurden unter anderem in Bezug auf die Themen „Digitale Transformation von Unternehmen“, „Qualität der digitalen Infrastruktur“, „Nutzung der digitalen Infrastruktur“, „Digitale Kompetenzen“ und „Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung“ bewertet.
Um vielleicht demnächst bessere Werte zu erreichen, erklärt Wintergerst, man müsse „Digitalprojekte beschleunigen, von Gründungen in 24 Stunden über schnellere Genehmigungen für Rechenzentren, Mobilfunkmasten und Fabriken bis zum breiten Einsatz von KI in den Unternehmen“.
Deutschland brauche einen „digitalen Nordstern“, um „mehr Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Souveränität“ zu erreichen. Um die entsprechenden Ziele zu erreichen, bräuchte es „weniger Bürokratie, einfachere Berichtspflichten, digitale Identitäten und das Once-Only-Prinzip, damit Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen ihre Daten nur einmal angeben müssen.“
Quellenangabe: Bitkom
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