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Social Media: Unionspolitiker plädieren für Verbote für Kinder
Führende Politiker der Unionsparteien setzen sich für Altersgrenzen bei der Nutzung von sozialen Netzwerken ein.
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Social Media: Führende Politiker der Unionsparteien setzen sich für Altersgrenzen bei der Nutzung von sozialen Netzwerken ein.„Soziale Medien sind nicht an sich gut oder böse. Wir wollen deshalb keine pauschalen Verbote, aber wir müssen Kinder und Jugendliche besser schützen“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Anja Weisgerber (CSU), gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel. „Dabei können altersgerechte Zugänge zu sozialen Netzwerken helfen. Wie sich das am besten umsetzen lässt, diskutieren wir derzeit in der Unionsfraktion.“
Der CDU-Landesverband Schleswig-Holstein hatte den Stein ins Rollen gebracht, indem er zuvor für den anstehenden Partietag einen Antrag eingereicht hat, der ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung von Social Media voraussetzt.
Unionspolitiker plädieren für Social Media-Verbote für Kinder
Der Fraktionschef der CSU im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, sagte: „Ein generelles Verbot von Social Media für unter 16-Jährige ist schwer zu kontrollieren, aber der Jugendschutz im Netz muss genauso konsequent gelten wie auf der Straße.“ Hierbei bestehe zurzeit aus seiner Sicht einen dramatischen Widerspruch: „Kein Zutritt zur Kneipe, aber unlimitierter Zugang zu Gewalt, Pornografie und Hasskommentaren auf dem Handy.“
Conrad Clemens, CDU-Kultusminister in Sachsen, schlägt in die selbe Bresche: „Der exzessive Konsum von Social Media ist wie eine Krankheit – mit langfristigen Folgen. Wir sollten unsere Kinder davor schützen. Es sollte ein Mindestalter für die Nutzung von Social Media geben.“ In Sachsen gebe es bereits ein landesweites Verbot von privaten Handys in Grundschulen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir es bis zur Klassenstufe 8 ausweiten.“
Jugendliche verbringen mehr als 70 Stunden pro Woche online
Roderich Kiesewetter (CDU) sagte dem Spiegel: „Ich unterstütze das Ansinnen, die Nutzung von Social Media für unter 16-Jährige einzuschränken oder zu verbieten.“ Studien würden zahlreiche Gefahren belegen, von Sucht über Cybermobbing bis zu Desinformation, so Kiesewetter. „Von US-Tech-Konzernen sollten wir uns da nicht beirren lassen.“
Die Jugend-Digital-Studie der Postbank 2024 will ermittelt haben, dass Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren im Schnitt mehr als 70 Stunden pro Woche online verbringen würden. Soziale Netzwerke würden eine Fülle an Möglichkeiten bieten, sich zu informieren, sich auszutauschen und zu vernetzen, und kreativ zu sein. Die Jugend-Digital-Studie zeigt allerdings auf, dass nur 4,6 Stunden für Schule, Ausbildung oder Studium genutzt werden. Experten halten von einem pauschalen Verbot recht wenig und fordern stattdessen, dass Techkonzerne faschistische Inhalte schneller und konsequenter löschen.
Quellenangabe: Golem
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