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Activision Blizzard: Call of Duty Mobile im Visier der Behörden
Die Autorità Garante della Concorrenza e del Mercat (AGCM) beschäftigt sich zurzeit mit der Monetarisierung von Activision Blizzard-Games.
INHALTSVERZEICHNIS
Activision Blizzard: Die italienische Wettbewerbsbehörde hat Fragen zu bekannten Spielen wie Call of Duty Mobile und Diablo Immortal. Die Autorità Garante della Concorrenza e del Mercat (AGCM) beschäftigt sich zurzeit mit der Monetarisierung von Activision Blizzard-Games. Das Unternehmen, das im Oktober 2023 für knapp 70 Milliarden US-Dollar von Microsoft übernommen wurde, steht im Verdacht, widerrechtliche Methoden zu verwenden, um Spieler dazu zu verleiten, mehr Geld und Zeit in die Spiele-Apps zu investieren.
Die AGCM geht in diesem Zusammenhang der Annahme nach, dass der Publisher dazu mutmaßlich irreführende UI-Elemente einsetzt. Sollte sich der Verdacht erhärten, können damit Verbraucherrechte verletzt sein.
Call of Duty Mobile und Diablo Immortal im Visier der Behörden
Die betreffenden UI-Elemente sollen dabei derart entwickelt wurden sein, dass Spieler die Games nicht nur häufig aufrufen, sondern auch mehr Zeit in diesen verbringen. Methodiken dieser Art finden sich in vielen Spielen für Smartphones und Tablets, mit Activision Blizzard ist nun einer der größten Spiele-Entwickler und Publisher in das Visier der Behörden geraten.
Die Autorità Garante della Concorrenza e del Mercat stört sich zudem daran, dass gehäuft Pop-up-Meldungen angezeigt werden, die seltene Belohnungen oder zeitlich befristete Rabatte in Aussicht stellen. Spielern werden es außerdem unnötig schwer gemacht, den realen Wert der InGame-Währung zu beurteilen, da diese oftmals für Bundles bestehend aus mehreren Inhalten ausgegeben werden.
Activision Blizzard soll Spieler zu unnötig hohen Ausgaben verleiten
Die AGCM untersucht daher auch, ob Nutzer mit der Vielzahl der Methoden dazu motiviert werden, mehr Geld in die Spiele zu investieren, als es für die gewünschte Resultate notwendig wäre. Da dies auch Minderjährige betreffen kann und so Suchtverhalten begünstigt wird, sehen dass die italienischen Behörden außerordentlich kritisch.
Die Wettbewerbsbehörde kritisiert auch die implementierte Elternverwaltung kritisch, da deren Standardstufe als besonders niedrig eingeschätzt wird, sodass es für Jugendliche etwa keine Beschränkungen bei der Spielzeit gebe und diese In-Game-Käufe tätigen könnten. Die AGCM will auch genauer prüfen, ob sich Activision Blizzard rechtskonform die Zustimmung zur Verarbeitung persönlicher Daten einholt und Kunden ausreichend über ihre Rechte informiert. Da gibt es also an mehreren Stellen Zweifel. Der Publisher hat sich zu der eingeleiteten Prüfung bislang nicht geäußert.
Quellenangabe: Caschys Blog
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