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Ratgeber: Warum altern Handy Akkus in iPhones & Co?
Handy Akkus altern, doch warum ist das so und können Nutzer mit Akku Tipps und Tricks den Alterungsprozess verlangsamen?
Ratgeber: Handy Akkus altern, doch warum ist das so und können Nutzer mit Akku Tipps und Tricks den Alterungsprozess verlangsamen? Moderne iPhones und ehrwürdige Nokia Handys haben eines gemeinsam: Ihre Akkus geben früher oder später den Geist auf. Bei alten Dumb Phones und Feature Phones können die Akkus allerdings binnen Sekunden gewechselt werden, bei modernen Smartphones hingegen ist das mit viel Aufwand und Geld verbunden – wenn es denn überhaupt möglich ist, beziehungsweise aus finanziellen Gesichtspunkten Sinn ergibt.
Nutzer können allerdings die Lebensdauer von Akkus erheblich verlängern, wenn sie nicht unbewusst immer wieder dieselben Fehler machen, die sich dann über Monate und Jahre aufsummieren und Einfluss auf Ladeleistung und Lebensdauer der Akkus haben.
Warum altern Handy Akkus in iPhones & Co?
Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in praktisch allen modernen Smartphones und Tablets verbaut sind, verlieren mit der Zeit an Kapazität. Die Ursache dafür findet sich in chemischen Prozessen in den Batteriezellen, die technisch bedingt sind und sich nicht gänzlich aufhalten lassen. Nutzer können die Prozesse und damit die Alterung der Akkus jedoch erheblich verlangsamen. Die dazu entscheidenden Faktoren sind Temperatur, Ladezustand sowie die Art und Weise des Ladens ihrer Geräte.
Als Faustregel kann dabei durchgehen, dass Laden per Kabel sowohl effizienter als auch schonender als kabelloses Laden ist. Mit einem passenden Ladegerät erreicht ein Smartphone bereits nach 30 Minuten 50 Prozent Ladung, nach 90 Minuten ist der Akku komplett voll. Drahtlose Lademethoden benötigen hingegen in der Regel fast doppelt so lange für dasselbe Ergebnis.
Kabelloses Laden
Das hat einen guten Grund, entsteht doch bei dem kabellosen Laden deutlich mehr Wärme, da Energie durch elektromagnetische Induktion übertragen wird. Ein Teil der Energie verpufft als Abwärme, statt in den Akku zu fließen. Diese zusätzliche Hitze belastet die Batteriezellen und reduziert auf Dauer ihre Kapazität. Zudem ist der Wirkungsgrad schlechter, drahtloses Laden verbraucht etwa 40 Prozent mehr Strom als das Laden per Kabel.
Kabelloses Laden hat aber dessen ungeachtet durchaus eine Daseinsberechtigung, ist es doch bequem und schont die Anschlüsse des Handys. Nutzer sollten jedoch unbedingt auf die Temperatur ihres Gerätes achten, und sollte sich dieses zu stark erwärmen, den Ladevorgang abbrechen.
Schnellladeoption
Moderne Smartphones wie iPhones oder Samsung Galaxys bieten Schnellladefunktionen mit 40 Watt und mehr. Derart können Akkus in Rekordzeit geladen werden, was allerdings spezielle Ladegeräte und entsprechende Kabel voraussetzt, soll denn die maximale Geschwindigkeit erreicht werden. Auch hier muss wieder vor dem größten Feind von Lithium-Ionen-Akku gewartet werden. Durch das schnelle Laden entsteht reichlich Wärme, was die Lebenszeit der Akkus deutlich verringert.
Bei modernen Geräten ist Schnellladen besonders in der ersten Ladehälfte effektiv. Bis etwa 50 Prozent geht es rasant voran, danach verlangsamt sich der Prozess. Das ist Absicht, die sogenannte Ladekurve schützt den Akku vor Überlastung. Experten raten daher dazu, Schnellladen wirklich nur dann zu verwenden, wenn es nötig ist. Für den Alltag reichen langsamere Lademethoden völlig aus und schonen die Batterie nachhaltig.
Optimiertes Laden
Viele Smartphones bieten eine Funktion mit der Bezeichnung „Optimiertes Laden“ an. Damit ist ein intelligentes Batteriemanagement gemeint, das besonders beim nächtlichen Aufladen hilft und in den Optionen aktiviert werden kann. Das Betriebssystem und damit das Smartphone lernt durch „Optimiertes Laden“ viel von den individuellen Nutzungsgewohnheiten und passt den Ladevorgang entsprechend an.
Statt den Akku schnell auf 100 Prozent zu bringen und ihn dann stundenlang voll zu halten, lädt es langsam und erreicht die volle Kapazität erst kurz vor dem üblichen Aufwachzeitpunkt. Das macht Sinn, altert doch ein dauerhaft voller Akku schneller als einer, der sich im mittleren Ladebereich befindet. Das optimierte Laden reduziert diese kritische Phase erheblich.
Handy Akku FAQ
Die Komfortzone einhalten
Experten raten, den Akku bei einem Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. Dies entspricht der sogenannten Komfortzone von Lithium-Ionen-Batterien. Vollständige Entladungen bis null Prozent oder dauerhaft volle Akkus stressen die Batterie unnötig und beschleunigen den Alterungsprozess. Moderne Smartphones haben zwar Schutzmechanismen eingebaut, die das Schlimmste verhindern, doch die Komfortzone ist und bleibt ein guter Richtwert.
Extreme Hitze vermeiden
Nutzer sollten unbedingt extreme Temperaturen vermeiden. Smartphones sollten daher weder bei Minusgraden noch in der vollen Sonne aufgeladen werden. Mehr noch, um die chemischen Prozesse der verbauten Akkus nicht unnötig zu beschleunigen, sollten iPhone & Co. ohnehin nicht in der Sonne liegen. Die Sommermonate sind somit ein Zeitraum, in dem Nutzer ganz besonders auf ihre Geräte aufpassen sollten.
Handynutzung beim Laden
Ein weiterer Fehler wird gerne gemacht, und auch diesen nehmen Handy Akkus wirklich übel: Das Gerät während des Ladens intensiv nutzen. Nutzer, die dabei spielen, Videos schauen oder navigieren, erzeugen zusätzliche Wärme. Besser ist es, das Gerät während des Ladevorgangs komplett ruhen zu lassen. Als Hinweis sei angemerkt, dass auch WhatsApp Calls reichlich Energie verbrauchen und daher während des Ladens ebenfalls besser nicht durchgeführt werden.
Ladegeräte hoher Qualität
Die verwendeten Ladegeräte oder USB-Kabel sollten von hoher Qualität sein. Billige Nachbauten können im schlimmsten Fall nicht nur den Akku, sondern das gesamte Gerät beschädigen. Und ein Akkutausch kann bei modernen Smartphones sehr viel Geld kosten. Es lohnt sich daher definitiv auch, vorab zu prüfen, welche Ladeleistung das eigene Smartphone überhaupt unterstützt, da nicht alle Geräte von teuren Hochleistungsladegeräten profitieren.
Quellenangabe: WDR
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