Ratgeber
Einsteiger-Guide: So gelingt der Start in WoW
WoW läuft seit über zwanzig Jahren, und im Launcher stehen inzwischen mehrere voneinander getrennte Spielvarianten zur Auswahl.
INHALTSVERZEICHNIS
Ratgeber: World of Warcraft läuft seit über zwanzig Jahren, und im Launcher stehen inzwischen mehrere voneinander getrennte Spielvarianten zur Auswahl. Wer ihn zum ersten Mal öffnet, fühlt sich schnell wie in einer Bibliothek ohne Beschriftung an den Regalen. Geht es dir genauso? Keine Sorge – damit bist du nicht allein. Wir nehmen jede Option einzeln auseinander, damit deine ersten Stunden in Azeroth flüssig verlaufen und du dich nicht im Kreis drehst.
Im Folgenden erfährst du, wie du eine Version auswählst, Volk und Klasse festlegst und das Abo handhabst, ohne zu viel auszugeben. Viele Spieler greifen außerdem auf einen WoW Boost zurück, sobald sie sich eingelebt haben: Wer eine zähe Passage schnell hinter sich bringt, gewinnt Zeit für die Inhalte, die ihm wirklich Spaß machen. Zuerst klären wir aber die Grundlagen.
Was das Abo abdeckt
Das Bezahlmodell von WoW ist für viele Neulinge eine echte Stolperfalle, deshalb hier die Kurzfassung: Kauf dir keine Erweiterung, solange du dir nicht sicher bist, dass du dem Spiel treu bleibst. Ein einziges Abo schaltet eine ganze Reihe unterschiedlicher Spielweisen frei – und keine davon ähnelt der anderen.
Midnight
Das ist die aktuelle Retail-Erweiterung, mit einer Maximalstufe von 90 und einer Story rund um Quel’Thalas und den Sonnenbrunnen. Sie bildet das zweite Kapitel einer dreiteiligen Geschichte namens Worldsoul Saga, die 2024 mit The War Within begann und mit einer finalen Erweiterung, The Last Titan, abschließen wird – erwartet für 2027. Retail bietet überarbeitete Grafik, schnelles Kampftempo und einen klaren Fokus auf Endgame-Inhalte wie Raids und Mythisch+-Dungeons.
Mists of Pandaria Classic
Diese Variante läuft auf eigenen Servern, die die Geschichte des Originalspiels Erweiterung für Erweiterung nachstellen. Diese Server haben Vanilla, Burning Crusade, Wrath und Cataclysm bereits durchlaufen und sind aktuell bei Mists of Pandaria angekommen. Das letzte Content-Update, Siege of Orgrimmar, erschien diesen Sommer – womit die Server an einem echten Scheideweg stehen. Blizzard hat noch nicht entschieden, ob es als Nächstes mit Warlords of Draenor weitergeht oder hier endgültig Schluss ist, und auch die BlizzCon im September verging ohne ein Wort dazu.
World of Warcraft: Forever
Der jüngste Zuwachs heißt World of Warcraft: Forever. Die Variante setzt auf eine dauerhafte Maximalstufe von 60 statt auf einen Erweiterungszyklus. Gestartet ist sie am 17. September; wer früh dabei sein will, muss allerdings das Skyborne Epic Pack oder die Warcraft Forever Collection kaufen oder sich für die Chance auf eine Einladung registrieren. Der vollständige Release folgt am 4. November 2026 und ist in jedem aktiven Abo enthalten.
Classic Era und Burning Crusade Anniversary
Diese Realms laufen zusätzlich zu allen drei genannten Varianten. Sie bleiben dauerhaft auf ihrer ursprünglichen Maximalstufe eingefroren – gedacht für Spieler, die exakt das Tempo von Vanilla oder TBC wollen und keinen fortlaufenden Progressionsserver.
Was alle Varianten gemeinsam haben
Mit der kostenlosen Testversion spielst du Retail bis Stufe 20, ohne einen Cent zu zahlen. Gesperrt bleiben dabei allerdings das Auktionshaus, die öffentlichen Chatkanäle und der Handel mit anderen Spielern. Wenn dich das Spiel dann gepackt hat, schaltet ein normales Monatsabo Mists of Pandaria Classic, Classic Era und World of Warcraft: Forever (sobald es am 4. November startet) vollständig frei – dazu das Leveln in Retail bis Stufe 80 über ältere Inhalte.
Wer bei World of Warcraft: Forever nicht bis zum Launch-Tag warten möchte, kommt über den Vorabkauf einer der Upgrade-Editionen hinein. Sowohl das Skyborne Epic Pack als auch die Warcraft Forever Collection schalten den Beta-Zugang sofort frei, dazu die vorgezogene Namensreservierung, sobald dieses Zeitfenster Ende Oktober öffnet. Zwingend nötig ist keiner der beiden Käufe, denn das Basisspiel ist zum Release kostenlos in jedem Abo enthalten.
Interessant sind sie trotzdem, wenn du dir bei der Namenswahl einen Vorsprung sichern und die neuen Gebiete testen willst, bevor alle anderen einloggen. Die Erweiterung Midnight selbst musst du erst dann kaufen, wenn du über Stufe 80 hinaus willst, neue Gebiete angehen und auf der aktuellen Maximalstufe raiden möchtest.
Fraktion, Volk und Klasse auswählen
Allianz und Horde waren früher praktisch zwei verschiedene Spiele. Heute können beide Seiten in denselben Gilden sein und sogar gemeinsam Dungeons laufen. Entscheide dich also einfach für die Seite, die dich mehr anspricht. Das Volk ist für das tatsächliche Spielgefühl deutlich weniger wichtig als die Klasse. Drei Klassen sind allerdings besonders gnädige Einstiegspunkte:
Jäger
Ein Pet fängt den eingehenden Schaden ab, während du aus sicherer Entfernung angreifst. Das federt die meisten Anfängerfehler ab.
Paladin
Schwere Rüstung plus Selbstheilung machen diese Klasse selbst dann schwer totzukriegen, wenn ein Pull schiefgeht.
Druide
Dank Gestaltwechsel probierst du Tanken, Heilen und Stealth auf einem einzigen Charakter aus.
Grundsätzlich kommst du mit jeder Klasse problemlos durch die Leveling-Inhalte. Du musst dir über diese Entscheidung also keinen Kopf machen. Einen zweiten Charakter kannst du später immer noch hochziehen, wenn du weißt, was dir liegt.
Die ersten neunzig Minuten: Exile’s Reach
Retail-WoW schickt neue Spieler bei der Charaktererstellung in ein Startgebiet namens Exile’s Reach. Es handelt sich um eine kleine Tutorial-Insel, auf der du die Grundlagen lernst: Bewegung, Fähigkeiten und den Umgang mit dem Interface. Wer sie abschließt, bekommt eine komplette Startausrüstung und eine Schiffspassage direkt in die Hauptstadt seiner Fraktion.
Dieser Vorsprung ist wichtig, denn Verwirrung ganz zu Beginn prägt erfahrungsgemäß auch die folgenden Stunden. Wer den Einstieg ins eigentliche Spiel schon mit Kenntnis der eigenen Klassenfähigkeiten schafft, bei dem fügt sich nach Exile’s Reach alles Weitere deutlich schneller zusammen.
Kleine Gewohnheiten für einen entspannteren Start
Ein paar simple Routinen ersparen neuen Spielern in den ersten Wochen stundenlangen Frust. Leg dir ein Lesezeichen für Wowhead an, wann immer etwas unklar ist: Tippst du einen Questnamen in die Suche, findest du dort fast immer einen Kommentar dazu, wohin du musst und was zu tun ist. Skille außerdem so oft um, wie du magst – Talente und Spezialisierung sind kostenlos und lassen sich nahezu überall ändern.
Und trau dich, in einer Dungeon-Gruppe etwas zu sagen. Ein kurzes „bin neu hier“ vor dem Pull bringt dir in aller Regel eine hilfsbereite Antwort ein statt einer genervten. Für all diese Gewohnheiten brauchst du weder Recherche außerhalb des Spiels noch einen erfahrenen Freund an deiner Seite. Entsprechend leicht lassen sie sich etablieren.
Fazit
Es gibt keinen falschen Weg, seine Zeit in Azeroth zu verbringen. Manche Spieler jagen so schnell wie möglich der Maximalstufe hinterher. Andere angeln, richten ein Haus ein oder sammeln monatelang Mounts, ohne je einen Raid zu betreten. Such dir eine Version aus, entscheide dich für eine Klasse, die sich gut anfühlt, und lass die Geschichte in dem Tempo laufen, das dir passt. Azeroth heißt seit zwei Jahrzehnten neue Spieler willkommen – und das Spiel liefert immer weitere Möglichkeiten, es zu genießen.
Quellenangabe: AppGamers
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